Jahrestagungen der GeKo

Die GeKo veranstaltet im jährlichen Turnus Mitgliederversammlungen in Verbindung mit ein- oder auch zweitägigen Jahrestagungen und Exkursionen an unterschiedlichen Standorten Westfalens, z. T. auch darüber hinaus, – wie etwa im Jahr 2002 im belgischen Brügge, d. h. in dem mit dem LWL partnerschaftlich verbundenen Westflandern. Diese Veranstaltungen dienen neben der fachwissenschaftlichen Information zu landeskundlich wichtigen Themen und Fragestellungen „vor Ort“ insbesondere auch der regionalen Vernetzung der GeKo und ihrer Öffentlichkeitsarbeit sowie allgemeiner vor allem auch der Profilbildung und Förderung der regionalen Identität Westfalens bzw. von Westfalen-Lippe. Die Jahrestagungen ermöglichen auch wichtige politische Kontakte in der Region Westfalen, zumal sie in der Regel von örtlichen kommunalen Institutionen und Sachkennern mitgestaltet werden und sich in Vorträgen und auf Tagesexkursionen jeweils mit der spezifischen Raumstruktur und -problematik befassen.

Jahrestagungsstandorte Standorte von Jahrestagungen der GeKo 1975–2013

Die erste der (zweitägigen) Jahrestagungen wählte 1978 die Stadt Meschede zum Tagungsort. Sie befasste sich mit dem Hochsauerlandkreis im Wandel verschiedenartigster Ansprüche, d. h. mit der Struktur und den Leistungen des Kreises, der Pflanzenwelt, Land- und Forstwirtschaft, den Talsperren, dem Fremdenverkehr sowie mit der Landes- und Gebietsentwicklungsplanung. Die Tagung im Jahre 1980 in der Stadt Lemgo im lippischen Weserbergland war den Problemen städtischer und ländlicher Siedlungen in Landesforschung, Landespflege und Landesplanung insbesondere im neuen Kreis Lippe gewidmet, aber auch der Inventarisierung der Bau- und Kunstdenkmäler in Westfalen. Die nächste Jahrestagung fand 1983 in der Stadt Vreden im westmünsterländischen Grenzgebiet statt; Referate und Exkursionen befassten sich mit der Entwicklung und Stellung der Staatsgrenze und der Grenzräume Westmünsterland/Ostniederlande, mit den Einkaufsverflechtungen über die Grenze hinweg sowie mit dem grenzüberschreitenden Kommunalverband EUREGIO, seiner Entstehung, Organisation und praktischen Arbeit.
Zur Jahrestagung 1985 wurde in Westfalens größte Stadt Dortmund eingeladen und damit erstmals ein Ballungsraum als Thematik gewählt; zur Diskussion standen nicht nur die Entwicklung von Wirtschaft und Bevölkerung des Reviers sowie Probleme und Strategien des sozioökonomischen Wandels im östlichen Ruhrgebiet, sondern zugleich auch Fragen des Stadtumbaus großstädtischer Kerne sowie aktuelle Probleme und Aufgaben der Landschaftspflege und ökologischen Planung.
Die Jahrestagung 1987 fand erstmals außerhalb des administrativen Westfalen im naturgeographisch wie historisch eng mit Westfalen verbundenen Oldenburger Münsterland in der Stadt Vechta statt. Sie beschäftigte sich u. a. mit den jüngeren Strukturwandlungen in der Landwirtschaft (Massentierhaltung, Beerenkulturen im Vertragsanbau) und aktuellen Entwicklungsproblemen in peripheren ländlichen Räumen.Im Jahre 1989 stand auf der Jahrestagung in der Stadt Olpe das südliche Sauerland im Mittelpunkt landeskundlicher Vorträge und Diskussionen, wobei die Themen sowohl die Landesnatur, Siedlungsgenese und -struktur sowie Land- und Forstwirtschaft als auch die kultur- und wirtschaftsräumliche Differenzierung beiderseits der alten kurkölnisch-siegerländischen Territorialgrenze, darüber hinaus auch Bewertungen des Erholungspotenzials und Fremdenverkehrs betrafen. Auf der Jahrestagung 1991 in der Stadt Paderborn befassten sich die Referate und Aussprachen vor allem mit Stellungnahmen zum Teilabschnitt Paderborn-Höxter des Gebietsentwicklungsplanes Detmold, mit aktuellen Strukturen und Entwicklungstendenzen des Oberzentrums Paderborn sowie mit Fallstudien zur geohydrologischen Situation und Problematik im Raum Paderborn. Die Jahrestagung 1993 fand im Rahmen einer gemeinsam mit dem Landesschulgeographentag durchgeführten Tagung in der Stadt Münster statt und erzielte somit eine erhebliche zusätzliche Breitenwirkung. Neben fachdidaktischen Beiträgen widmeten sich die Referate und Diskussionsbeiträge den Strukturen und der Stellung des Münsterlandes, Zielen und Maßnahmen des Oberzentrums Münster, und zwar sowohl innerhalb der Stadt- und Regionalplanung als auch hinsichtlich klimarelevanter Planungskonzeptionen. Vorgestellt wurden auch Forschungsergebnisse zum landesweiten Nutzungspotenzial regenerativer Energien.

Auch die Jahrestagung 1995 in der Stadt Bielefeld wurde aufgrund der Erfahrungen mit der ersten Veranstaltung dieser Art (in Münster 1993) wieder als gemeinsame Tagung von Kommission (GeKo) und Schulgeographentag Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Referate und Aussprachen galten dem Ravensberger Land als Industrieregion, der städtebaulichen und gewerblich-industriellen Entwicklung von Bielefeld und Bünde wie auch den komplexen Fragen des kommunalen Umweltschutzes zwischen Planung und Ökologie.
Die Tagung im Jahre ihres 60-jährigen Bestehens beging die GeKo 1996 in der Stadt Hamm, wo sie zahlreiche Glückwünsche für ihre erfolgreiche Arbeit von dem damaligen Kulturdezernenten des LWL, Herrn Landesrat Friedhelm Nolte, der Stadt und von kooperierenden wissenschaftlichen Einrichtungen entgegen nehmen konnte. Die Fachvorträge dienten der Standortbestimmung und neuen Konzeptionen geographischer Landeskunde und der Kulturlandschaftspflege; eine Exkursion durch die Innenstadt, Bergarbeitersiedlungen und Gewerbeparks verdeutlichten anschaulich die städtebauliche Ausstattung sowie die Entwicklungsspielräume der Tagungsstadt zwischen dem östlichen Ruhrgebiet und dem Münsterland. Die Jahrestagung 1997 in der Stadt Schmallenberg im Hochsauerlandkreis war der Frage nach den Möglichkeiten einer nachhaltigen Raumentwicklung gewidmet vor dem Hintergrund divergierender Flächenansprüche, Ressourcenbelastungen und Nutzungsinteressen, bezogen auf das Siedlungswesen, die Forstwirtschaft, die Industrie, den Naturschutz, die Landschaftspflege, den Tourismus und die Verkehrsbedarfe.
Das Jahr der 350. Wiederkehr des Westfälischen Friedens nahm die GeKo zum Anlass, ihre mehrtägige Jahrestagung 1998 in den Städten Münster und Osnabrück zu veranstalten, und zwar in Verbindung mit der Industrie und Handelskammer zu Münster, dem Niederlande-Zentrum und dem Institut für Geographie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster sowie mit dem Schulgeographenverband Nordrhein-Westfalen. Im Zentrum der Vorträge und Exkursionen stand der mit dem Tagungstitel „Münsterland – Osnabrücker Land/ Emsland – Twente“ ausgedrückte regional vergleichende Ansatz über die Grenzen Westfalens hinweg unter besonderer Berücksichtigung von Entwicklungspotenzialen und grenzübergreifenden Kooperationen in europäischer Perspektive. Thematisiert und auf Exkursionen demonstriert wurden die vielfältigen Zusammenhänge von der Landes- und Territorialgeschichte bis hin zu den jüngeren von Wirtschaftsverbänden, Verwaltungen und Regierungen sowie der Europäischen Union unterstützten Bestrebungen, in einem „Europa der Regionen“ die Beziehungen über Regions- und Landesgrenzen hinweg zu verbessern, um die endogenen regionalen Entwicklungskräfte zu fördern und nicht zuletzt auch das Regionalbewusstsein der Bevölkerung zu stärken. 
Die Jahrestagung 2000 in der Stadt Coesfeld galt dem Strukturwandel und der im landesweiten Vergleich überdurchschnittlich erfolgreichen Wirtschaftsentwicklung in der ländlichen Region zwischen Kern- und Westmünsterland sowie der Problematik einer gewässerschonenden Bewirtschaftung dieser Intensivregion tierischer Veredlung.
Aktuelle Tendenzen des Strukturwandels waren auch das Hauptthema der Jahrestagung 2001 in der Stadt Recklinghausen, dargestellt und diskutiert am Beispiel der Emscher-Lippe-Region im Ruhrgebiet („Vom Montanrevier zur postindustriellen Urbanität?“). Berücksichtigung fanden insbesondere die entwicklungssteuernden Strategien vor Ort in Bezug auf Städtebau, innovative Technologien, Kultur, Freizeit und Verkehr.
Die Jahrestagung 2002 in der belgischen Stadt Brügge am Sitz des Provinciale Dienst voor Cultur der Provinzregierung Westflandern war eingebunden in die bereits seit 1969 bestehende politische, kulturelle und wissenschaftliche Kontaktpflege zwischen Westflandern und dem LWL. Die Programmpunkte zu den vollzogenen und geplanten Maßnahmen zur infrastrukturellen Zukunftssicherung Westflanderns sowie Stadtexkursionen durch Brügge (2002 „Kulturhauptstadt Europas“) und Gent führten zu fruchtbaren wechselseitigen Erkenntnissen und Vergleichen hinsichtlich der Raum- und Stadtentwicklung in zwei traditionsreichen Regionen (Westflandern und Westfalen) des nordwestlichen Mitteleuropas. Zu ihrer Jahrestagung 2003 wurde die GeKo vom Märkischen Kreis in die Stadt Lüdenscheid eingeladen, wo neben der aktuellen Situation und den Perspektiven der Armaturenindustrie, der Metallver- und -bearbeitung sowie der Kfz-Zulieferbetriebe auch die historische und gegenwärtige Technologieentwicklung sowie die zukünftigen Marktchancen der überwiegend mittelständischen Industrie des Gebietes im Mittelpunkt der Erörterungen standen. 
Zu Beginn der Jahrestagung 2004 in der Stadt Rheda- Wiedenbrück wurden geführte Besichtigungen weltweit tätiger Unternehmen der Erntetechnik bzw. der Hausgerätetechnik angeboten als Fallbeispiele für das breit diversifizierte Branchenspektrum, das hohe endogene Entwicklungspotenzial und die große Innovationsbereitschaft im Wirtschaftsraum Gütersloh, mit dem sich die Tagung im Wesentlichen beschäftigte.
Schwerpunktthemen der 2005 in der Stadt Ibbenbüren durchgeführten Tagung waren einerseits der Bergbau (einschl. Grubenfahrt) und die Kohleverstromung (Kraftwerksbesichtigung) im letzten noch aktiven Steinkohlefördergebiet Deutschlands außerhalb des Ruhrreviers und des Saarlandes sowie andererseits die Methoden und Resultate forstlichen Umweltmonitorings in Nordrhein-Westfalen und einer didaktisch orientierten Ökosystemforschung im Teutoburger Wald. Zur Ökosystemforschung konnten die Tagungsbesucher im Rahmen einer Fußexkursion durch das Untersuchungsgebiet bei Ibbenbüren an verschiedenen Feldlaborstationen, die unter Leitung von dem Kommissionsmitglied Prof. Dr. Jürgen Lethmate von Studierenden betreut und erläutert wurden, durch eigene Praktizierung der vorgeführten Messverfahren selbst einen anschaulichen Eindruck von Zusammenhängen und Wechselwirkungen zwischen Atmo-, Bio-, Pedo- und Hydrosphäre gewinnen. 
Die ausnahmsweise eintägige Jahrestagung in der Stadt Münster (2006) stand unter dem Zeichen des 70-jährigen Bestehens der GeKo wie auch der offiziellen Würdigung der Verdienste des langjährigen Wissenschaftlichen Referenten und Geschäftsführers Prof. Dr. Klaus Temlitz im Rahmen der westfälischen Landeskunde. Herr Temlitz, der auf der Jahrestagung mit seinem Vortrag „Terra cognita (?) – Die Arbeiten der Geographischen Kommission für Westfalen als Informationsquelle für landeskundliche Exkursionen“ einen persönlichen Einblick in sein bisheriges Wirken als Forscher und Lehrer der Landskunde Nordwestdeutschlands bzw. Westfalens gegeben hat, ist am 1.1.2007 offiziell in den sog. Ruhestand getreten, ist aber noch aktiv als Autor und Berater der GeKo tätig. Die Nachfolge in der Funktion der Geschäftsführung hat der bisherige zweite Wissenschaftliche Referent der GeKo, Herr Dr. Rudolf Grothues, angetreten. Die Stelle des zweiten Wissenschaftlichen Referenten der GeKo hat ab 1.1.2007 Frau Dipl.-Geogr. Dr. Carola Bischoff, bislang Wiss. Mitarbeiterin am Institut für Geographie der Universität Münster übernommen. Nicht nur die beiden o. g. Anlässe, sondern auch die erstmalige Vorstellung des Buchprojektes „WESTFALEN REGIONAL“, an der eine Vielzahl von (eingeladenen) Autoren sowohl aus der Mitgliedschaft der GeKo, als auch weit darüber hinaus beteiligt war, und nicht zuletzt auch die langjährige Tätigkeit von Herrn Prof. Dr. Klaus Temlitz in der Lehre des Instituts für Geographie im Fachbereich Geowissenschaften der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster führten zu einer gut besuchten Jahrestagung 2006.

Hier geht es zum Programm der Jahrestagung 2007 in Herne.

Hier geht es zum Programm der Jahrestagung 2008 in Beckum.

Hier geht es zum Programm der Jahrestagung 2009 in Blomberg und Lemgo.

Hier geht es zum Programm der Mitgliederversammlung 2010 in Münster.

Hier geht es zum Programm der Jahrestagung 2011 in Münster.

Hier geht es zum Programm der Jahrestagung 2012 in Arnsberg.

Hier geht es zum Programm der Jahrestagung 2013 in Minden-Lübbecke.