Bd. 1: Der Schmallenberger Dichterstreit 1956.

Der Schmallenberger Dichterstreit 1956. Die Originalredebeiträge und Diskussionen.
Bearbeitet von Georg Bühren und Walter Gödden.
Herausgegeben im Auftrag der Landesbildstelle Westfalen von Wolfgang Linke und der Literaturkommission für Westfalen von Georg Bühren und Walter Gödden.
Redaktion: Claudia Landwehr
Münster: Landesbildstelle für Westfalen 2000.

Da wollte der Landschaftsverband Westfalen-Lippe etwas für die westfälischen Schriftsteller tun, da hatte sich auch, nach zweijähriger Vorbereitung, eine Stadt gefunden, die ihre Kooperation anbot und Finanzmittel bereitstellte - doch dann entwickelte sich hieraus ein Dichterstreit, der einzige, den die westfälische Literatur der Nachkriegszeit überhaupt erlebt hat. Der in Schmallenberg entfachte Streit war weit mehr als ein singuläres, temporär eng eingrenzbares Ereignis. Es kam ein Prozess in Gang, der zu einer grundlegenden Weichenstellung in der westfälischen Literaturgeschichte führte. Neue Themen wurden virulent, neue Schriftstellernamen kamen ins Spiel. Wie kaum ein anderes literarisches Ereignis in Westfalen führte der Schmallenberger Dichterstreit zu einer Polarisierung, rief Emotionen wach, erhitzte die Gemüter. Er wurde zu einem Katalysator, der unterschwelligen Konflikten zum Ausbruch verhalf. Von daher ist es nicht übertrieben, von einem "legendären" Ereignis zu sprechen.

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