Grußwort zur Verleihung des Förderpreises für westfälische Landeskunde an Günther Becker am 22. April 2008

von Frank Beckehoff, Landrat des Kreises Olpe

Als Hausherr heiße auch ich Sie hier im Großen Saal unseres Kreishauses anlässlich der Verleihung des Förderpreises für westfälische Landeskunde herzlich willkommen. Ich freue mich über die große Zahl der Gäste, die Ihnen zu Ehren, lieber Herr Becker, hierher gekommen sind.

Schließlich erleben wir heute eine Premiere. Erstmals wird in diesem Multifunktionsraum, in dem üblicherweise Kreistags- und Ausschusssitzungen, aber auch Ausstellungen, Konzerte, Tagungen sowie Preis- und Ordensverleihungen stattfinden, der Förderpreis für westfälische Landeskunde übergeben.

Und Ihnen, lieber Herr Becker, verdanken wir diesen Festakt. Ich gratuliere Ihnen im Namen des Kreises Olpe und auch persönlich sehr herzlich zu dieser Auszeichnung. Ich freue mich mit Ihnen über die positive Entscheidung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. Die Verantwortlichen haben damit eine gute und richtige Wahl getroffen. Sie, lieber Herr Becker, haben diesen Preis verdient, denn Sie haben sich im Bereich der Heimatpflege im Kreis Olpe bleibende Verdienste erworben und sich mit Ihren wissenschaftlichen Beiträgen zur westfälischen Landeskunde auch darüber hinaus einen Namen gemacht.

Die Heimatpflege ist seit vielen Jahrzehnten Ihr Steckenpferd. Entsprechend lang ist die Liste der Ehrenämter, die Sie im Laufe der Zeit innehatten.

Begonnen hatte Ihr Engagement 1965, als Sie zunächst Ortsheimatpfleger von Altenhundem und 1973 Stadtheimatpfleger von Lennestadt wurden.

Auf Kreisebene begann die Ära Becker 1977, als Sie zum Kreisheimatpfleger des Kreises Olpe bestellt wurden. Über ein Vierteljahrhundert haben Sie diese Verantwortung getragen, haben Herausforderungen und Aufgaben wahrgenommen und durch Ihre überzeugende Arbeit Maßstäbe gesetzt.

Ein wichtiger Meilenstein Ihrer Arbeit war die Gründung des Kreisheimatbundes Im September 1980 auf der Hohen Bracht, dessen Geschäftsführung Sie für mehr als zwei Jahrzehnte übernahmen. Hinzu kam für viele Jahre die Schriftleitung der Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe.

Aber nicht nur in dieser Quartalsschrift, sondern in zahlreichen Publikationen veröffentlichten Sie Ihre Beiträge zur Geschichte und Geographie des Kreises Olpe. Kaum eine Chronik oder Jubiläumsfestschrift von Ortschaften und Vereinen, zu denen Sie nicht etwas beisteuerten.

Durch dieses große Engagement haben Sie es verstanden, den Heimatgedanken wach zu halten, zu pflegen, neu zu beleben und immer wieder neu Menschen für die Heimat zu begeistern. Ihnen ist es ganz wesentlich mit zu verdanken, dass sich das Bewusstsein für regionale Identität, für Ortsbildpflege, Denkmal- und Naturschutz, d.h. das ganze Spektrum der Heimatpflege in weiten Kreisen der Bevölkerung entwickelte und gefördert wurde. Sie haben sich damit um unsere Heimat im Kreis Olpe verdient gemacht.

Meine Damen und Herren, für diese großen Leistungen und Verdienste wurde Günther Becker bereits 1996 mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Ein Jahr später erhielt er die höchste heimische Auszeichnung, den Kulturpreis des Kreises Olpe.

Der Förderpreis für westfälische Landeskunde, den Sie, lieber Herr Becker, heute erhalten haben, ist eine weitere, wertvolle Anerkennung und Wertschätzung Ihres Engagements. Herzlichen Glückwunsch!

Ich hoffe und wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute, eine stabile Gesundheit, Schaffenskraft und Freude. Ad multos annos!