Beschreiben Sie uns, wie Sie den 18. November 2005 verbracht haben.
Teilnehmen kann jeder, der in Westfalen oder Lippe lebt, aus dieser Region stammt oder sich ihr verbunden fühlt: jung oder alt, Mann oder Frau, Stadt- oder Landbewohner. Ob Sie in Deutschland oder an einem anderen Ort in der Welt geboren sind, ob Sie an einer Universität oder in einem Supermarkt arbeiten, ob Sie noch in der Ausbildung, schon pensioniert oder gerade arbeitslos sind – wir interessieren uns für Sie und Ihre Erlebnisse am 18. November.
Wir sammeln Ihre Geschichten aus dem Alltag und machen den 18. November 2005 damit zu einem historischen Tag. Erzählen Sie uns, wie Ihr Alltag aussieht: Wer hat Sie geweckt? Wo und was haben Sie gefrühstückt? Hat es Ihnen geschmeckt? Wie haben Sie auf das Wetter reagiert? Wie war Ihr Arbeitstag? Was hat Sie in Ihren Gedanken beschäftigt? Welche Pläne haben Sie für die Zukunft?
Manche Menschen werden jede Stunde genau protokollieren, was sie getan und gefühlt haben; andere werden nur über die wichtigsten Abschnitte des Tages berichten. Sie entscheiden selbst, was Sie uns mitteilen möchten.
Die Länge ihres Briefes spielt keine Rolle, auch nicht, ob er handgeschrieben oder getippt ist oder ob er vielleicht Rechtschreibfehler enthält.
Alles, was nicht in den Geschichtsbüchern steht, ist oft nach einer Generation vergessen. So wissen wir schon heute nicht mehr genau, wie der Alltag vor 50 Jahren aussah. Noch können wir die Menschen von damals darüber befragen. Bald wird aber auch das nicht mehr möglich sein.
Deshalb fragen wir Sie schon heute, wie Sie Ihren Alltag gestalten. Schreiben Sie über Ihren 18. November 2005 und erzählen Sie den Menschen in der Zukunft von Ihrem Leben. Schreiben Sie Geschichte! Helfen Sie uns, ein Archiv für die Zukunft anzulegen. Kein Detail ist dabei unwichtig.
Den Tag haben wir nach dem Zufallsprinzip bestimmt. Es kam uns nicht darauf an, dass ein bestimmter Tag Stichtag wurde. Wichtig ist nur, dass es ein ganz normaler Alltag sein soll. Für den Wochentag Freitag haben wir uns entschieden, weil an diesem Tag Freizeitaktivitäten einen größeren Raum einnehmen als an den übrigen Werktagen.
Auch im historischen Rückblick ist der 18. November ein sehr „normaler“ Tag. Sieht man davon ab, dass 1307 Wilhelm Tell angeblich seinem Sohn den Apfel vom Kopf schoss und 1789 die Daguerretypie erfunden wurde, steht das Datum auch im historischen Kontext fast perfekt für „Alltag“.
Damit wir Ihre „Geschichten“ einordnen können, benötigen wir einige Informationen über Sie. Bitte teilen Sie uns in Ihrem Brief unbedingt mit:
- Ihr Geschlecht,
- Ihr Geburtsjahr,
- Ihren Geburtsort,
- Ihren Familienstand,
- Ihren Wohnort und
- Ihren Beruf.
Bitte unterzeichnen Sie nach Möglichkeit mit Ihrem eigenen Namen. Die Berichte werden später anonymisiert. Wenn Sie uns Geheimnisse anvertrauen möchten, lassen Sie Ihren Brief einfach für 50 Jahre sperren: Schreiben Sie oben links eine „50“ auf den Umschlag, dann öffnen wir ihn erst in 50 Jahren.
Warum schicken wir Ihnen keinen Fragebogen darüber, was wir wissen wollen? Ganz einfach: Wir möchten Sie nicht einschränken, weil wir Ihnen genau zuhören wollen. Wir wissen nämlich nicht, welche Themen Ihnen gerade am Herz liegen. So können Sie Ihren Gedanken freien Lauf lassen.
Ja! Auch Fotos von „Ihrem“ Tag interessieren uns. Wenn Sie ein Foto von sich beilegen oder am 18. November Ihre Kamera dabei haben und Fotos von Ihrer Umgebung machen, ist das umso besser.
Alles was nicht flach und aus Papier ist, können wir aber nicht archivieren. Ferner sollten Sie auf die Verwendung von Klebestreifen, Heft- oder Büroklammern verzichten; diese können nicht dauerhaft aufbewahrt werden.
Alle Briefe und Fotos werden gesammelt und im Archiv der Volkskundlichen Kommission für die Zukunft aufbewahrt. So wird Ihr Leben niemals in Vergessenheit geraten.
Sie müssen aber keine Angst haben, dass Ihre Bekannten Ihren Brief zu sehen bekommen: Der Datenschutz bleibt selbstverständlich gewahrt, alle Berichte werden nur anonymisiert zugänglich sein. Zwar ist unser Archiv öffentlich zugänglich, es richtet sich aber vor allem an wissenschaftlich Interessierte; jede Einsichtnahme erfordert eine genaue Begründung.
In einem Jahr, am 18. November 2006, werden wir Ihnen in einem Buch erste Ergebnisse aus unserem Schreibaufruf präsentieren. Vielleicht wird auch Ihr Bericht dabei sein?
Ihren Bericht schicken Sie uns bitte bis zum 31. Dezember 2005 zu:
als Brief:
Mein 18. November
Scharnhorststraße 100
48151 Münster
als Fax:
0251/83-28393
als E-Mail:
briefe@mein18november.de
Faltblatt, pdf-file, 3.118 kb
Handzettel, pdf-file, 988 kb
Handzettel, pdf-file, 29 kb
Zum Öffnen benötigen Sie die Software Adobe Acrobat-Reader.