Biodiversität, Forschung

Im Naturschutzgebiet Heiliges Meer hat die Forschung eine lange Tradition. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen wurden und werden hier durchgeführt. Das breite Spektrum der wissenschaftlichen Arbeiten dokumentiert die vorhandene Biodiversität im Naturschutzgebiet, etwa die Lebensraumausstattung und die Artenzahlen verschiedener Organismengruppen.

Biodiversität

Die konkrete Ausprägung der Lebensräume des Naturschutzgebietes ist bedingt durch die Boden- und Feuchteverhältnisse und durch die aktuelle Nutzung. Hieraus ergeben sich zahlreiche ökologische Gradienten, von nass bis trocken, von nährstoffarm bis nährstoffreich, von humusreich bis humusarm, von jung bis alt usw. Die Folge der unterschiedlichen Kombination dieser Faktoren ergibt eine sehr große Vielfalt der Lebensbedingungen. Das Naturschutzgebiet hebt sich dadurch inselhaft aus der landwirtschaftlich geprägten Umgebung deutlich hervor.

Diese Vielfalt an Lebensbedingungen ist auch Grundlage für einen hohen Artenreichtum an Tieren, Pflanzen und Pilzen. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurden die ersten wissenschaftlichen Arbeiten über die Tier- und Pflanzenwelt des Heiligen Meeres veröffentlicht. Seitdem wurden die unterschiedlichsten Organismen im Gebiet erforscht und es liegt für viele eine gründliche Erfassung vor.

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Organismengruppe

Unter diesen Arten befinden sich in allen Gruppen zahlreiche Arten, die in den Roten Listen der gefährdeten Tier- und Pflanzenarten aufgeführt werden. Von mehreren Arten existieren im NSG Heiliges Meer die einzigen bekannten Vorkommen innerhalb von ganz Nordrhein-Westfalen. Andere in NRW gefährdete Arten haben im Naturschutzgebiet noch sehr große Bestände. Alle diese Arten gilt es auch weiterhin im Naturschutzgebiet zu schützen.

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Wissenschaftliche Untersuchungen

Erste wissenschaftliche Publikationen stammen aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. Eine umfangreiche limnologische Untersuchung publizierte F. Kriegsmann im Jahre 1938. Seitdem wurde eine große Zahl von Examens- und Diplomarbeiten sowie Dissertationen zu unterschiedlichsten Aspekten des NSG angefertigt, oder es wurden Informationen aus dem NSG verwendet. Der größte Teil der Arbeiten betrifft biologische, insbesondere gewässerökologische und geobotanische Fragen, aber auch aus den Fachgebieten Geologie, Geographie und Chemie liegen Arbeiten vor. Eine Reihe von Arbeiten beschäftigt sich mit der Erfassung einzelner Tier- und Pflanzengruppen, auch viele weitere Arbeiten enthalten Angaben zum Vorkommen von Tieren und Pflanzen. Hierdurch liegen mittlerweile umfangreiche Daten zur Biodiversität des NSG vor.