Weltreise - Der Sternenhimmel rund um die Erde

Für Erwachsene und Kinder ab 8 Jahre

Woher unsere Sternbilder kommen erfahren die Besucher in der Planetariumsshow und gehen auf eine astronomische Weltreise. Sie erleben den Sternenhimmel rund um die Erde im Planetarium des LWL-Museums für Naturkunde.

Ein Erlebnis für die ganze Familie

Die Show ist für Erwachsene und Kinder ab acht Jahre geeignet. Die kleinen und großen Zuschauer erleben fremde Himmelsanblicke und die Sternbilder verschiedener Kulturen! Sie entdecken den Südhimmel und sehen Polarlichter. Ein Höhepunkt der Reise sind die größten Sternwarten der Erde und deren Blick in die Tiefendes Alls.

Eigenproduktion Planetariumsprogramm

Das Programm nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise um die Welt. Jeder besuchte Ort wird einleitend bildlich und musikalisch dargestellt - durch ein passendes Panorama und eine passende Musik. An jedem Ort wird dann auf Besonderheiten und Gemeinsamkeiten des Sternenhimmels eingegangen. Dabei werden vor allem das Sternbild „Orion“, aber auch die Bilder „Großer Wagen“ und „Skorpion“ begleitet und die sich von Ort zu Ort jeweils ändernde Sicht der einheimischen Völker dargestellt, denn unterschiedliche Kulturen haben sich bei denselben Sternen Unterschiedliches vorgestellt. 

So wird in Skandinavien beispielsweise auf die Polarlichter eingegangen. „Der Zuschauer bekommt absolut naturgetreue Polarlichter zu sehen“, sagt der Planetariumsleiter und erläutert: „Bisher konnten Polarlichter in Planetarien nur technisch simuliert werden oder es wurden Zeitraffer-Filme gezeigt. Eine andere Möglichkeit war, nur einen beschränken Himmelsausschnitt eines Polarlichts zu zeigen. Nun wurde erstmals ein Film aufgenommen, der Polarlichter in Echtzeit und im „Fulldome“-Format des Planetariums zeigt. Diese Filme wurden vom koreanischen Astro-Filmer Kwon o'Chul im Norden von Kanada aufgenommen. Und weiter geht die Reise rund um den Globus: In Griechenland werden Sternbild-Sagen zu Großem Bär und Orion erklärt. Auf Hawaii wird eine moderne Sternwarte vorgestellt und auf einer Insel am Äquator wird der „senkrechte“ Lauf der Sterne und die „liegende“ Mondsichel beobachtet. In Australien kann man dagegen die angeblich „falsch herum“ laufende Sonne erleben oder Sternbilder, die nicht aus Sternen sondern aus dunklen Bereichen in der Milchstraße bestehen. In Chile stehen die derzeit modernsten Sternwarten der Europäischen Südsternwarte (ESO). Hier werden die Besonderheiten des südlichen Sternenhimmels, etwa Gaswolken und Sternenhaufen, aus Sicht der Teleskope gezeigt. Abgerundet wird das Programm durch eine Reise zu den Sternen und einen abschließenden Blick an den aktuellen Sternenhimmel über Münster.

 

Hintergrund

So eine astronomische Weltreise nimmt viel Zeit in Anspruch. Voss: „Etwa vier Monate haben wir für die Programmierung und Bearbeitung der Effekte gebraucht. Vorangegangen sind dem aber bereits mehrere Monate Recherche und Textarbeit. Im Ganzen haben wir über ein Jahr benötigt, um die Show für unsere Zuschauer vorzubereiten.“ Für die Show wurde eigens eine neue Milchstraßenprojektion von der Firma Zeiss angeschafft, welche über das runde Zeiss-Projektionsgerät „Universarium“ in der Mitte des Planetariums projiziert wird. Erstmals erscheint nicht nur die Darstellung der Sterne, sondern auch die der Milchstraße absolut naturgetreu. Zuvor war die Milchstraße nur unscharf und - insbesondere für Darstellungen eines dunklen, sternenreichen Nachthimmels - nur eingeschränkt realistisch. Dies wurde nun geändert. Erstmals kann auch die hell leuchtende südliche Milchstraße eindrucksvoll und naturgetreu gezeigt werden.

Neue alte Sternbild –Zeichnungen

Ein „i-Tüpfelchen“ der Show sind die eigens angefertigten Sternbild-Zeichnungen. Sowohl die bekannten Sternbilder als auch die Sternbilder fremder Kulturen wurden in neuem Zeichenstil vom Grafiker des LWL-Planetariums, Robert Perdok, neu gezeichnet. Darunter ist auch die wahrscheinlich weltweit erste vollständige Darstellung der Sternbilder des „Tierkreises“ (Schütze, Wassermann, usw.) so, wie die Babylonier sie sahen. Die Babylonier im Mesopotamien des 2. und 3. Jahrtausend v.Chr. haben die Bilder des Tierkreises erfunden und ihre besondere Rolle am Sternenhimmel erkannt. Auch heute noch kennen wir sie als besondere Sternbilder, und jedes Planetarium zeigt diese Bilder - aber immer nur in einer „modernen“ Darstellung, die die Griechen erfanden. Die Babylonier dagegen, die eigentlichen Erfinder, haben die Bilder anders gezeichnet. Diese ursprünglichen Bilder werden den Zuschauern erstmals präsentiert. Die Zeichnungen wurden in Zusammenarbeit mit der Astronomie-Historikerin, Dr. Susanne Hoffmann aus Berlin, erstellt. Aufwändige Recherchen waren nötig, um genau zu ermitteln wie die Bilder gezeichnet werden müssen. Bisher hatte man bei einigen Sternbildern nur eine vage Vorstellung, was die Babylonier am Himmel gesehen haben könnten. Es fehlte jedoch das genaue Bild. Dies wurde nun erstmals für alle Bilder des Tierkreises aus babylonischer Sicht zeichnerisch dargestellt. Voss erläutert: „Der Zuschauer wird all dies eventuell gar nicht bemerken. Aber für uns ‚hinter den Kulissen‘ ist es eine große Besonderheit. Die eigens erstellten Sternbildzeichnungen, insbesondere der babylonische Tierkreis, sind ein echtes Novum. Wir werden sie anderen Planetarien zur Verfügung stellen.“

Die Show wird zu wechselnden Zeiten mindestens bis Anfang 2017 im Programm des LWL-Planetariums zu sehen sein.

Die genauen Veranstaltungstermine stehen hier...

 

Allgemeine Hinweise

Eintritt: Hier geht es zur Eintrittspreis-Tabelle.

LWL-Museum für Naturkunde, Sentruper Straße 285, 48161 Münster. Weitere Infos unter Telefon: 0251 591 6050 (Servicezeiten: Mo-Fr 8.30-12.30 Uhr, Mo-Do 14-15.30 Uhr).