Tipp der Woche
26.2. Ausstellungseröffnung „Goldene Pracht“
Die Ausstellung „Goldene Pracht“ präsentiert in Münster 300 herausragende Werke der Goldschmiedekunst des 10. bis 16. Jahrhunderts. mehr ...
Kulturentwicklungsplanung für Westfalen-Lippe
Der Bericht Kunst.NRW 2008 und die kulturpolitischen Debatten landauf landab haben uns allen deutlich gemacht: Wir brauchen einen Diskurs über die kulturelle Entwicklung in unserer Region und starke gemeinsame Zukunftsorientierungen, um Kunst und Kultur nach innen zu stärken und ihre Ausstrahlung zu intensivieren.
Westfälische Kulturkonferenz 2011
Auf der Westfälischen Kulturkonferenz am 18. März 2011 wurde eine Erklärung zu einer Kulturentwicklungsplanung für unsere Region thematisiert und die Einrichtung einer Arbeitsgruppe zur Erarbeitung einer Grundlage für einen solchen Prozess gefordert. Dieses Vorhaben wird unter Federführung des Projekts „Kultur in Westfalen“ vorangetrieben.
Was bedeutet der Begriff Kulturentwicklungsplanung?
Kulturentwicklungsplanung für Westfalen-Lippe verstehen wir als Oberbegriff für Kulturplanungsverfahren. Die in Städten und Kreisen genutzte Planungstechnik mit Bestandserhebung und Analyse, Leitbild und Zielentwicklung, Beschreibung der Maßnahmen und Projekte und einer Finanz- und Handlungsplanung ist für eine Region wie Westfalen-Lippe nicht anwendbar.
Vielmehr geht es darum, in einem gemeinsamen Prozess eine starke, motivierende Vision und Leitlinien für die Zukunft der Kultur in Westfalen-Lippe zu erarbeiten. Eine starke, kreative und selbstbewusste Kulturlandschaft Westfalen strahlt überregional, weckt Aufmerksamkeit und lädt ein zu Teilnahme und Besuch. Auch das Europa der Regionen verlangt ein starkes Westfalen, welches sich besonders über die gemeinsame Kultur definiert. Und nicht zuletzt bietet ein starker Auftritt der Kultur Synergien zur westfälischen Wirtschaft – für einen gemeinsamen Auftritt in und für Westfalen.
Wer führt den Prozess der Kulturentwicklungsplanung durch?
In einem beschränkten Ausschreibungsverfahren wurde Kulturberater Reinhart Richter, Richter Beratung Osnabrück, ausgewählt und beauftragt die erste Stufe für einen Planungsprozess zu beraten und zu moderieren. Er hat die Aufgabe Chancen und Risiken einer Kulturentwicklungsplanung für Westfalen-Lippe darzustellen, alternative Planungsverfahren zu erläutern und einen Vorschlag für den Planungsprozess zu erarbeiten. Reinhart Richter hat jahrzehntelange Erfahrungen in vielen Kulturplanungsprozessen und er hat viele Kulturprojekte in Westfalen-Lippe beraten und moderiert.
Ein wichtige Information für die erste Arbeitsphase ist es, möglichst bald Informationen über Planungen und Planungsabsichten für die Kultur (Kulturentwicklungsplan, Kulturkonzept, Kulturrahmenplan, Leitbild Kultur, Teilplanungen von Kultureinrichtungen) kennenzulernen. Wir sind dankbar, wenn Sie uns darüber bis zum 15. November 2011 informieren möchten.
Fragebogen
Für Ihre Antwort haben wir einen Antwortbogen entwickelt. Sie können ihn direkt im pdf-Dokument bearbeiten und per E-Mail an uns zurückschicken.
Erklärung der Westfälischen Kulturkonferenz am 18. März 2011
Westfalen – Kulturland mit Zukunft
Westfalen-Lippe ist geprägt von einer reichen Kulturlandschaft. Ein dichtes Netz aus haupt- und nebenamtlich tätigen Menschen, Institutionen und Förderern sorgt mit öffentlichen und privaten Mitteln dafür, dass Kultur vor Ort ihre Kraft entfalten kann und damit zur Selbstbestimmung jedes Einzelnen wie auch zur Identität der jeweiligen Gemeinschaft insgesamt beiträgt.
Die Kultur-Akteure in Westfalen-Lippe sehen es als unverzichtbar an, die Vielfalt und die hohe Qualität der Kultur in den Städten wie in den ländlich geprägten Regionen zu sichern und zu stärken.
Angesichts der rasanten Veränderungen in allen Lebensbereichen und ihren Folgen – der Globalisierung, des demographischen und sozialen Wandels und der sich verändernden Kulturtechniken der heranwachsenden Generationen – und beschleunigt durch die Wirtschaftskrise steht die Kultur vor neuen Herausforderungen. Nach der Aufbruchsstimmung in den 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts und der nachfolgenden Fülle der Kulturangebote befindet sich Kultur heute erneut in einem tief greifenden Wandel.
Die Kultur-Akteure stellen sich dieser Herausforderung. Damit Kultur in Westfalen-Lippe langfristig und nachhaltig gesichert, gestärkt und besser sichtbar gemacht werden kann, erklären sie ihren Willen zum gemeinschaftlichen Handeln. Damit dieses erfolgreich sein kann, bedarf es der Verständigung über die gemeinsamen Interessen und Ziele und einer Strategie.
Daher wird unter dem Dach des Projekts „Kultur in Westfalen“ eine Arbeitsgruppe eingerichtet, in der alle Teilregionen und alle Kultursparten, Kulturträger sowie die Spitzenverbände für Kultur vertreten sind. Ihr Auftrag ist es, die Grundlagen für einen mittelfristigen Kulturentwicklungsplan für Westfalen-Lippe zu erarbeiten. Auf dieser Basis soll das gemeinsame Handeln festgelegt werden, das Räume und Inhalte zusammenbringt, die Kultur-Akteure vor Ort stärkt und zur Profilierung des Kulturlandes Westfalen-Lippe beiträgt.
Warum gemeinsam handeln? Weshalb ein gemeinsamer Plan?
Wir laden Sie herzlich ein, sich an der Diskussion zu beteiligen und freuen uns über Ihre Meinung.



