
Das Westfälische Wörterbuch ist ein großlandschaftliches Dialektwörterbuch, das den niederdeutschen Wortschatz Westfalens in einem mehrbändigen Werk dokumentiert.
Das Bearbeitungsgebiet des Westfälischen Wörterbuchs umfasst aktuell (d.h. ab Band 2) das Gebiet Westfalens ohne das Siegerland (zum mitteldeutschen Mundartgebiet gehörig), allerdings mit dem niederdeutschsprachigen Gebiet des hessischen Landkreises Waldeck-Frankenberg.
Es erstreckt sich somit im Süden bis zur Lautverschiebungsgrenze, im Osten und Norden bis zur niedersächsischen Landesgrenze, im Nordwesten bis an die Staatsgrenze zu Holland und schließlich im Westen bis zum Rheinland. Das WWB ist also ein "Wörterbuch der niederdeutschen Mundarten in Westfalen-Lippe und Hessen" (Damme 1997, 15).
Einen geografischen Überblick über die Mundartregionen Westfalens erhalten Sie hier.
Dem Westfälischen Wörterbuch liegt ein historischer Stichwortansatz zugrunde, d.h. als Lemma wurde die Form angesetzt, auf die sich alle mundartlichen Belege zurückführen lassen.
Diese abstrakten Lemmata sind innerhalb des Wörterbuchs nestalphabetisch angeordnet, d.h. (Partikel-)Komposita und Ableitungen finden sich unter dem zugehörigen Hauptstichwort (Bsp.: fer-hauen unter hauen).
Innerhalb des Artikels folgt auf die Angabe zur grammatischen Kategorie und zur Verbreitung der Bedeutungsteil, in dem sich unter der jeweiligen Bedeutung sowohl Satzbeispiele als auch Redensarten und Sprichwörter finden lassen. Es folgen der Lautteil und etymologische Informationen sowie Verweise auf andere Wörterbücher. Bei Grundwörtern von Komposita schließt der Artikel mit der Aufzählung der Zusammensetzungen ab.