Monitoring, Klima und Wasserchemismus

Monitoring

Zur Erhaltung der biologischen Vielfalt werden verschiedene Umweltparameter im Naturschutzgebiet Heiliges Meer untersucht und ihre Veränderungen über viele Jahre hinweg verfolgt und dokumentiert. So können Faktoren, die sich negativ auf die biologische Vielfalt auswirken, rechtzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen ergriffen werden. In diesem Zusammenhang werden regelmäßig Klimamessungen und Analysen von Wasserproben durchgeführt.

Die Daten münden in ein Naturschutzmanagement ein; so kann z.B. der Erfolg von Extensivierungsmaßnahmen verfolgt werden. Hierzu gehören neben der Analyse einzelner Umweltfaktoren auch die Dokumentation von Veränderungen in der Tier- und Pflanzenwelt.
So konnte beobachtet werden, wie nach einer Extensivierung eines ehemaligen Ackers im Nordwesten des Naturschutzgebietes eine Abnahme der Mineralstoffkonzentration im Grundwasser und die Ausbreitung von Heidepflanzen erfolgten.
Die Erforschung der Biodiversität und das Monitoring von Umweltparametern gehen somit Hand in Hand.

Klima

Die Außenstelle Heiliges Meer unterhält eine Wetterstation, die kontinuierlich Luftdruck-, Luftfeuchtigkeits- und Temperaturwerte aufzeichnet. Die Aufzeichnungen gehen in die 1970iger Jahre zurück. Aus der gleichen Zeit stammen die ersten regelmäßigen Aufzeichnungen der Regenmenge, die mit einem Regenmesser nach Hellmann durchgeführt werden. Die Jahresniederschlagssummen lassen sich bis 1971 zurückverfolgen.
Das Niederschlagsdiagramm zeigt sehr anschaulich die zeitliche Abfolge von von nassen (dunkelblau) und trockenen (rot) Jahren.

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Wasserchemismus

Neben der Erfassung chemischer Parameter aus den Seen und Weihern und der Meerbecke, einem kleinen Bach, der am Ostrand des Naturschutzgebietes vorbeifließt, werden Regenwasser, Sickerwasser- und Grundwasserproben regelmäßig untersucht. Im Naturschutzgebiet sind hierzu über 60 Beprobungsstellen installiert.
Hierzu befinden sich auf Wald- und Freiflächen festinstallierte Regensammler, die für die Wasseranalyse optimiert wurden.

Auf Wald-, Heide-, Grünland- und Ackerflächen befinden sich Lysimeteranlagen, die eine Untersuchung des Sickerwassers erlauben. So können Veränderungen des Milieus innerhalb des Wurzelhorizontes von Pflanzen untersucht werden.

Für die Untersuchung von Grundwasserproben steht ein umfangreiches Grundwassermessstellennetz zur Verfügung, das neben 23 Brunnen mit Einzelverfilterung auch 2 Multilevelbrunnen beinhaltet. Diese erlauben die Beprobung verschiedener Grundwasserhorizonte in einem Bereich von 2-30m Tiefe.

Daneben werden mit mobilen Grundwasserentnahmegeräten das Grundwasser aus den Uferbereichen der Sehen und Weiher an ausgewählten Stellen untersucht.

Regen-, Sickerwasser- und Grundwasseruntersuchungen werden auch innerhalb von Schüler- und Studentenkursen durchgeführt.
 

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