Über das Planetarium

Über uns... Scharf, schärfer – Planetarium Münster

Das schärfste Planetarium Europas steht in Münster. Eigentlich wurde das Planetarium bereits 1981 eröffnet. Als eines der wenigen Großplanetarien Deutschlands besitzt es einen Kuppeldurchmesser von 20 Metern und bietet heute 260 Menschen Platz. Jetzt wurde das Planetarium modernisiert und besitzt die schärfste digitale Bildauflösung der Welt. Besucher können die brandneuen, atemberaubenden Programme und das Beste, was es derzeit in Planetarien gibt, in neuer Fulldome-Technik sehen. Weiter unten im Text erfahren Sie Spannendes zum neuen Projektionsgerät.

Das Planetarium sitzt mitten im LWL-Museum für Naturkunde. Hier können fremde Planeten, Sterne und astronomische Ereignisse vom bequemen, drehbaren Armlehnsessel aus erforscht werden. Es werden Reisen durch das Universum unternommen, Sternbilder erforscht, Spaziergänge auf dem Mars erlebbar gemacht und die unglaublichen Weiten des Weltalls vorgestellt. Kurz: Es gibt unendlich viel zu entdecken!

Der Anfang – zum Naturkundemuseum kommt ein Planetarium dazu

Die Geschichte des Planetariums in Münster begann 1965, als der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) beschloss, einen Neubau für das Naturkundemuseum zu errichten und ein Planetarium ins Museumsgebäude aufzunehmen. Die damalige Idee der Museumsleitung, ein Planetarium in das Naturkundemuseum einzubinden, war in Deutschland neu. Bisher gab es so eine Kombination von Museum und Großplanetarium nur in Einrichtungen Nordamerikas.

Der LWL trat mit der Bitte um Finanzierung des Planetariums in seinem Museumsneubau an die Stadt Münster heran. Das Konzept überzeugte die Politiker der Stadt Münster. Sie finanzierte den Bau des Planetariums vollständig und stellte außerdem eine einmalige Summe für die Betriebskosten bereit, alles zusammen 8,5 Millionen DM. Das Planetarium ging in das Eigentum des LWL über.

Bei einem Kuppeldurchmesser von 20 Metern sollte das Großplanetarium in Münster über 250 Sitzplätze bieten. Planetarien dieser Größenordnung existieren heute in Deutschland lediglich neun Mal. Im Januar 1981 lieferte die Firma Zeiss aus Oberkochen das Herzstück des Planetariums, den Sternenprojektor. Dieses „Modell V“ genannte Gerät ist rund 5 Meter lang und hantelförmig. Es wurde von einem Regiepult aus bedient, auf dem über 100 Schalter und Signaleinrichtungen bedient werden konnten. Die gesamte mechanische und optische Steuerung erfolgte in jeder einzelnen Vorführung manuell. Dieser Sternenprojektor wurde ergänzt durch mehrere Diaprojektoren, mit denen Vorgänge im Weltall anschaulich dargestellt werden konnten.

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Eröffnung und Betrieb des Planetariums – die Besucher sind begeistert

Am 13. November 1981 wurde das Planetarium im Neubau des Museums eröffnet. Obwohl die übrige Ausstellungsfläche noch Baustelle war, nahm die Öffentlichkeit das Planetarium sofort gut an. In den ersten sechs Wochen nach der Eröffnung nahmen rund 18.000 Menschen an den Programmen im Planetarium teil.  Der einmillionste Besucher des Planetariums konnte bereits 1989 begrüßt werden. Auch technisch wurde das Planetarium weiterentwickelt: Weitere Dia- und Videoprojektoren wurden nach und nach installiert, so dass über 50 solcher Geräte um die Besucher herum, am Rand der Planetariumskuppel installiert, im Einsatz waren. Sie boten umfangreiche Darstellungsmöglichkeiten, so konnten um die Besucher herum Panoramen sowie den gesamten künstlichen Himmel abdeckende Ganzkuppel-Bilder projiziert werden.

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Der neue Sternenprojektor – noch moderner und besser

Nach 17 Betriebsjahren erfolgte 1998 ein Wechsel des zentralen Planetariumsprojektors. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten etwa zwei Millionen Menschen das Planetarium besucht.


Der hantelförmige alte Sternenprojektor wurde ausgebaut, er ist heute im Eingangsbereich des Museums zu besichtigen. Stattdessen wurde im Planetarium der neue Sternenprojektor „Universarium Modell VIII“ der Firma Carl Zeiss Jena GmbH installiert. Dieses Gerät besteht aus einer zentralen Kugel zur Projektion der Fixsterne, dem so genannten Starball, und acht daneben stehenden Projektoren für die Planeten des Sonnensystems. Durch Einsatz von Glasfaseroptik sind diese neuen Projektoren wesentlich lichtstärker und liefern eine viel naturgetreuere Nachbildung des Sternenhimmels als es vorher möglich war. Anders als bisher kann der neue Projektor nicht nur manuell, sondern auch durch einen Computer gesteuert werden. Die Computersteuerung ermöglicht vielfältigere Darstellungen am Sternenhimmel, eine bessere Synchronisation zwischen visuellen und akustischen Darbietungen, und eine gleichbleibende Qualität der Planetariumsprogramme.

Im Zuge der Umbauten wurde ausserdem eine Laser-Anlage zur Unterstützung der visuellen Erklärungen eingebaut.


Nach neunwöchiger Umbau- und Schließungszeit konnte das Planetarium am 25.08.1998 mit folgender Technik wieder eröffnet werden:
 

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Sternenprojektor Zeiss „Universarium Modell VIII“: Darstellung von Sonne, Mond, Planeten, Fixsternen und Sternbildern, mit ihren astronomisch exakten Bewegungen im Laufe der Monate und Jahre

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Laserprojektion zur Einblendung von Grafiken am Planetariumshimmel und zur Aufführung von Lasershows

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2 Videoprojektoren zur Einblendung von Filmen und Computeranimationen

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24 gekoppelte Diaprojektoren zur Darstellung von Panorama-Ansichten irdischer und außerirdischer Landschaften

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12 gekoppelte „Allsky“-Diaprojektoren zur Einblendung übergroßer Bilder über die gesamte Planetariumskuppel hinweg

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13 Diaprojektoren zur Einblendung von Einzelbildern an unterschiedlichen Stellen des Planetariumshimmels

Die heutige Technik im Planetarium - modern und einmalig

2010 wurde das Planetarium im LWL-Museum für Naturkunde modernisiert und auf den aktuellsten Stand der Technik gebracht.

In der Zeit vom 12. April bis zum 20. Mai 2010 wurde das alte Projektionssystem, bestehend aus über 50 Diaapparaten, gegen ein neues, modernes Fulldome-Projektionssystem der Firma Sky-Skan Europe GmbH ausgetauscht. Sechs Fulldome-Videoprojektoren, ermöglichen jetzt Ganzkuppel-Videoprojektionen mit bewegten Bilder (vergleiche Kinoprojektoren ). Gegenwärtig werden die Shows mit einer Bildauflösung von 35 Megapixeln gezeigt. Diese Auflösung ermöglicht dem Planetarium Münster die zur Zeit schärfste Bilddarstellung der Welt. Die Beleuchtung des Saales wurde von über 1.200 Glühbirnen auf 60 Meter dreifarbige LEDs (5.700 Lampen) ersetzt. Auch die dreh- und neigbaren Besucherstühle wurden erneuert und bieten jetzt eine bequemere Polsterung und eine Kopfstütze.

Im klimatisierten Sternensaal werden jetzt die unglaublichen Wunder des Weltalls noch plastischer und anschaulicher als je zuvor präsentiert. Die sechs neuen Projektoren werfen ein riesiges, den Besucher umgebendes Bild an den Planetariumshimmel - mit einer in europäischen Planetarien bisher ungekannt scharfen Bildauflösung von 35 Megapixeln (Fulldome-Technik). Von den neuen, bequemen Sesseln aus wird die Erde umkreist, der Mars erobert oder die Saturnringe durchflogen. Kinder und Erwachsene sind mittendrin, statt nur dabei.

Das Planetarium wurde am 21. Mai 2010 wieder eröffnet.

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Vielfältige Angebote für Jung und Alt

Heute umfassen die Angebote des Planetariums allgemeine Programme, die sich an alle Besucher richten, Kinderprogramme für Familien mit kleinen Kindern, und Auswahlprogramme, die insbesondere von den Schulklassen wahrgenommen werden. Englisch oder französisch sprechende Besucher haben die Möglichkeit, das „Fremdsprachige Planetariumsprogramm“ zu buchen.

Darüber hinaus bietet das Planetarium die Lesungsreihe „Lesungen unter dem Sternenhimmel“ sowohl für Erwachsene als auch für Familien und Kinder sowie Sondervorträge zu interessanten und aktuellen astronomischen Themen.

Mit regelmäßig wechselnden Vorführungen und einem breiten Programmangebot finden Hobbyastronomen und Sterneninteressierte ein Angebot für jeden Geschmack und jede Altersgruppe. 9000 Sterne funkeln an der Kuppel des Großplanetariums – egal, wie draußen das Wetter ist.

Nach wie vor ist das LWL-Museum für Naturkunde das einzige naturkundliche Museum in Deutschland, das gleichzeitig auch über ein Großplanetarium verfügt.

Dieses einmalige Angebot wird von vielen Besuchern wahrgenommen. Das Planetarium Münster zählte heute zu den besucherstärksten Planetarien in Deutschland. Der Einzugsbereich der Besucher umfasst ganz Westfalen-Lippe und geht zum Teil darüber hinaus. Mit seinen informativen und gleichzeitig spannenden Planetariumsprogrammen kommt das Museum seiner Bildungsaufgabe im Bereich der Astronomie nach und ist in der Lage, auch durch Kooperation mit anderen Planetarien, immer wieder neue Planetariumsangebote mit unterschiedlichen fachlichen Inhalten zu präsentieren.

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