Dalheimer Geschichte

Als Museum präsentiert Kloster Dalheim heute Geschichten und Objekte aus 1.700 Jahren Klosterkultur in Europa. Aber auch das Kloster selbst blickt auf eine mehr als 800-jährige bewegte Geschichte zurück, von der die Dauerausstellung rund um die ehemalige Räucherkammer erzählt.

Die Dalheimer Geschichte erstreckt sich von der mittelalterlichen Nutzung als Frauenkloster über die Wiederbesiedlung durch die Augustiner-Chorherren im 15. Jahrhundert, die das Kloster schnell zu wirtschaftlichem Erfolg führen, bis zu seiner Auflösung nach dem preußischen Reichsdeputationshauptschluss im Jahr 1803 und der anschließenden Nutzung als Gutshof.

Seltene Funde aus der Dalheimer Geschichte geben Einblick in das klösterliche Leben und den Alltag der Ordensleute, deren Spuren bei der Auflösung des Klosters von der preußischen Staatsmacht zu einem großen Teil vernichtet wurden. Recherchen konnten dabei spannende Geschichten und erstaunliche Erkenntnisse zutage fördern, darunter einen Hexenprozess rund um das Dalheimer Kloster ebenso wie eine Annäherung an das ehemalige Erscheinungsbild des bis auf wenige Fragmente zerstörten barocken Hochaltars.