LWL-Museum für Kunst und Kultur

Vorschau

Tomoko Mori, Abgrund, 2015. Foto: Tomoko Mori

RADAR: Tomoko Mori. Ostkreuz ⟷ Hikkaduwa

21. Mai bis 3. Juli 2016

Galerie der Gegenwart

Die Berliner Künstlerin Tomoko Mori (* 1982, Hokkaido, Japan) zeigt in ihrer Ausstellung „Ostkreuz ⟷ Hikkaduwa“ eine Auswahl an aktuellen Arbeiten auf Leinwand. Sie wird sie in einer eigens für die Galerie der Gegenwart entworfenen raumgreifenden Installation präsentieren.

Ausgangspunkt für Tomoko Moris künstlerisches Schaffen ist die Landschaft. Dabei interessiert sie das Zusammenspiel von naturgegebenen Gesetzmäßigkeiten, Wiederholungen und versteckter Ordnung mit Unregelmäßigkeiten, Zufälligem und Chaos. Der immerwährende Versuch des Menschen, Herr über die Natur zu werden, die sich wiederum ihren Lebensraum zurückerobert, fasziniert die Künstlerin. Indem Mori aus ihrem eigenen visuellen Gedächtnis schöpft, Beobachtetes transformiert und auf die zweidimensionale Fläche überträgt, konstruiert sie neue abstrakte Landschaften. Während des Arbeitsprozesses lotet sie dabei immer wieder das Verhältnis von bewusster Steuerung und Intuition aus. Dazu nutzt sie auch digitale Hilfsmittel, um so eine Distanz zur Leinwand zu erzeugen.

Ihre mitunter poetischen Arbeiten, die sich durch einen spannungsreichen Umgang mit Überlagerungen und Schichtungen von Formen und Flächen auszeichnen, wecken Assoziationen an die asiatische Landschaftsmalerei.

Die Eröffnung findet am Freitag, 20. Mai 2016 um 19 Uhr parallel zur Eröffnung der Ausstellung „Creatures of the Mud“ im Westfälischen Kunstverein statt.

Römischer Münzschmuck des 3. Jahrhunderts aus Hornoldendorf, LWL-Museum für Kunst und Kultur, Foto: LWL/Ahlbrand-Dornseif

Monetissimo! Aus den Tresoren des Münzkabinetts

7. Oktober 2016 bis 19. Februar 2017

Studio Ausstellung

Monetissimo! – unter diesem Schlagwort öffnet das Münzkabinett des LWL-Museums für Kunst und Kultur seine Tresore. Es geht ums Geld: altes Geld, neues Geld, echtes Geld, falsches Geld, viel Geld, wenig Geld, schönes Geld, virtuelles Geld, wertloses Geld, Kriegsgeld, Pseudogeld, Spielgeld, ehemaliges Geld, kein Geld… In 27 Themen, die symbolisch den 27 Jahrhunderten seit Erfindung der Münze (lat. moneta) entsprechen, kommen Spitzenstücke und Skurriles ebenso wie Alltäg liches von Münzen, Medaillen & Co. zur Sprache. Erstmals wird so einer der ältesten und umfangreichsten, aber auch einer der unbekanntesten Sammlungsbereiche des Hauses in einer eigenen Studio-Ausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt.

Henry Moore, Mother and Child, 1953, Henry Moore OM CH 1898 –1986. Tate: Presented by the Friends of the Tate Gallery 1960 © The Henry Moore Foundation. All Rights Reserved/ VG Bild-Kunst, Bonn 2016. Photo Credit: © Tate London, 2016

Henry Moore. Impuls für Europa

11. November 2016 bis 19. März 2017

Sonderausstellung

Henry Moore gehört zu den wichtigsten Bildhauern des 20. Jahrhunderts.
Wie kaum ein anderer gilt er heute noch als Inbegriff des „modernen Künstlers“. Die Ausstellung zeigt auf, warum Moore, der bereits zu Lebzeiten als „Picasso der Skulptur" gefeiert wurde, die Bildhauerei in einem solchen Maß dominierte, dass er selbst
eine jüngere Künstlergeneration in den Bann zog. Moore setzte sich radikal mit dem Verhältnis von Mensch und Natur auseinander und wählte die menschliche Figur als zentrales Motiv. Thema der Ausstellung ist die Frage, warum Henry Moore international, aber auch in Deutschland so viele Künstler inspirierte wie Hans Uhlmann und Bernhard Heiliger, Joseph Beuys und Gustav Metzger. Neben Werken von Moore werden Arbeiten von Jean Arp,
Wilhelm Lehmbruck und Alberto Giacometti, aber auch Bilder von Pablo Picasso, Joseph Scharl und anderen gezeigt. Die Ausstellung ist eine Kooperation zwischen Tate und dem LWL-Museum für Kunst und Kultur.