6. Oktober bis 19. Februar 2017

Monetissimo! Aus den Tresoren des Münzkabinetts

Monetissimo! – unter diesem Schlagwort öffnet das Münzkabinett am LWL-Museum für Kunst und Kultur seine Tresore. Es geht ums Geld: angelegtes Geld, ehemaliges Geld, entstehendes Geld, geprüftes Geld, kein Geld, kurioses Geld, schönes Geld, transportiertes Geld, viel Geld… 27 Themen bieten Spitzenstücke und Besonderheiten ebenso wie Alltägliches und Verwandtes von Münzen, Medaillen & Co.

Das Münzkabinett ist einer der ältesten und umfangreichsten, aber auch einer der unbekanntesten Sammlungsbereiche des Museums. Seit 1825 ist der Bestand auf über 100.000 Exemplare angewachsen; die numismatische Sammlung zählt damit zu den größeren in Deutschland. Alle Epochen und Regionen werden abgedeckt, der Schwerpunkt liegt jedoch auf Westfalen. In der Studio-Ausstellung wird diese Schatzkammer Westfalens erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht – eine Entdeckungsreise durch 27 Jahrhunderte Münz- und Geldgeschichte, durch die Welt von Monetissimo!.

Zur Ausstellung erscheint ein bebilderter Katalog im Michael Imhof Verlag Petersberg. Erhältlich im Museumsshop Walther König zum Preis von 19,80 Euro.



Führungen

Öffentliche Führung
Jeden Samstag um 14.30 Uhr

Kuratorenführungen mit Stefan Kötz, M.A.
Samstag, 11. Februar, 12 Uhr
 

Kostenfreie Teilnahmetickets sind 60 Minuten vorab an der Kasse erhältlich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Symposium

Numismatik Ausstellen Heute

10. Februar 2017, 9 bis 18 Uhr

Anlässlich der Studio-Ausstellung „Monetissimo!“ wird in einem eintägigen Symposium eine aktuelle Standortbestimmung zum Thema „Numismatik Ausstellen Heute“ vorgenommen. Neben einem knappen Blick auf Mögliches und Geleistetes in der Vergangenheit soll das Hauptaugenmerk auf der Analyse der Situation der Gegenwart liegen: Was ist wo warum wie möglich und was nicht, welche Herausforderungen an Thematik, Inhalte, Präsentation, Vermittlung und Öffentlichkeitsarbeit stellen numismatische Ausstellungsprojekte, gibt es eine bzw. welche Erwartungshaltung hat die Öffentlichkeit gegenüber Ausstellungen zur Numismatik?

Davon ausgehend soll aber auch der Blick in die Zukunft gerichtet werden: Welche Ideen, Strategien und Visionen, welche Strukturen und Ressourcen, vielleicht auch welche Öffnung der Disziplin braucht es, damit die Numismatik auch in der Ausstellungs-landschaft der Zukunft präsent ist bzw. wieder präsenter wird? Ausstellungen und damit öffentliche Sichtbarkeit und Akzeptanz sind die Grundbedingungen dafür, um die traditionelle deutsche Museumsnumismatik, die so alt ist wie die Institution Museum selbst, lebens- und leistungsfähig zu erhalten. Dies aber auch, indem Bewusstsein in den eigenen Häusern erzeugt und insbesondere freiwerdende Stellen nicht gestrichen, gekürzt und umgewidmet, sondern wiederbesetzt werden.

Programm:
Donnerstag, 9. Februar 2017, 19.30 bis 21.00 Uhr

Vorabend-Angebot: Der Notenmacher. Der Geldschein-Gestalter Reinhold Gerstetter im Gespräch (Eintritt frei)

Freitag, 10. Februar 2017, 9.00 bis 18.00 Uhr
9.00 Uhr Begrüßung
Dr. Hermann Arnhold, Direktor des LWL-Muse­ums für Kunst und Kultur

9.10 Uhr Impulsreferat
Stefan Kötz M.A., Kurator für das Münzkabinett am LWL-Museum für Kunst und Kultur

9.30 Uhr Führung durch die Studio-Ausstellung „Monetis­simo!“

10.30 bis 11.00 Uhr Pause

11.00 Uhr Institutionell eigenständige Münzkabinette
Dr. Reinhold Walburg, Direktor der Numismatischen Sammlung der Deutschen Bundesbank, Frankfurt/Main

11.30 Uhr Münzkabinette an Landes- und Kommunalmuseen
Dipl.-Museol. Ulf Dräger, Leiter des Landesmünzkabinetts Sachsen-Anhalt am Kunstmuseum Moritzburg, Halle/Saale

12.00 Uhr Institutionell unabhängige Geld-Ausstellungen
Dr. Jens Beutmann, Referatsleiter Ausstellungen am Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz, Kurator der Sonderausstellung „GELD“

12.30 Uhr Diskussion

13.00 bis 14.30 Uhr Pause

14.30 Uhr Niederlande
Jan Pelsdonk M.A., Kurator für das Numismatische Kabinett am Teylers Museum, Haarlem

15.00 Uhr Schweiz
Dr. Michael Matzke, Kurator für das Münzkabinett am Historischen Museum Basel

15.30 Uhr Diskussion

16.00 bis 16.30 Uhr Pause

16.30 Uhr Herausforderungen der Gegenwart
Benedikt Zäch, Direktor des Münzkabinetts und der Antikensammlung der Stadt Winterthur

17.00 Uhr Perspektiven für die Zukunft
Prof. Dr. Bernhard Weisser, Direktor des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz

17.30 Uhr Diskussion

18.00 bis 22.00 Uhr
Abend-Angebot: Möglichkeit zum Besuch der Ausstellun­gen des LWL-Museums für Kunst und Kultur im Rahmen des Langen Freitags (Eintritt frei)