Seit Beginn der Grabungssaison 2002 gräbt das LWL-Museum für Naturkunde an der Fundstelle. Mittlerweile ist ein umfangreiches Fundinventar zusammengetragen worden. Neben zahlreichen Nachweisen von Schildkröten, Krokodilen und Flugsauriern, traten Dinosaurier überwiegend in Form von pflanzenfressenden Iguanodontiden und von kleinwüchsigen Raubsauriern auf; daneben vereinzelt Reste von Sauropoden und großen Raubsauriern. Fische, darunter hybodonte Haie, von denen sich zahlreiche Kopf- und Rückenstacheln nachweisen ließen, lassen sich hier ebenfalls finden. Die Zusammensetzung der Tierreste deutet auf die frühe Kreidezeit, vor ca. 130 Mio. Jahren hin.
Nachweise von Säugetieren
Eine Besonderheit dieser Fundstelle sind die Nachweise von Säugetieren. Der erste Fund, ein rechter Oberkiefer, ohne Bezahnung zeigt deutliche Unterschiede in der Ausbildung der Zahnfächer (Alveolen). Die Alveolen der Vorderbackenzähne (Prämolare) sind rund und recht klein, die der nachfolgenden Bachenzähne hingegen groß und deuten auf wurzellose, kräftige und hochkronige Zähne hin, die rechteckig im Querschnitt ausgebildet waren. In diesen Zahnalveolen befanden sich also sehr kräftige Zähne, die ständig nachwuchsen, ähnlich wie bei einem heutigen Nager.
Unterkieferhälfte mit vier Backenzähnen
Ein weiterer Nachweis eines Säugers besteht aus einer Unterkieferhälfte, in der sich noch vier Backenzähne befinden, die restlichen sind ausgefallen. Diese Zähne zeigen eine Schmelzstruktur an den Kauflächen, die aufgrund ihrer Doppelschlingen Ähnlichkeiten mit den Backenzähnen des rezenten Springhasen von Südafrika (Pedetes cappensis) aufweisen. Offensichtlich lebten hier im Verbreitungsgebiet des Massenkalkes vor ca. 130 Mio. Jahren Säugetiere, die eine Anpassung an einen über lange Monate trockenen Lebensraum erreicht hatten, der nur während periodischer Regenzeiten überflutet wurde.