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Die geplante Tagung „Zeit-Szenen. Zeit-Krisen“ setzt neue Akzente, indem sie die sog. „Biedermeier“-Literatur als Anschauungs- und Reflexionsraum für die fundamentale, von Industrie- und Technikgeschichte sehr einseitig als Beschleunigungskrise aufgewiesene Problematik von Zeit und Zeitlichkeit entdecken will.
Im Zentrum der Forschungsbeiträge soll das literarische Werk der Annette von Droste-Hülshoff stehen, es ist aber angestrebt, ihre Texte im Horizont einer buchstäblich verstandenen „Zeit“-Genossenschaft zu lesen, deren Problemstellung Immermann und Heine, Freiligrath und Hebbel, Stifter, Grillparzer, Gotthelf und andere gleichermaßen betrifft. Die dem Tagungsthema zugrunde liegende These lautet, dass diese Autoren ihren Texten zwar nicht den Rhythmus und das Design einer Welt im Beschleunigungsrausch verordneten, dass sie von ihnen aber sehr wohl die Reflexion auf Zeit als ein jeder Selbstverständlichkeit und Alltagsgewissheit entblößtes Phänomen abverlangten, ein Phänomen, das, selber als Objekt des Erkennens partout nicht greifbar, doch in allen diesen Objekten präsent ist und sogar den Prozess des Erkennens prägt.
Mit Beiträgen von:
Doerte Bischoff, Matthias Erdbeer, Walter Erhart, Markus Fauser, Jürgen Gunia, Anke Kramer, Claudia Liebrand, Rüdiger Nutt-Kofoth, Peter Schnyder, Marcus Twellmann, Barbara Thums, Ulrike Vedder
Cornelia Blasberg; Jochen Grywatsch
E-Mail: jochen.grywatsch@lwl.org
Ein ausführliches Exposé können Sie sich hier als PDF-Datei herunterladen.
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