Über das Museum

Das Naturkundemuseum wurde 1892 gegründet. Auf einer Fläche von rund 4.200 Quadratmetern werden verschiedene Sonder- und Dauerausstellungen gezeigt. Außerdem befindet sich mitten im Museum ein Großplanetarium. Der 3.500 Quadratmeter große Museumshof bietet zahlreiche Attraktionen. Über einfache, barrierefreie Zugänge kann das Museum erforscht werden. Verweilen in den Ausstellungen, um die unaufdringlich eingefügten Kunstobjekte genauer zu betrachten, ist erwünscht.

Einzigartige Objekte befinden sich im Münsteraner Naturkundemuseum. Der weltweit größte Ammonit mit 1,80 Meter im Durchmesser steht frei zugänglich im Museumsfoyer. Er wurde von der Paläontologischen Gesellschaft zum Fossil des Jahres 2008 ernannt. Als einziges Museum in Deutschland ist hier das "Porträt der Milchstraße" von Jon Lomberg als hinterleuchtetes, 12 Quadratmeter großes Bild zu sehen.

Für Erwachsenengruppen bietet das Museum – nach Anmeldung – Führungen durch die Ausstellungen an. Schulklassen und Vorschulkinder werden von den Museumspädagogen altersgerecht in den abwechslungsreichen museumspädagogischen Programmen betreut. Jeden Sonntag gibt es eine öffentliche Führung für Einzelbesucher durch eine der Ausstellungen.

Vom Provinzialmuseum zum LWL-Museum für Naturkunde

Ende des 19. Jahrhunderts regte Professor Dr. Hermann Landois, Gründer des Zoologischen Gartens in Münster, die Gründung eines separaten Naturkundemuseums auf dem Gelände des Zoos an. Am 26. Juni 1891 wurde das "Provinzialmuseum für Naturkunde" an der Himmelreichallee eröffnet und am 10. Februar 1892 der Öffentlichkeit übergeben. Landois wurde erster ehrenamtlicher Leiter des Museums.

Im Oktober und November 1944 wurde das Gebäude durch Fliegerangriffe stark beschädigt. Vorsorglich waren jedoch die Bestände ausgelagert worden, so dass sich die Kriegsschäden auf das Gebäude beschränkten.

Der Hauptbestand der Sammlungen kam in den Museumsanfängen aus den Beständen der zoologischen und botanischen Sektion des Westfälischen Provinzialvereins. Darüber hinaus profitierte das Museum von den im Zoo verstorbenen Tieren, die für die Sammlung präpariert wurden.

Als der alte Zoo aus Platzgründen an den westlichen Stadtrand zog, entschloss auch das Museum mit umzuziehen. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Träger des Naturkundemuseums, ermöglichte den Museumsneubau. In das neue Gebäude wurde ein Großplanetarium integriert, in dem mehr als 260 Personen Platz finden. Die Kombination von Naturkundemuseum und Großplanetarium ist bis heute in Deutschland einmalig.

Der Museumsname hat im Laufe der Jahre mehrere Wandel vollzogen. So wurde aus dem „Provinzialmuseum für Naturkunde“ das "Westfälische Museum für Naturkunde – Landesmuseum und Planetarium". Seit 2007 lautet er "LWL-Museum für Naturkunde – Westfälisches Landesmuseum mit Planetarium". Leiter des Museums ist Dr. Alfred Hendricks.
 

Noch heute steht ein Abguss des größten Ammoniten der Welt vor dem alten Gebäude an der Himmelreichallee. Seit 1982 wird das Gebäude von der Westfälischen Schule für Musik genutzt. Das Original des Riesenammoniten steht im Foyer des heutigen Naturkundemuseums an der Sentruper Str. 285 und ist dienstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr zu besichtigen.

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