29. Pollmann, W.:

Die Buchenwaldgesellschaften im nordwestlichen Weserbergland (Osnabrücker Berg- und Hügelland/Teutoburger Wald). 2000, 131 Seiten (10,20 €)
 

Buchenwälder sind unumstritten diejenigen Waldgesellschaften, die für Mitteleuropa besonders charakteristisch sind. Sie bilden in weiten Teilen die natürliche Vegetation. Über basenreichem Substrat wie Kalkgestein oder Löss sind Buchenwälder durch ihren Reichtum an krautreicher Bodenvegetation ästhetisch besonders ansprechend. 
In der Literatur werden sie häufig unter dem Begriff der „artenreichen Buchenwald-Gesellschaften“ oder „anspruchsvoll(er)en Buchenwälder“ geführt und den „bodensauren, artenarmen Buchenwäldern“ gegenübergestellt. In neuerer Zeit deutet sich an, statt der Gesamtartenzahl die Trophie als Abgrenzungskriterium zu verwenden. So wird neutral von „armen“ bzw. „reich(er)en“ oder „bodensauren“ bzw. „anspruchsvoll(er)en“ Einheiten gesprochen. Mit dem nach Nordwesten ausgreifenden Weserbergland erreichen auch die Buchenwälder der Mittelgebirge hier ihre nordwestliche Verbreitungsgrenze. 
Das Ziel dieser vom Institut für Landschaftsökologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster betreuten Untersuchung ist es, diese Randsituation herauszustellen, insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Artenabnahme im Vergleich zu den südlich und südöstlich gelegenen Verbreitungszentren der Buchenwälder. Auch wenn schon seit rund 50 Jahren Einzelveröffentlichungen über die Buchenwaldgesellschaften des Raumes vorliegen, so vermittelt die vorliegende Arbeit durch detaillierte standörtliche Analysen und den Vergleich mit älterer Literatur, durch aktuelle standörtliche Daten und überregionale Vergleiche neue und umfassendere Erkenntnisse.