
Die Kommission für Mundart- und Namenforschung Westfalens dokumentiert und erforscht die sprachlichen Grundlagen des westfälisch-lippischen Kulturraumes und bringt die Ergebnisse in aktuelle Diskussionen ein.
Zu diesem Zweck werden zahlreiche Publikationen herausgegeben, Tagungen und Vorträge organisiert und ein stetig wachsendes Internetportal zur westfälischen Sprachforschung angeboten.
Hä lött nix liägen at heet Issen un Müollensteene.
(Aus Gevelsberg, Ennepe-Ruhr-Kreis)
Er lässt nichts liegen als heißes Eisen und Mühlensteine (er kann alles gebrauchen).
Am Freitag, den 7. Juni 2013 veranstaltet die Kommission für Mundart- und Namenforschung ein Kolloquium zum Thema „Sprichwörter und Redensarten. Zur bildlichen Sprache des Niederdeutschen und darüber hinaus“. Es stehen fünf interessante und abwechslungsreiche Vorträge auf dem Programm.
Zeit: 9.00 bis 13.00 Uhr
Ort: Bezirksregierung Münster, Domplatz 1-3, Saal 1
Unter dem Titel „He hätt de Katte in' n Düstern kniëpen“ hat die Kommission für Mundart- und Namenforschung gemeinsam mit dem LWL-Medienzentrum eine Audio-CD zu Sprichwörtern und Redensarten aus Westfalen veröffentlicht. 75 plattdeutsche Sprichwörter aus Themenbereichen wie „Mann und Frau“, "Geld" oder „Haus und Hof“ werden in Beiträgen von Dr. Irmgard Simon und Prof. Dr. Hans Taubken (auf hochdeutsch) erläutert. Die CD bietet interessante Einblicke in die traditionelle Kultur Westfalens und ist darüber hinaus sehr unterhaltsam.
Die CD kann online im Westfalen-Medien Shop für 9,90 EUR erworben werden.
„He hätt de Katte in' n Düstern kniëpen“
Plattdeutsche Sprichwörter aus Westfalen - hochdeutsch erklärt
Audio-CD mit Begleitheft, 75 Tracks, Laufzeit ca. 79 Min., Preis: 9,90 EUR
Die 75 Titel werden nach und nach auch als Podcast auf unserer Webseite sowie über iTunes und andere Podcast-Portale online verfügbar gemacht.
Am Dienstag den 16. April wurde die fünfte Lieferung des „Westfälischen Flurnamenatlasses" vorgestellt. Damit hat die Kommission für Mundart- und Namenforschung Westfalens beim LWL ihr Großprojekt zu den Flurnamen abgeschlossen.
„In den ausführlichen Kommentaren zu den 414 Karten erklären wir, welchen Ursprung und welche Bedeutung die einzelnen Namen haben“, so der Autor Dr. Gunter Müller. Die mit Akribie erarbeiteten Karten und Kommentare bilden Grundlagen für die weitere Forschung. „Der Westfälische Flurnamenatlas ist ein innovatives Forschungsinstrument, das Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen als wahre Fundgrube für ihre landeskundlichen Forschungen dient“, betonte LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale bei der Vorstellung des Flurnamenatlasses in Münster.