Schülerkurse

Für Schüler der Oberstufe in den Klassen 11-13 werden mehrtägige biologisch-ökologische Kurse angeboten. Für jüngere Schüler (Jahrgangsstufe 8-10) aller Schulformen können eintägige Kurse und Exkursionen in das Naturschutzgebiet vereinbart werden.

Kurs Ökosystem See

Das Thema Ökosystem See wird unter Anleitung behandelt. Gruppenarbeit und eigenständiges Arbeiten ist bei den Probenahmen, der Durchführung von Messungen und der Auswertung möglich. Die ökologischen Zusammenhänge können mit schülergeeigneten, wissenschaftlichen Methoden untersucht werden. Die Arbeit im Freiland umfasst einen hohen Anteil der Kurszeit. Im Kurs werden auch die theoretischen Grundlagen zum Ökosystem See vermittelt, z.B. die Vegetationszonierung oder die thermische Schichtung in einem See. Die benötigte Ausrüstung wird gestellt.

Kursablauf

1. Tag: Einführung und Rundgang im Naturschutzgebiet Heiliges Meer. Auf dem Rundgang durch das Gebiet wird die Lebensraumvielfalt vorgestellt: oligo-, meso- und eutrophe Erdfallseen und -weiher mit gut ausgeprägter Wasservegetation, Wälder wie Erlen- und Birkenbruch, extensives Grünland und Heide. An verschiedenen Stellen werden von den Schülern Wasserproben entnommen und untersucht. Ermittelt werden pH-Wert, elektrische Leitfähigkeit, Wassertemperatur, Nitrat sowie weitere Parameter. Probennahmeorte sind Seen und Weiher, Grundwasserbrunnen auf einer Heidefläche und in der Nähe eines Maisackers, Regenwassersammler und ein Fließgewässer. Abschließend erfolgt die Auswertung und Interpretation der erhobenen Daten im Kursraum. Die Vielfalt der Probestellen ergibt in der Analyse einen Überblick über die Qualität des Wassers im Naturschutzgebiet. Die Einflüsse der verschiedenen Lebensräume werden berücksichtigt und Maßnahmen zum Schutz des Gebietes aufgezeigt. Auf die Heide, als Element unserer Kulturlandschaft, wird während des Rundganges besonders eingegangen. Pflegemaßnahmen, z.B. durch den Einsatz von Schafen, und Schutzmaßnahmen werden vorgestellt.

2. Tag: Vermittlung von theoretischen Grundlagen zum Ökosystem See. Dann Fahrt mit den Booten auf dem Großen Heiligen Meer, dabei Vorstellung der Vegetation und der Vegetationszonierung sowie Durchführung von Messungen an mehreren Stellen auf dem See. Auswertung und Interpretation der erhobenen Daten und Beobachtungen. Nachmittags Einholen einer Planktonprobe und Mikroskopieren von Plankton im Kursraum.

3. Tag: Vermittlung von theoretischen Grundlagen zum Ökosystem See. Fahrt mit den Booten auf dem Großen Heiligen Meer. Zur Erstellung eines Vertikalprofiles werden Messungen vom Boot aus durchgeführt und Daten erhoben, z.B. Wassertemperatur, elektrische Leitfähigkeit, pH-Wert, Sauerstoffgehalt, Kohlendioxidgehalt, Phosphat, Ammonium und Eisen. Abschließend erfolgte eine Analyse der Daten im Kursraum. Ende des Kurses i.d.R. gegen Mittag. Der Inhalt des Kurses kann flexibel abgesprochen werden.

⇑ Zum Seitenanfang

Kurs Ökosystem Fließgewässer

Das Untersuchungsgewässer Giegel-Aa ist ein Flachlandbach des nordwestdeutschen Tieflandes. Es liegt etwa 5 Kilometer von der Außenstelle entfernt bei Hopsten. Bestandteile des Kurses sind biologische, gewässerchemische und gewässermorphologische Untersuchungen. Der Kurs findet unter Anleitung im Freiland und im Kursraum statt. Der Schwerpunkt des Kurses liegt im praktischen Bereich. Theoretische Grundlagen zum Ökosystem Fließgewässer werden entsprechend des Kenntnisstandes der Schüler vermittelt. Der Kursinhalt kann nach Wunsch abgesprochen werden. Die Dauer des Kurses kann 1 oder 2 Tage betragen.

⇑ Zum Seitenanfang

Kursablauf Ökosystem Fließgewässer (2 Tage)

1. Tag: Einführung und Rundgang im Naturschutzgebiet Heiliges Meer, dabei Entnahme und Untersuchung von Wasserproben durch die Schüler. Ermittelt werden pH-Wert, elektrische Leitfähigkeit, Wassertemperatur, Nitrat sowie weitere Parameter. Beprobt werden Seen und Weiher, Grundwasserbrunnen auf einer Heidefläche und nahe eines Maisackers, Regenwassersammler und ein Fließgewässer (Meerbecke). Die verschiedenen Lebensräume im Naturschutzgebiet werden vorgestellt. Auf die Heide, als Element unserer Kulturlandschaft, wird während des Rundganges besonders eingegangen. Pflegemaßnahmen, z.B. durch den Einsatz von Schafen, und Schutzmaßnahmen werden vorgestellt. Die Vielfalt der Probestellen ergibt in der Analyse einen Überblick über die Qualität des Wassers im Naturschutzgebiet. Die Einflüsse der Lebensräume werden berücksichtigt und Maßnahmen zum Schutz des Gebietes aufgezeigt. Abschließend erfolgt eine Auswertung und Interpretation der erhobenen Daten im Kursraum.

2. Tag: Vormittags Fahrt zur Giegel-Aa. Vor Ort führen die Schüler eine Gewässerstrukturanalyse durch und erheben ausgewählte gewässerchemische und -physikalische Parameter. An verschiedenen Substraten wird Makrozoobenthos gesammelt, z.B. von Steinen, vom Gewässergrund (Sand, Schlamm), von Wasserpflanzen und aus dem Uferbereich. Die Wasserorganismen werden im Kursraum unter Einsatz von Binokularen von den Schülern mit einfachen Bestimmungsschlüsseln bestimmt. Anschließend wird der Saprobienindex zur Bestimmung der Gewässergüte gemeinsam ermittelt. Ein Schülerbus fährt die Kursteilnehmer zum Untersuchungsgewässer und zurück zur Station.

⇑ Zum Seitenanfang