Kunst-Stücke-Archiv
März 2010

Das „Who is who“ der Ordensgeschichte
LWL-Landesmuseum für Klosterkultur stellt historisches Werk vor


Alltag, Kultur und Geschichte der europäischen Klöster stehen im Fokus der zukünftigen Dauerausstellung des LWL-Landesmuseums für Klosterkultur. Bereits vor der Eröffnung präsentiert das Museum in der Reihe „Dalheimer Kunst-Stücke“ beispielhafte Exponate der Schau. Ein historisches „Who is who“ der Ordensgeschichte steht am Dienstag, 9. März, im Vordergrund des Werkstattgesprächs.

In einer Zeit enzyklopädischer Großprojekte verfasste der Franziskaner Hippolyte Hélyot (1660–1716) ein vielbändiges Werk zur Geschichte der verschiedenen Orden. Als bildliches Ordnungsprinzip dienten ihm die verschiedenen Ordenstrachten. Gemeinsam mit der Kunsthistorikerin Almut Pollmer-Schmidt lernen die Kunst-Stück-Teilnehmer verschiedene Orden und die historische Innensicht auf „Ursprung, Stiftung, Regeln, Anwachs und merkwürdige Begebenheiten“ derselben kennen.

Treffpunkt ist um 16.30 Uhr in der Dalheimer Klosterschule im Ehrenhof. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten.

Februar 2010

Der goldene Mönch
500 Jahre alte Schnitzfigur ist Dalheimer Kunst-Stück

In einem halben Jahr wird die neue Dauerausstellung des LWL-Landesmuseums für Klosterkultur eröffnet. Die Reihe Dalheimer Kunst-Stücke stellt bereits jetzt neue Sammlungstücke des Hauses vor.

Im Mittelpunkt des Dalheimer Kunst-Stücks am Dienstag, 9. Februar, steht eine spätgotische Schnitzfigur des Hl. Bernard von Clairvaux (um 1090–1153), die im Kunsthandel für die Dauerausstellung erworben werden konnte. Die Skulptur des bedeutenden Zisterzienserabtes entstand zu Beginn des 16. Jahrhunderts in Flandern und besitzt heute noch Reste ihrer originalen, goldenen Fassung.
Gemeinsam mit dem Dalheimer Kunsthistoriker Holger Kempkens ergründen die Teilnehmer die Entstehungsumstände des Werkes und lernen die Persönlichkeit des Hl. Bernhard kennen, der den Zisterzienserorden im zwölften Jahrhundert in eine neue Dimension führte.

Treffpunkt ist um 16.30 Uhr in der Dalheimer Klosterschule im Ehrenhof. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten.

Kunst-Stück im Januar
Januar 2010
Museumsleiter Dr. Martin Kroker und Kurator Dr. Clemens Kosch sind stolz auf das Modell der mittelalterlichen Benediktinerabtei Cluny, das exklusiv für die Dauerausstellung im LWL-Landesmuseum für Klosterkultur angefertigt wurde. (Foto: LWL/Maria Tillmann)

Countdown für Dauerausstellung
Dalheimer Kunst-Stücke stellen neue Objekte vor


Die Veranstaltungsreihe „Dalheimer Kunst-Stücke“ stellt ab Januar 2010 exklusiv und vorab Stücke der neuen Dalheimer Dauerausstellung vor. Museumsleiter Dr. Martin Kroker lädt seine Besucher ein, auf unterhaltsame und fundierte Weise an der Museumsarbeit teilzuhaben.

Beginnen wird am Dienstag, 12. Januar, der Kunsthistoriker Dr. Clemens Kosch, der die Reihe im LWL-Landesmuseum 2007 initiierte. Er stellt ein Modell der französischen Benediktinerabtei Cluny vor, das im Maßstab 1:220 exklusiv für das Landesmuseum angefertigt wurde. Kosch: „Cluny ist für die Entwicklung der Klöster von großer Bedeutung. Hier nahm eine Reform ihren Lauf, die eine Erneuerungsbewegung der gesamten abendländischen Kirche speiste.“ Die von 1088 bis zum Beginn des 13. Jahrhunderts errichtete dritte Anlage des Mutterklosters Cluny wurd zum größten Sakralbaukomplex des europäischen Mittelalters.

Bis zur Eröffnung der Dauerausstellung unter dem Titel „Eingetreten! 1.700 Jahre Klosterkultur“ sind fünf weitere Kunst-Stücke-Termine geplant, zu denen die Dalheimer Wissenschaftler den Museumsbesuchern einen Vorabblick auf ausgewählte Exponate der Dauerausstellung erlauben – darunter eine spätgotische Figur des heiligen Bernhard von Clairvaux und das rund 400 Jahre alte, handgeschriebene Gebetbuch einer Äbtissin.

Seit 2008 ist die Dauerausstellung in den Räumen des ehemaligen Augustiner Chroherrenstifts Dalheim in Vorbereitung. „Wir freuen uns, mit den Dalheimer Kunst-Stücken, jetzt erste Einblicke in diesen Prozess geben zu können“, wirbt Museumsleiter Kroker für eine museale Wissenschaft, die sich vermehrt dem Publikum öffnet.

Jeder Schautermin besteht aus zwei Teilen: einer Einführung zum Objekt und der anschließenden Betrachtung vor Ort. Treffpunkt ist an jedem 2. Dienstag im Monat, 16.30 Uhr, in der KlosterSchule im Ehrenhof. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis inbegriffen.
 

Dezember 2009

Himmlische Liebesgeschichte
Dalheimer Kunst-Stück entschlüsselt Gemälde


Ein neu erworbenes Ölgemälde des LWL-Landesmuseums für Klosterkultur ist Schauplatz einer himmlischen Liebesgeschichte: Der Bräutigam führt seine Braut in den Garten der Liebe. Er ist Jesus, doch wer ist seine Braut?

Erstmals wird das Barockbild jetzt beim Dalheimer Kunst-Stück am Dienstag, 8. Dezember, der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Werkstattgespräch bietet sich die einmalige Gelegenheit, es aus der Nähe zu betrachten. Gemeinsam mit der Kunsthistorikerin Almut Pollmer-Schmidt entschlüsseln die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Schritt für Schritt die Symbolik des Gemäldes, die sich aus biblischen Bildern und mittelalterlichen Traditionen speist.

Treffpunkt ist um 16.30 Uhr in der Dalheimer Klosterschule im Ehrenhof. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten.
 

November 2009

Zum Blättern schön
Ordenstrachtenbuch aus dem 17. Jahrhundert ist Dalheimer Kunst-Stück im November

Wie sehen Augustiner aus? Und wie unterscheidet sich die Kleidung von Klarissen und Kapuzinerinnen? Ein über 300 Jahre altes Buch, das in handlichem Format Antwort auf diese Fragen gab, steht im Mittelpunkt des Dalheimer Kunst-Stücks am Dienstag, 10. November, im LWL-Landesmuseum für Klosterkultur.

Erschienen im Jahr 1688, wurde es in Augsburg bald aus dem Französischen übersetzt und „unter die gelehrte Teutsche“ gebracht. Eine Ausgabe dieses seltenen Buchs befindet sich im Besitz des Dalheimer Museums. Die Kunsthistorikerin Almut Pollmer-Schmidt öffnet die „Kurtze und gründliche Histori Vom Ursprung der Geistlichen Orden“ beim monatlichen Werkstattgespräch des Museums und betrachtet es gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Dabei gehen sie insbesondere den Illustrationen nach Entwürfen des Amsterdamer Künstlers Adriaan Schoonebeek (ca. 1658–1714) auf den Grund. Sie charakterisieren die besprochenen Orden bereits auf den ersten Blick. Aber wie lassen sich braune von schwarzen Kutten und Rot von Blau unterscheiden, wenn nur Schwarz-Weiß-Drucke vorliegen? Beim Blättern durch die Vorstellungswelt des 17. Jahrhunderts werden deshalb auch Fragen zu Druckgraphik und Buchdruck eine Rolle spielen.

Treffpunkt ist um 16.30 Uhr in der Dalheimer Klosterschule im Ehrenhof. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten.
 

Oktober 2009

Doppelte Madonna
Geschichte mittelalterlicher Marienfigur im Kloster Dalheim

Eine Madonna auf der Mondsichel, geschaffen von dem Münster’schen Bildhauer Johann Brabender, ziert seit ca. 1545 das Portal der Zisterzienserabteikirche Marienfeld (Kreis Gütersloh).

1969 wurde die Figur aus konservatorischen Gründen vom Portal entfernt und stattdessen ein Abguss angebracht. Ein weiterer Abguss gehört seitdem zur Sammlung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL). Er bildet eines der zentralen Exponate der derzeitigen Sonderausstellung „In alter Frische“ im LWL-Landesmuseum für Klosterkultur und führt beim Dalheimer Kunst-Stück am Dienstag, 13. Oktober, auf die Spur einer interessanten Geschichte. Denn die Mondsichelmadonna war nicht der einzige Schmuck des Portals der Abteikirche. Sie selbst ersetzte dort einen älteren Schmuck in Kreuzform.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des monatlichen Werkstattgesprächs entdecken gemeinsam mit dem Kunsthistoriker Holger Kempkens M.A. die Geschichte und Geschichten um die Marienfelder Madonna und ihren Bildhauer.

Treffpunkt ist um 16.30 Uhr in der Dalheimer Klosterschule im Ehrenhof. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten.

 

Kunst-Stücke-Archiv

Blütezeit in Dalheim
Bewirtschaftete Gartenfläche des Klosters wird mehr als verdoppelt/ Rundgang beim Dalheimer Kunst-Stück

„Das Kloster soll, wenn möglich, so angelegt werden, dass sich alles Notwendige, nämlich Wasser, Mühle und Garten, innerhalb des Klosters befindet.“ Ein Blick in die Ordensregel des Heiligen Benedikt zeigt: Schon vor 1.500 Jahren war klösterliches Leben untrennbar verknüpft mit der Kunst des Gartenbaus. Und das Thema bleibt aktuell. Im ehemaligen Kloster Dalheim mehr denn je. Hier wird die barocke Gartenanlage wiederhergestellt, die bewirtschaftete Gartenfläche derzeit mehr als verdoppelt.
Im Rahmen der monatlichen Werkstattgespräche des LWL-Landesmuseums für Klosterkultur, den „Dalheimer Kunst-Stücken“ gibt Kurator Dr. Matthias Preißler am Dienstag, 8. September, vor Ort Einblicke in den Stand der Gartenbaumaßnahmen und erläutert Details von der Planung bis zur Umsetzung. Bei gutem Wetter findet ein Rundgang durch die im Bau befindlichen Gärten statt. Es wird darum gebeten, an festes Schuhwerk zu denken.

Treffpunkt ist um 16.30 Uhr in der Dalheimer Klosterschule im Ehrenhof. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten.
 

August 2009

Späte Ehrung für einen Guerilla-Führer
Das Grabmal des ‚Sachsenherzogs’ Widukind beim Dalheimer Kunst-Stück

Der Adelige Widukind, frühmittelalterlicher Guerilla-Führer in den Sachsenaufständen gegen Karl den Großen 772-785, ließ sich nach verlorener Schlacht 785 schließlich taufen und gründete das Stift Enger (Kreis Herford), wo er nach seinem Tode auch bestattet wurde.

300 Jahre später, in der Zeit um 1100, wurde für ihn ein aufwendiges Grabmal gefertigt, dessen bis heute erhaltene Deckplatte mit der Relieffigur Widukinds zu den ältesten figürlichen Grabmälern Europas gehört. Ein rekonstruierender Abguss der Grabplatte gehört zu den zentralen Exponaten der derzeitigen Sonderausstellung „In alter Frische – Reproduktionen klösterlicher Kunst“ im LWL-Landesmuseum für Klosterkultur. Beim Dalheimer Kunst-Stück am Dienstag, 11. August steht dieses Werk im Vordergrund. Gemeinsam mit dem Kunsthistoriker Holger Kempkens M.A. entdecken die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des monatlichen Werkstattgesprächs Geschichte und Geschichten um Widukind und sein Grabmal.

Treffpunkt ist um 16.30 Uhr in der Dalheimer Klosterschule im Ehrenhof. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten.
 

Juli 2009

Klösterliche Abkühlung
Winterlandschaften sind Dalheimer Kunst-Stück

Draußen ist es heiß, die Sonne drückt, Ostwestfalen erreicht Höchsttemperaturen. Da bietet das Dalheimer Kunst-Stück am Dienstag, 14. Juli, das willkommene Kontrastprogramm.

Besucherinnen und Besuchern entfliehen mit dem Kunsthistoriker Dr. Clemens Kosch in die kühle Idylle klösterlicher Winterlandschaften. Zwei bedeutende romantische Gemälde aus der Sammlung des LWL-Landesmuseums für Klosterkultur stehen im Mittelpunkt des monatlichen Werkstattgesprächs, darunter ein Werk des renommierten rheinländischen Malers Caspar Scheuren (1810-87). Im Dialog mit den Teilnehmern entschlüsselt Kosch die starke Symbolsprache der Naturschilderungen aus dem 19. Jahrhundert bis hin zu den Motiven Caspar David Friedrichs.

Treffpunkt ist um 16.30 Uhr in der Dalheimer Klosterschule im Ehrenhof. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten.
 

Juni 2009

Namenlose Steine
Kunsthistorikerin begibt sich in Dalheim auf Identitätssuche

Mehrere qualitätsvolle Fragmente einer barocken Skulptur gelangten im Jahr 2008 als private Schenkung in die Sammlung des LWL-Landesmuseums für Klosterkultur in Dalheim. Gefunden wurden sie im Füllmauerwerk der Kluskapelle bei Giershagen (Marsberg).

Wie aber entlockt man namenlosen Steinen ihre Identität? Die Suche nach dem Detail beginnt. Beim Dalheimer Kunststück am Dienstag, 9. Juni, leitet die Kunsthistorikerin Dr. Helga Fabritius Besucherinnen und Besucher anhand dieser bislang noch nicht gezeigten Fragmente zum Sehen, Interpretieren und Deuten von Details an.

Musterzeichnungen und Skizzen sind ein fester Bestandteil einer jeden Bildhauerwerkstatt und garantieren die persönliche und unverwechselbare Handschrift des Meisters. Sie schaffen als „Kopiervorlage“ den Grundstock des Figurenrepertoires einer Werkstatt.

Bei diesem Termin wird Werkstattzusammenhängen nachgespürt, und es erschließt sich dem Besucher ein Bild vom Umgang des Kunsthistorikers mit zunächst namenlosen Fundstücken der Kunstgeschichte bis zu deren Identifizierung als Skulptur des Bildhauers Heinrich Papen aus Giershagen.
 
Treffpunkt ist um 16.30 Uhr in der Dalheimer Klosterschule im Ehrenhof. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten.
 

Mai 2009

Dem Mittelalter auf der Spur
Archäologe Wolfram Wintzer rekonstruiert Lettner und Tabernakel der Dalheimer Klosterkirche

Vor mehr als 200 Jahren wurden Lettner und Tabernakel der Dalheimer Klosterkirche unwiederbringlich zerstört. Obwohl ein preussischer Komissar noch urteilte, der Lettner sei von äußerst „schöner altgothischer Arbeit“, fand das Bauwerk im Zuge der Auflösung des Klosters 1803 keine Gnade.

Heute präsentiert sich die Klosterkirche frei von Einbauten. Allein der Lettner – eine mittelalterliche Querschranke, die früher die Konventangehörigen von den im Kirchenschiff versammelten Laien trennte – und das Chorgestühl werden durch moderne Stellvertreter dargestellt. Form und Funktion des historischen Lettners, der zu den kunstvollsten in Westfalen gehörte, lassen sich heute anhand von Fundstücken und Bauspuren rekonstruieren. Einen Einblick in diese Arbeit gibt am Dienstag, 12. Mai, der Archäologe und Kunsthistoriker Wolfram Wintzer (LWL-Archäologie für Westfalen) beim Dalheimer Kunst-Stück.

Das LWL-Landesmuseum für Klosterkultur lädt Besucherinnen und Besucher ein, beim monatlichen Werkstattgespräch die Überreste des mittelalterlichen Inventars der Dalheimer Klosterkirche genauer in den Blick zu nehmen.

Treffpunkt ist um 16.30 Uhr in der Dalheimer Klosterschule im Ehrenhof. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten.
 

April 2009

Schauplatz der Trauer
Barocke Totenbretter sind Dalheimer Kunst-Stück im April

Gigantische Bretter, bemalt mit Skeletts, Urnen und drastischen Szenen zwischen Leben und Tod, gruppiert um eine Sargattrappe: Diese ungewöhnliche Inszenierung in der Dalheimer Klosterkirche steht am Dienstag, 14. April im Mittelpunkt des Dalheimer Kunst-Stücks.

Das barocke „Castrum doloris“ (lat. Trauriger Schauplatz), in dessen Mitte sich einst der Vorsteher der Zisterzienserabtei Aldersbach im 18. Jahrhundert aufbahren ließ, hatte der Abt noch zu Lebzeiten selbst in Auftrag gegeben. Was zum einen seinem Machtanspruch posthum Ausdruck verlieh, sollte auf der anderen Seite den schnellen Eingang seiner Seele ins Himmelreich sicherstellen.

Gemeinsam mit der Kunsthistorikerin und Kuratorin der Sonderausstellung „Gut vorbereitet? Die Kunst des rechten Sterbens“ Elisabeth Bömken nehmen die Kunst-Stück-Teilnehmer sechs der bis zu vier Meter hohen Totenbretter genau in den Blick und gehen Fragen nach Tradition und Bildsprache dieses Trauergerüsts auf den Grund.

Das Kunst-Stück ist eine der letzten Gelegenheiten, die Totenbretter zu sehen, bis am 19. April die Sonderausstellung „Gut vorbereitet? Die Kunst des rechten Sterbens“ endet.

Treffpunkt ist um 16.30 Uhr in der Dalheimer Klosterschule im Ehrenhof. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten.
 

März 2009

Heilige Milchspende
Neuzugang der Sammlung ist Dalheimer Kunst-Stück

Eine Marienversion Bernhards von Clairvaux ist Thema eines barocken Gemäldes, das im Jahre 2007 aus dem Kunsthandel für die Sammlung des LWL-Landesmuseums für Klosterkultur erworben werden konnte. Am kommenden Dienstag, 10. März, steht das bislang unveröffentlichte Ölgemälde im Mittelpunkt des Dalheimer Kunst-Stücks.

Das Gemälde folgt einem Darstellungstypus, der seit dem 15. Jahrhunderts allgemein Verbreitung fand und zu den geläufigsten Darstellungen des Heiligen zählt. Die Kunsthistorikerin Dr. Helga Fabritius stellt die recht ungewöhnliche Szene der Milchspende Mariens für den Heiligen Bernhard von Clairvaux vor, die Zusammenhänge der einzelnen Personen im Bild ebenso wie die zeittypische barocke Komposition der Darstellung.

Das Gemälde wird in der großen Benediktinerausstellung „Macht des Wortes“, ein gemeinsames Projekt des Klosters St. Paul (Kärnten) und Kloster Dalheims, zunächst ab April 2009 in St. Paul zu sehen sein. Das monatliche Werkstattgespräch bietet die einmalige Gelegenheit, das Bild erstmals aus der Nähe zu betrachten, bevor es seine Reise nach Österreich antritt.

Treffpunkt ist um 16.30 Uhr in der Dalheimer Klosterschule im Ehrenhof. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten.
 

Februar 2009

Schererei statt Seelenheil
Marienfelder Stiftungsbild ist Dalheimer Kunst-Stück im Februar

Eigentlich sollte die Gründung des Klosters Marienfeld (Kreis Gütersloh) im 12. Jahrhundert das ewige Seelenheil seiner Stifter retten. Vorher und nachher gab es jedoch einige Zwistigkeiten. Ein barockes Gemälde von der Stiftung der Zisterzienserabtei steht jetzt im Mittelpunkt des Dalheimer Kunst-Stücks am Dienstag, 10. Februar.

Es zeigt die Marienfelder Abteikirche, gerahmt von den bischöflichen und adeligen Stiftern, die an der Klostergründung im Jahr 1185 beteiligt waren. Gemeinsam mit dem Dalheimer Kunsthistoriker Holger Kempkens, der über die Marienfelder Klosterkirche promoviert hat, ergründen die Teilnehmer die Geschichte hinter dieser Darstellung der Klosterstiftung. Sie erfahren, dass damals nicht alles so harmonisch verlief, wie es das Bild glauben macht, und auf welche Vorlagen das Gemälde zurückgeht.

Das monatliche Werkstattgespräch ist eine der letzten Möglichkeiten, das Gemälde im LWL-Landesmuseum für Klosterkultur zu sehen. Am 15. Februar geht es zurück an seinen Leihgeber, das Bistum Münster.

Treffpunkt ist um 16.30 Uhr in der Dalheimer Klosterschule im Ehrenhof. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten.
 

Januar 2009

Symbolwelt der Krippe
Dalheimer Kunst-Stück geht klösterlichem Ursprung des Brauchtums nach

Seit mehr als 600 Jahren erzählen Krippen die Weihnachtsgeschichte auf eigene Weise. Dass sie dabei weitaus mehr sind, als reine Abbildungen von Christi Geburt, erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Dalheimer Kunst-Stücks am Dienstag, 13. Januar.

Gemeinsam mit der Kunsthistorikerin Elisabeth Bömken, der Kuratorin der Dalheimer Krippenausstellung „Unter einem guten Stern“, spüren sie dem klösterlichen Ursprung dieses Brauchtums nach. Sie erfahren, was es mit dem „Christkindwiegen“ der Nonnenklöster im 13. Jahrhundert und dem historischen Krippenspiel der Franziskaner auf sich hat. Ein abschließender Rundgang durch die Krippenausstellung gibt Einblick in die Symbolwelt der Krippe und zeigt, was Ochs und Esel, Handwerkszeug, Zaun oder ein Schaf in Fesseln zu bedeuten haben.

Treffpunkt ist um 16.30 Uhr in der Dalheimer Klosterschule im Ehrenhof. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten.
 

Dezember 2008

Baustelle Kloster
Kunst-Stück blickt hinter die Kulissen

Seit einem halben Jahr wird im Kloster Dalheim wieder gebaut: Das Gewölbe im südlichen Kreuzgang wurde aufwendig rekonstruiert, die Keller von Süd- und Ostflügel erschlossen. Die Aufstockung der beiden Flügel läuft auf Hochtouren, die alten Dachstühle wurden abgetragen, neue Betondecken bereits gegossen.

Einen exklusiven  Einblick in diesen Prozess, der dem ehemaligen Kloster seine mittelalterlichen Funktionsräume zurückbringt und 2.000 Quadratmeter moderner Ausstellungsfläche erschließt, erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Dalheimer Kunst-Stücks am Dienstag, 9. Dezember.

Der Dalheimer Archäologe und Bauforscher Dr. Matthias Preißler informiert in einem reich bebilderten Vortrag über Baufortschritt und Konzept des so genannten 2. Bauabschnitts. Je nach Witterung schließt sich eine Begehung der Baustelle an. Um das Tragen festen Schuhwerks wird gebeten.

Treffpunkt ist um 16.30 Uhr in der Dalheimer Klosterschule im Ehrenhof. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis enthalten.
 

November 2008

Wie baut man einen Kreuzgang?
Neuer Kreuzgangflügel im Fokus des Dalheimer Kunst-Stücks

200 Jahre lang war der Dalheimer Kreuzgang nach der Zerstörung seines südlichen Flügels unvollständig. Von historischer Bauweise inspiriert, wurde der verlorene Kreuzgangflügel jetzt aus modernen Materialien wiederhergestellt.

Beim Dalheimer Kunst-Stück am Dienstag, 11. November, 16.30 Uhr geht der Kunsthistoriker und Theologe Dr. Clemens Kosch den Vorbildern des rekonstruierten Kreuzgangflügels nach und folgt den Spuren mittelalterlicher Einwölbungstechnik bis in die Gegenwart dieses ungewöhnlichen Dalheimer Bauwerks.
 

Oktober 2008

Wie kam das Wasser ins Kloster?
Archäologe Dr. Matthias Preißler begibt sich in Dalheim auf Spurensuche

Wasserarm war die Paderborner Hochfläche, als die Augustiner Chorherren im 15. Jahrhundert nach Dalheim kamen, um ein Kloster zu errichten. Wie aber schafften sie es, dort ihre zahlreichen landwirtschaftlichen Betriebe zu erhalten? Welche Quellen speisten Mühle, Brauerei, Brennerei oder die aufwendigen Wasserspiele im Konventgarten?

Antworten gibt der Archäologe und Kurator des LWL-Landesmuseums für Klosterkultur Dr. Matthias Preißler beim Dalheimer Kunst-Stück am Dienstag, 14. Oktober, um 16.30 Uhr. Gemeinsam mit den Teilnehmern des monatlichen Werkstattgesprächs untersucht er die Spuren archäologischer Ausgrabungen und historische Textquellen, die zeigen, welch große Anstrengungen in den vergangenen Jahrhunderten unternommen wurden, um die ausreichende Versorgung der Klosteranlage mit Wasser zu gewährleisten. Bei einem Vortrag und anschließendem Gang durch das Dalheimer Gelände wird deutlich, warum Klöster bis heute als Pioniere des Wasserbaus gelten. Bitte an wetterfeste und geländetaugliche Kleidung denken.
 

September 2008

Neue Funde in Dalheim
Kunst-Stück gibt Einblick ins Klosterleben

Rund um den zweiten Bauabschnitt im Kloster Dalheim fördern die archäologischen Grabungen immer wieder neue, teils überraschende Funde zutage. Sie geben neue Anhaltspunkte zur Rekonstruktion der Lebensumstände in dem ehemaligen Augustiner Chorherrenkloster.

Eine Auswahl dieser Fundstücke steht im Mittelpunkt des Dalheimer Kunst-Stücks am Dienstag, 9. September, um 16.30 Uhr. Gemeinsam mit den Teilnehmern des monatlichen Werkstattgesprächs untersucht der Archäologe Wolfram Wintzer die Artefakte und versucht so Aussagen über den sozialen Status und die ökonomische Situation ihrer Besitzer, über Handelsbeziehungen und kulturellen Austausch zu treffen.
 

August 2008

Der Tod der Seele ist viel mehr zu behüten...
Großformatiges Ölgemälde im Fokus des Dalheimer Kunst-Stücks

Warum unsere Vorfahren den Tod der Seele weit mehr fürchteten als den des Leibes und wie sie für das Jenseits vorsorgen wollten, erfahren die Teilnehmer des Dalheimer Kunststücks am kommenden Dienstag, 12. August, um 16.30 Uhr.

Das großformatige Ölgemälde „Die Todesstunde“ aus dem 18. Jahrhundert steht im Fokus des monatlichen Werkstattgesprächs des LWL-Landesmuseums für Klosterkultur. Das zentrale Exponat der Dalheimer Sonderausstellung „Gut vorbereitet?“ zeigt drastische Szenen rund um die letzten Stunden des Lebens: Die Seele wird bedrängt und umworben von Dämonen und Teufeln. Engel kämpfen an ihrer Seite um das Wohl der Seele. Gemeinsam mit der Kunsthistorikerin und Kuratorin der Ausstellung Elisabeth Bömken M.A. lernen die Teilnehmer die komplexe Bildsprache des Gemäldes zu lesen und sie in den Kontext klösterlicher Kultur zu setzen.
 

Juli 2008

Äbtissin mit Mohr
Gemälde im Fokus des Dalheimer Kunst-Stücks

Mitra, Stab und Brustkreuz – Um ihren hohen Rang zu demonstrieren, ließen sich Äbte und Äbtissinnen immer wieder mit den Insignien ihres Amtes abbilden.

Das Dalheimer LWL-Landesmuseum zeigt eine eindrucksvolle Reihe von frühneuzeitlichen Porträts westfälischer Klostervorsteher. Ein Gemälde fällt darunter besonders auf: Das um 1740 entstandene Bild einer Äbtissin des Damenstifts Herford, der Prinzessin Johanna Charlotte von Anhalt-Dessau. Denn sie erscheint stattdessen in eleganter Garderobe, neben sich einen jungen Schwarzafrikaner in phantastischer Husarenuniform mit einem Turban auf dem Kopf.

Was hat es mit diesem „Äbtissinnenbild mit Mohr“ auf sich? Beim Dalheimer Kunst-Stück am Dienstag, 8. Juli, gehen die Teilnehmer gemeinsam mit dem Kunsthistoriker Dr. Clemens Kosch auf Spurensuche. Vergleiche mit anderen Malereien und zeitgenössische Überlieferungen vermitteln einen ungewöhnlichen Einblick in die Adelskultur des Barock, die auch die Lebensweise und Kunstproduktion in den Klöstern und Stiften der Region prägte.
 

Juni 2008

Dalheimer Wandmalerei entdecken
Kunst-Stück des Monats Juni führt in den spätgotischen Kreuzgang

Pflanzen und Figuren, Farbflächen und Linien, die Malereien im Dalheimer Kreuzgang erscheinen zunächst ohne einprägsamen Zusammenhang. Den ersten Eindruck bestimmt ihr starker Zerstörungsgrad.

Was aber steckt hinter dieser Ausmalung? Wie erschließt sich ein so fragmentarisches Werk über geduldiges Sehen? Welche Deutungsspuren legen die Malereifragmente selbst und welche Schlüsse lassen sie zu?

Die Kunsthistorikerin Dr. Helga Fabritius leitet Besucherinnen und Besucher zum Sehen, Interpretieren und Deuten ausgewählter Malereipartien im Dalheimer Kreuzgang an. Zusammenhängen kann nachgespürt werden, neue Bilder erschließen sich dem Besucher.

Das Kunst-Stück im Monat Juni bietet am kommenden Dienstag, 10. Juni, um 16.30 Uhr im LWL-Landesmuseum für Klosterkultur letzmalig vor Beginn des zweiten Bauabschnitts im Kloster Dalheim die Möglichkeit, die Wandmalerei im Kreuzgang zu studieren.
 

Mai 2008

Schule des Sehens
„Dalheimer Kunst-Stücke“ regen zu genauem Betrachten an

Es ist kaum größer als eine Postkarte, doch das kleine Ölbild des „Lesenden Mannes in klösterlichem Interieur“ ist eines der bedeutsamsten Stücke der Gemäldegalerie des 19. Jahrhunderts im LWL-Landesmuseum für Klosterkultur.

Das Werk aus dem Jahr 1834 steht im Zentrum des monatlichen Werkstattgesprächs des Museums, den „Dalheimer Kunst-Stücken“, am Dienstag, 13. Mai.
 
Auf den ersten Blick bewegt sich das Motiv in der bürgerlichen Behäbigkeit von biedermeierlich wirkendem Idyll und säkularisiertem Klosterraum. Unter der Anleitung des Kunsthistorikers Dr. Clemens Kosch entfaltet es bei der genaueren Betrachtung jedoch ein absichtsvolles Geflecht von Einzelmotiven, die weit in die Kunstgeschichte früherer Jahrhunderte zurück reichen.

Wie sie unauffällig miteinander kombiniert wurden, und wie sich daraus die symbolische Bedeutung und sogar ironische Anspielung des Gemäldes entwickelt, erfahren die Teilnehmer des Dalheimer Kunst-Stücks. Als eine „Schule des Sehens“ regt es zu Beobachtungen an weiteren Kunstwerken des Museums für Klosterkultur an.

April 2008

Kloster, Domäne, Gutshof
Dalheimer Wirtschaftsgeschichte ist „Kunst-Stücke“-Thema im April

Auf wessen Konto gehen die Strichlisten an den Wänden des barocken Gästeflügels? Warum ging 1816 als „das Jahr ohne Sommer“ in die Geschichte des Dalheimer Klosters ein? Und warum ließ die preußische Regierung in Spanien Merinoschafe kaufen?

Die „Dalheimer Kunst-Stücke“ führen die Besucherinnen und Besucher am kommenden Dienstag, 08. April, 16.30 Uhr tief hinein in die bewegte Dalheimer Wirtschaftsgeschichte. Gemeinsam mit dem Archäologen Dr. Matthias Preißler folgen die Kunst-Stück-Teilnehmer den mannigfachen Spuren, die 200 Jahre Nutzung, vom einstigen Klosterbetrieb über die Domäne bis zur Nutzung als Gutshof, im Wirtschaftsflügel der Klosteranlage hinterlassen haben.
Der Rundgang führt sie vom Keller über heutige und ehemalige Gasträume des Klosters bis zum sonst nicht zugänglichen Dachboden des Gästeflügels. Zentrales Schaustück wird dabei die noch heute voll funktionsfähige Getreidesortiermaschine aus den 1920er Jahren sein, die das Gebäude auch in der äußeren Erscheinung nachhaltig geprägt hat.
 

März 2008

Von Gräbern und Ausgrabungen
„Dalheimer Kunst-Stücke“ führen in den südlichen Kreuzgangflügel

Einen wirklich einmaligen Blick in die regionale Geschichte bieten die „Dalheimer Kunst-Stücke“ am kommenden Dienstag, 11. März, 16.30 Uhr:
Nur für kurze Zeit freiliegende Boden- und Baubefunde der aktuellen Ausgrabungen im südlichen Kreuzgangflügel stehen im Mittelpunkt des monatlichen Werkstattgesprächs.

Der Archäologe Wolfram Winzer und der Kunsthistoriker Dr. Clemens Kosch nehmen interessierte Besucherinnen und Besuchern jetzt mit an diese Orte und diskutieren gemeinsam mit ihnen die Resultate der Grabungsarbeiten, die im Zuge der Vorbereitungen für den 2. Bauabschnitt im Kloster Dalheim zu Ende geführt werden.

Es ist das erste Mal, dass diese neuen Befunde der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, und voraussichtlich auch das letzte Mal, bevor sie im Zuge der fortschreitenden Baumaßnahmen im Kloster Dalheim unter dem Fundament einer Kreuzgangrekonstruktion verschwinden werden.

Reste der beiden Refektorien, Mauern, Fußböden und Wandputze kamen zutage. Jüngst aufgedeckte Grabstätten der Augustiner Chorherren vermitteln neue Erkenntnisse nicht nur zur Dalheimer Baugeschichte, sondern auch zur Sepulkralkultur im Kloster und stehen damit bereits im Zeichen der kommenden Sonderausstellung „Gut vorbereitet? – Die Kunst des rechten Sterbens“ (Start 22. Juni).

Das Museumsteam lädt herzlich dazu ein, die aktuellen Forschungsergebnisse vor Ort zu diskutieren.

Februar 2008

Wer hat den Abtstab verdreht?
„Zeichen der Macht“ beim Dalheimer Kunst-Stück 

Der eindrucksvolle barocke Abtstab aus der ehemaligen Zisterzienserabtei Marienfeld – 1652 von einem Augsburger Goldschmied  gefertigt – ist nur auf Zeit in der aktuellen Sonderausstellung des LWL-Landesmuseums für Klosterkultur zu sehen.

Hier bietet sich jetzt im Rahmen der Veranstaltungreihe „Dalheimer Kunst-Stücke“ am Dienstag, 12. Februar, die einmalige Gelegenheit, den Stab im Vergleich mit einem Portrait des Marienfelder Abtes Ferdinand Osterhoff zu betrachten, auf dem er ebenfalls dargestellt ist. Doch ist die Krümme dort in die entgegengesetzte Richtung geöffnet. Wer hat also den Abtstab verdreht – der Maler? Oder ist der Stab später verändert worden? Was unterscheidet einen Abtstab von einem Bischofsstab? Wieso wurde der Stab in Augsburg gekauft?

Solche und ähnliche Fragen stellt und beantwortet der Kunsthistoriker Holger Kempkens M.A. beim Dalheimer Kunst-Stück-Termin am kommenden Dienstag, 12. Februar, um 16.30 Uhr im LWL-Landesmuseum für Klosterkultur.

Januar 2008

Puzzlemeister gefragt
Dalheimer Hochaltar ist Kunst-Stück im Januar

Es war ein langer Weg, der Dalheim ein Stück fast schon verloren geglaubter Geschichte zurückbrachte. Das Ergebnis ist in der aktuellen Sonderausstellung des LWL-Landesmuseums für Klosterkultur zu sehen.

Fragen, die hinter der dort gezeigten Skizze zum Dalheimer Hochaltar stehen, bilden das Thema beim heutigen Dalheimer Kunst-Stück am Dienstag, 8. Januar, um 16.30 Uhr.

Die Kunsthistorikerin Dr. Helga Fabritius gibt Einblicke in den neusten Forschungsstand rund um den Dalheimer Hochaltar. Welche Teile des Altars konnten bei Grabungen geborgen werden? Welche Hinweise führten zum heutigen Bild des Altars? Wie fanden die Fragmente ihren Platz? Ein Ratespiel, das stets neue Nahrung durch laufende Bau- und Grabungsarbeiten erhält. Besucherinnen und Besucher sind beim aktuellen Kunst-Stück-Termin eingeladen, daran teil zu nehmen.
 

Dezember 2007

Per Zufall ins Museum
Dalheimer Kunst-Stücke widmen sich barocker Prozessionsfigur

Eine barocke Prozessionsfigur aus dem ehemaligen Damenstift Borghorst verdankt ihre Wiederentdeckung und damit ihren Weg in die aktuelle Sonderausstellung des LWL-Landesmuseums für Klosterkultur einem Zufall. Was verbirgt sich hinter dieser Figurine, welche Geschichte begleitet sie? Solche und ähnliche Fragen sowie die seltene Gelegenheit, diese besondere Figur aus der Nähe und im Detail zu betrachten, bestimmen den Dalheimer Kunst-Stück-Termin am kommenden Dienstag, 11. Dezember, um 16.30 Uhr im LWL-Landesmuseum für Klosterkultur.


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