Kartograph Horst Pohlmann (li.) und Geschäftsführer Dr. Rudolf Grothues bei der Eröffnung des Jakobsweges in Telgte

Letzter Jakobsweg für Westfalen eröffnet

Im Mai ist in Telgte der fünfte und letzte durchgehende Weg der Jakobspilger nach historischem Vorbild feierlich eröffnet worden. Nach vorherigen Strecken (von Osnabrück nach Wuppertal, von Höxter nach Bochum, von Marburg über Siegen nach Köln und von Minden nach Soest) hat die LWL-Altertumskommission für Westfalen die alte Fernhandelsroute von Bielefeld über Warendorf, Münster, Coesfeld und Borken nach Wesel zunächst wissenschaftlich erforscht und dann als rund 195 Kilometer langen Pilgerweg ausgeschildert.

Die Geographische Kommission für Westfalen war an der Herstellung des Pilgerführers beteiligt ("Jakobswege Band 11. In 10 Etappen von Bielefeld über Münster nach Wesel", 14,95 Euro, auch für Radwanderer; Bachem-Verlag, ISBN 978-3-7616-2878-2). Neben einem Beitrag zur geographischen Einordnung des Weges wurden auch die Karten für den Band in der Geschäftsstelle überarbeitet.

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LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale hat den Förderpreis an Peter Wittkampf überreicht. Mit ihn freuen sich seine Frau Ilse Wittkampf und Prof. Dr. Karl Heinz Otto, Vorsitzender der Geographischen Kommission für Westfalen. Foto: LWL

LWL hat seinen Förderpreis an Peter Wittkampf aus Telgte verliehen

Münster/Telgte (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat seinen mit 3.100 Euro dotierten Förderpreis für westfälische Landeskunde in diesem Jahr an Peter Wittkampf aus Telgte (Kreis Warendorf) vergeben. LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale hat den Preis am Montag (27.4.) in Münster überreicht.

"Die landeskundlichen Erforschung Westfalens und die verständliche Vermittlung der Ergebnisse in Schule und Öffentlichkeit sind enorm wichtig. Ob es sich um Themen wie Demographie, Wirtschaft oder Religionsgeographie handelt, so wird das regionale Bewusstsein bereits bei Kindern und Jugendlichen gestärkt. Peter Wittkampf hat erkannt, dass ein Hineinwachsen in die kulturelle Tradition Grundlage ist für das menschliche Miteinander in der globalisierten Welt", lobte Rüschoff-Thale.

Wittkampf referierte im Rahmen der Preisverleihung über sein aktuelles Thema, die religionsgeographischen Strukturen und Prozesse in Westfalen-Lippe. Damit habe er einmal mehr seine pädagogische Kompetenz unter Beweis gestellt, die unter anderem den Rat für westfälische Landeskunde dazu veranlasste, ihn für den Preis vorzuschlagen, sagte der Vorsitzende der Geographischen Kommission für Westfalen, Prof. Dr. Karl-Heinz Otto in seiner Laudatio. "Was Peter Wittkampf in den letzten knapp zehn Jahren für die Geographische Kommission für Westfalen und damit für den Landschaftsverband Westfalen-Lippe erarbeitet und geschrieben hat, lässt sich eigentlich nicht mehr steigern", so Otto weiter.

Wittkampf wurde 2006 Mitglied der Geographischen Kommission für Westfalen und hat sich seitdem intensiv mit der landeskundlichen Forschung und ihrer Vermittlung beschäftigt. Die Buchreihe "Westfalen Regional" hat Wittkampf durch didaktische und geographische Beiträge maßgeblich mitgestaltet. Er ist Mitherausgeber des zweiten Bandes der Reihe. Für das Projekt "http://www.westfalen-regional.de " hat er rund 40 Beiträge geschrieben und größtenteils mit fachdidaktischen Hinweisen sowie Aufgaben- und Lösungsvorschlägen versehen. Außerdem ordnete er sowohl die gedruckten Bände als auch über 250 Einzelbeiträge anderer Autoren in die nordrhein-westfälischen Lehrpläne für Geographie ein und gab damit den Lehrenden Anhaltspunkte zur Verwendung bestimmter Beispielthemen aus Westfalen im Erdkundeunterricht.

Der 1948 in Anholt (Kreis Borken) geborene Wittkampf studierte von 1968 bis 1972 Germanistik, Geographie und Volkskunde an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2011 war er Lehrer für Deutsch und Erdkunde, zuletzt am Gymnasium Paulinum in Münster. Seit 1980 war er zudem Fachberater für das Fach Erdkunde bei der Bezirksregierung Münster.

Hintergrund
Der LWL vergibt seinen Förderpreis jährlich an ehrenamtlich engagierte Personen, die einen wichtigen wissenschaftlichen Beitrag zur westfälischen Landeskunde geleistet haben. Er soll diejenigen unterstützen, die meist ohne den ideellen und finanziellen Rückhalt einer großen Universität in ihrer Freizeit wesentliche Arbeitsergebnisse erbringen.


Pressekontakt:
Markus Fischer, LWL-Pressestelle, Telefon: 0251 591-235
presse@lwl.org

Der LWL zeichnet Peter Wittkampf mit seinem Förderpreis aus. Foto: LWL/Althaus

Der LWL verleiht seinen Förderpreis an Peter Wittkampf aus Telgte

Münster/Telgte (lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) vergibt seinen mit 3.100 Euro dotierten Förderpreis für westfälische Landeskunde in diesem Jahr an Peter Wittkampf aus Telgte (Kreis Warendorf). Das hat der LWL-Kulturausschuss beschlossen. Die Auszeichnung für seine Arbeiten zum landeskundlichen Schwerpunkt Westfalen wird Peter Wittkampf am 27. April im LWL-Landeshaus in Münster von LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale übergeben.

"Der Vorstand der Geographischen Kommission für Westfalen hat Peter Wittkampf schon seit Jahren den Titel "Fachdidaktischer Berater des Vorstandes" übertragen und ist sehr stolz, mit ihm eine so kompetente, engagierte und kollegiale Persönlichkeit in ihren Reihen zu haben", heißt es in der Begründung des Rates für westfälische Landeskunde. "Er bündelt seine großen pädagogischen und fachdidaktischen Kompetenzen mit seinem landeskundlichen Schwerpunkt Westfalen und spiegelt damit auch herausragende Aufgabenziele der geographischen Kommission wider. Diese liegen in der landeskundlichen Erforschung Westfalens und in der kompetenten und verständlichen Vermittlung der Ergebnisse in Schule und Öffentlichkeit", so der Rat weiter.

Der 1948 in Anholt (Kreis Borken) geborene Wittkampf studierte von 1968 bis 1972 Germanistik, Geographie und Volkskunde an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2011 war er Lehrer für Deutsch und Erdkunde, zuletzt am Gymnasium Paulinum in Münster. Seit 1980 war er zudem Fachberater für das Fach Erdkunde bei der Bezirksregierung Münster.

Im Jahr 2006 wurde Wittkampf Mitglied der Geographischen Kommission für Westfalen und hat sich seitdem intensiv mit der landeskundlichen Forschung und ihrer Vermittlung beschäftigt. "In zahlreichen Projekten, Beiträgen und Auftragsarbeiten hat er Beispiele aus Westfalen so strukturiert und aufbereitet, dass dadurch ihre praktische Anwendung im Geographieunterricht an westfälischen Schulen deutlich erleichtert und gesteigert wurde. Das ist wichtig, um den Schülern den eigenen Lebensraum besser begreiflich und durchdringbar zu machen", so der Vorsitzende der Geographischen Kommission für Westfalen, Prof. Dr. Karl-Heinz Otto.

Die Buchreihe "Westfalen Regional" hat Wittkampf durch didaktische und geographische Beiträge maßgeblich mitgestaltet. Er ist Mitherausgeber des zweiten Bandes der Reihe. Für das Projekt "http://www.westfalen-regional.de"; hat er rund 40 Beiträge geschrieben und größtenteils mit fachdidaktischen Hinweisen sowie Aufgaben- und Lösungsvorschlägen versehen. Außerdem ordnete er sowohl die gedruckten Bände als auch über 250 Einzelbeiträge anderer Autoren in die nordrhein-westfälischen Lehrpläne für Geographie ein und gab damit den Lehrenden Anhaltspunkte zur Verwendung bestimmter Beispielthemen aus Westfalen im Geographieunterricht.

Hintergrund
Der LWL vergibt seinen Förderpreis jährlich an ehrenamtlich engagierte Personen, die einen wichtigen wissenschaftlichen Beitrag zur westfälischen Landeskunde geleistet haben. Er soll diejenigen unterstützen, die meist ohne den ideellen und finanziellen Rückhalt einer großen Universität in ihrer Freizeit wesentliche Arbeitsergebnisse erbringen.

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Die Autoren des Kreis-Unna-Bandes der Reihe „Städte und Gemeinden in Westfalen“ tauschten sich im Kreishaus aus. Foto: B. Kalle – Kreis Unna

„Städte und Gemeinden in Westfalen“

Buch-Autoren treffen sich

Kreis Unna. (PK) Wissenswertes über den Kreis und seine Städte und Gemeinden in Buchform: Elf Autoren arbeiten zurzeit intensiv an einem Buch über den Kreis Unna. Jetzt haben sie sich zum zweiten Mal im Kreishaus getroffen. Inhalte und Erfahrungen auszutauschen – das war das Ziel.

„Es wird ein dickes Buch, das zeichnet sich schon jetzt ab“, sagt Dr. Carola Bischoff, wissenschaftliche Referentin der Geographischen Kommission für Westfalen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Sie betreut das Projekt und bringt die Autoren immer wieder zusammen. Zum Jahresende soll der 15. Band der Reihe „Städte und Gemeinden in Westfalen“ erscheinen.

Das Buch richtet sich an alle, die sich für den Kreis Unna interessieren. „Wir bereiten geographische Themen für die breite Öffentlichkeit auf“, erläutert  Dr. Carola Bischoff. Nach einer Einleitung, die den Kreis Unna als Ganzes vorstellt, werden detaillierte Einzeldarstellungen der einzelnen Kommunen folgen.

Die Schwerpunkte sind vielfältig und reichen von Stadtentwicklung bis hin zum kulturellen Leben, das sich im Kreis Unna deutlich von den benachbarten Großstädten unterscheidet: „Hier macht sich Kultur nicht so sehr an Kulturstätten fest“, sagt Dr. Bischoff. „sondern wird eher event-orientiert ausgelebt.“ 

Eine Vielzahl von Tabellen, Grafiken, Luftbildern, Fotos und thematischen Karten ergänzen die Beiträge.

Folgende Autoren sind an dem Band über den Kreis Unna (in Klammern die jeweiligen Schwerpunkte) beteiligt: Dr. Peter Kracht (Human- und physisch-geographischer Einleitungsbeitrag und Text über Fröndenberg/Ruhr), Dr. Götz Loos (Human- und physisch-geographischer Einleitungsbeitrag und Text über Kamen), Dr. Manfred Nolting (Bergkamen), Kathrin Fennhoff (Bönen), Jochen von Nathusius (Fröndenberg/Ruhr), Marc Gottwald-Kobras (Holzwickede), Andreas Beilein (Lünen), Moritz Schmidt (Schwerte), Dr. Friedhelm Pelzer (Selm), Dr. Carola Bischoff (Unna), Patrick Frescher (Werne).

Gruppenfoto in Gelsenkirchen Gruppenfoto im Consol-Park in Gelsenkirchen

Jahrestagung mit Mitgliederversammlung in Gelsenkirchen

Die diesjährige Jahrestagung der Geographischen Kommission für Westfalen fand im September unter dem Titel „Aufstieg – Niedergang – Neuanfang. Die bipolare Stadt Gelsenkirchen“ in Gelsenkirchen statt. Am Nachmittag des 26.09.2014 trafen sich schon zahlreiche Mitglieder zu einem gemeinsamen Rundgang zu aktuellen Stadtumbauprojekten in der Gelsenkirchener Innenstadt mit Dorothee Thierse und Sebastian Kröger vom Stadtumbaubüro City. Im Anschluss folgte eine interessante Führung durch das neueröffnete Hans-Sachs-Haus (Rathaus). Auf der Vortragsveranstaltung am frühen Abend im Stadtbauraum referierte nach der Begrüßung und Einleitung durch den Vorsitzenden, Prof. Dr. Karl-Heinz Otto, und einem Grußwort von Martina Rudowitz, 1. Bürgermeisterin der Stadt Gelsenkirchen, das Kommissionsmitglied Prof. Dr. Hans-Werner Wehling zum Thema „Gelsenkirchen – Stadtentwicklung, Strukturwandel und Zukunftsperspektiven“.

Am Samstag, den 27.09.2014, wurde die Jahrestagung mit einer Busexkursion unter Leitung von Prof. Dr. Wehling zu folgenden Standorten und Themen fortgesetzt: Zeche Holland - Umnutzung der Malakowtürme durch moderne und anspruchsvolle Wohnungen; GE-Ückendorf: Gelsenkirchener Expressionismus; Besichtigung der Heilig-Kreuz-Kirche; Begehung des Kulturpfades; Entwicklung der Bochumer Straße; Schalker Verein; Umnutzung und Rückbau der Wohnsiedlung Tossehof; Siedlung Erdbrüggenstraße am Consol-Park. Nachmittags folgte ein Rundgang durch den Stadtteil Schalke mit dem Programmschwerpunkt „Soziale Stadt“ durch Cordula Feigs, Raumplanerin im Stadtteilbüro Schalke. Letzter Programmpunkt war der Besuch des Nordsternparks mit Ausblick von der Dachterrasse. Die Mittagspause verbrachten die Kommissionsmitglieder im türk. Restaurant Bizim Corbaci.

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Prof. Dr. Winfried Schenk und Prof. Dr. Alois Mayr Der Vorsitzende der Deutschen Akademie für Landeskunde, Prof. Dr. Winfried Schenk (links), überreichte 2004 die Robert-Gradmann-Medaille an Prof. Dr. Alois Mayr aus Münster.

NACHRUF

Am 25.08.2014 verstarb im Alter von 76 Jahren Prof. Dr. Alois Mayr

Der Verstorbene war von 1983 bis 1996 Vorsitzender der Geographischen Kommission für Westfalen beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Außerdem war er lange Jahre Vorstandsmitglied und Mitglied der Atlasredaktion der Geographischen Kommission. Während seiner ehrenamtlichen Tätigkeit hat er maßgeblich zur Weiterentwicklung des „Geographisch-landeskundlichen Atlas von Westfalen“ und zur Entstehung der Reihe „Städte und Gemeinden in Westfalen“ beigetragen. Er war ein außerordentlich geschätzter Wissenschaftler und Kollege, der mit großem Engagement, Begeisterung und außerordentlichem Sachverstand die Arbeiten zur geographisch-landeskundlichen Forschung in Westfalen und auch auf nationaler Ebene vorangetrieben hat. Für den Neuaufbau des Leibniz-Instituts für Länderkunde (Leipzig), dessen Direktor er 1994-2003 war, und seine herausragenden landeskundlichen Arbeiten (vor allem auch Nationalatlas Bundesrepublik Deutschland) wurden Prof. Dr. Alois Mayr 2003 das Bundesverdienstkreuz am Bande und 2004 die Robert-Gradmann-Medaille der Deutschen Akademie für Landeskunde verliehen.
Mit seinem Wirken hat er bleibende Spuren bei der landeskundlichen Erforschung Westfalens hinterlassen.
Die Geographische Kommission für Westfalen nimmt dankbar Abschied von dem Verstorbenen und wird ihm stets ein ehrendes Gedenken bewahren.
Der Gottesdienst für Prof. Dr. Alois Mayr findet am Freitag, dem 12. September 2014, um 13.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Josef, Kinderhaus 14, 48149 Münster, statt. Die Beisetzung der Urne erfolgt anschließend auf dem Kinderhauser Friedhof.

Geographische Kommission für Westfalen
Prof. Dr. Karl-Heinz Otto, Vorsitzender
Dr. Rudolf Grothues
, Geschäftsführer                    

Frank Baranowski, Hans-Werner Wehling, Rudolf Grothues v.r.n.l.: Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski, Buchautor Hans-Werner Wehling und GeKo-Geschäftsführer Rudolf Grothues präsentieren den neuen Gelsenkirchen-Band (Foto: Martin Schulmann)

Geographische Kommission für Westfalen stellt Buch über Gelsenkirchen vor

Oberbürgermeister Frank Baranowski erhält druckfrisches Exemplar

Seit 1994 veröffentlicht die Geographische Kommission für Westfalen im LWL in der Schriftenreihe „Städte und Gemeinden in Westfalen“ repräsentative Bände, die über die Themen Landesnatur, historische Entwicklung, Lage und Ausstattung sowie Perspektiven und Planungen der westfälischen Kommunen eines Kreises sowie der kreisfreien Städte informieren. Der mittlerweile 14. Band der Reihe „Städte und Gemeinden in Westfalen“ ist nun der Stadt Gelsenkirchen gewidmet.

Der Autor des Bandes, Prof. Dr. Hans-Werner Wehling (Uni Duisburg Essen) und Dr. Rudolf Grothues (Geschäftsführer der Kommission) haben den Band jetzt offiziell an Oberbürgermeister Frank Baranowski übergeben.

Im Gegensatz zu den bisher erschienenen Bänden, in denen die einzelnen Beiträge von mehreren Autorinnen und Autoren immer auf die überblicksmäßige Darstellung des jeweiligen Kreises und der einzelnen Gemeinden nach vergleichbaren Aspekten ausgerichtet waren, wird in diesem Band die Stadt Gelsenkirchen thematisch und inhaltlich sehr viel intensiver dargestellt, angefangen von den Lagebeziehungen und dem vorindustriellen Leben, der wichtigen industriellen Entwicklung und der wirtschaftlichen Umbruchsituation, bis hin zur Bevölkerungsstruktur und dem demographischen Wandel. Erarbeitet wurde der Band „Gelsenkirchen“ von einem Mitglied der Geographischen Kommission für Westfalen, Prof. Dr. Hans-Werner Wehling. Während die bisherigen Bände immer von einem Autorenteam zusammengestellt wurden, ist dieser Band nur von einem Autor geschrieben worden.

Dieser auf wissenschaftlicher Grundlage und mit zahlreichen Medien ausgestattete und damit sehr anschaulich gestaltete Band ist als modernes landeskundliches Grundlagen- und Nachschlagewerk für eine breite interessierte Öffentlichkeit konzipiert: für Bürgerinnen und Bürger wie auch Politikerinnen und Politiker, Einheimische und Auswärtige, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachdisziplinen innerhalb der Stadt Gelsenkirchen, dem Ruhrgebiet und darüber hinaus. Besonders attraktiv fallen die zahlreichen Fotos, Luftbilder, Karten und Abbildungen auf. Der Band beginnt mit Grußworten des LWL-Direktors und des Oberbürgermeisters von Gelsenkirchen.

Mit dem Band „Gelsenkirchen – Stadtentwicklung, Strukturwandel und Zukunftsperspektiven“ verdeutlichen der Autor und die Geographische Kommission für Westfalen, dass es sich bei Gelsenkirchen um eine wirtschaftlich starke und interessante Stadt handelt, die nach dem Niedergang u.a. von Kohle und Stahl auf einem guten Weg zu neuen Stärken ist. Die Erarbeitung des Bandes wurde unterstützt durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe LWL, die Stadt Gelsenkirchen und den Regionalverband Ruhr RVR.

Die Veröffentlichungsreihe soll zur Identifikation mit der Region Westfalen, ihren Städten und Gemeinden beitragen. Damit steht auch jede Ausgabe der Buchreihe für ein Kernanliegen des LWL: „Für die Menschen. Für Westfalen-Lippe.“

Hans-Werner Wehling (2014): Gelsenkirchen – Stadtentwicklung, Strukturwandel und Zukunftsperspektiven. Redaktion: Rudolf Grothues. Kartographie: Gudrun Reichert. Reihe „Städte und Gemeinden in Westfalen“, Band 14. 204 Seiten, mit zahlreichen Abbildungen, Luftbildern, Fotos und Karten, durchgehend vierfarbig, gebunden. ISBN 978-3-402-14940-9. 19,80 EUR. Verlag Aschendorff. Münster

Das Buch ist im Buchhandel und im Hans-Sachs-Haus an der Stadt- und Touristinformation erhältlich.

Pressefoto_Autorenworkshop Landrat Michael Makiolla (4.v.r.) begrüßte die Autoren bei ihrem Treffen im Kreishaus. Sie arbeiten am Kreis-Unna-Band der Reihe „Städte und Gemeinden in Westfalen“. Foto: B. Kalle – Kreis Unna

LWL-Reihe „Städte und Gemeinden in Westfalen“ Elf Autoren schreiben Buch über den Kreis

Kreis Unna. (PK) Wissenswertes über den Kreis und seine Städte und Gemeinden in Buchform – das ist das Ziel der elf Autoren, die am 15. Band der Reihe „Städte und Gemeinden in Westfalen“ arbeiten. Ein ambitioniertes Buch-Projekt.

Das neue Buch der Geographischen Kommission für Westfalen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) soll im Herbst 2015 erscheinen. „Es richtet sich nicht an ein wissenschaftliches Fachpublikum“, erläutert Dr. Carola Bischoff, wissenschaftliche Referentin der Geographischen Kommission für Westfalen, „sondern bereitet geographische Themen für die breite, interessierte Öffentlichkeit auf.“

Nach einer Einleitung, die den Kreis Unna als Ganzes vorstellt, werden detaillierte Einzeldarstellungen der einzelnen Kommunen folgen. Eine Vielzahl von Tabellen, Grafiken, Luftbildern, Fotos und thematischen Karten ergänzen die Beiträge.

Die elf Autoren haben sich im Kreishaus erstmalig für dieses Projekt getroffen. Sie bringen umfassende Fachkenntnisse aus der Geographie, der Raumplanung und der Geschichte ein.

Folgende Autoren sind an dem Band über den Kreis Unna (in Klammern die jeweiligen Schwerpunkte) beteiligt: Dr. Peter Kracht (Human- und physisch-geographischer Einleitungsbeitrag und Text über Fröndenberg/Ruhr), Dr. Götz Loos (Human- und physisch-geographischer Einleitungsbeitrag und Text über Kamen), Dr. Manfred Nolting (Bergkamen), Kathrin Fennhoff (Bönen), Jochen von Nathusius (Fröndenberg/Ruhr), Marc Gottwald-Kobras (Holzwickede), Andreas Beilein (Lünen), Moritz Schmidt (Schwerte), Dr. Friedhelm Pelzer (Selm), Dr. Carola Bischoff (Unna), Patrick Frescher (Werne).

WebGIS-Projekt Stellen das WebGIS-Projekt vor: Thomas Bartoschek (v.r./Institut für Geoinformatik), Prof. Dr. Karl-Heinz Otto, Vorsitzender der Geographischen Kommission für Westfalen, Geschäftsführer Dr. Rudolf Grothues, LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch, Projektmitarbeiter Markus Wieneke und Prof. Dr. Edzer Pebesma, Direktor des Instituts für Geoinformatik. Foto: LWL

Interaktive Karten für den Schulunterricht

LWL startet Online-Projekt "WebGIS Westfalen"

Erdkundelehrern an westfälischen Schulen steht seit Montag (17.03.) ein neues Internet-Werkzeug für ihren Unterricht zur Verfügung: Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) startete in Münster sein internetbasiertes Geographisches Informationssystem (GIS), mit dem sich in wenigen Schritten digitale Westfalen-Karten erstellen lassen.

Abrufbar ist das neue Online-Projekt der Geographischen Kommission des LWL unter http://www.webgis-westfalen.de. Das "WebGIS" bietet Nutzern die Möglichkeit, thematische Karten der Region zu generieren. So können zum Beispiel Karten entstehen, die zeigen, wie hoch die Geburtenrate in den einzelnen Kreisen Westfalens ist. Die so entstandenen Karten können die Lehrer dann mit anderen Themen wie zum Beispiel der Sterberate in Beziehung setzen. Natürlich ist auch ein Ausdruck der selbst erstellten Karte möglich. "Mit WebGIS bietet der LWL ein innovatives Internetprojekt an, das auch mit den modernen Unterrichtsmedien genutzt werden kann. Dieses Internet-Werkzeug hilft den Lehrern dabei, westfälische Unterrichtsthemen zu erarbeiten", sagte LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch. "Außerdem können die Lehrer mit Hilfe von WebGIS im Sinne der Methodenkompetenz das Medium Karte mit den Schülern gemeinsam entwickeln und dabei auch erkennen, wie mit Kartendarstellungen manipuliert werden kann", so der LWL-Direktor weiter.

WebGIS Westfalen Mit "WebGIS Westfalen" können Nutzer thematische Westfalen-Karten erstellen und in Beziehung setzen wie hier die Geburten- und Sterberate. Foto: LWL

Die "WebGIS"-Macher haben großen Wert auf eine einfache Handhabung gelegt: "Die Funktionen sind auf das Wesentliche reduziert, wodurch sich die Anwendung intuitiv sehr leicht bedienen lässt. In nur wenigen Schritten können die Nutzer eigene Karten erstellen. Damit ist "WebGIS" Westfalen deutschlandweit das einzige Angebot seiner Art", so Kirsch.

Das Projekt, dessen Anfangsfinanzierung auf die Manfred-Engel-Stiftung aus Bielefeld zurückgeht, ist eine Kooperation der LWL-Kommission mit dem Institut für Geoinformatik der Universität Münster, das den technischen Part übernommen hat. "WebGIS" ist für den Unterricht in den Fächern Geographie, Politik und Gesellschaftslehre konzipiert. "Die Karten sollen den Schülern die Unterschiede zwischen den 27 Kreisen und kreisfreien Städten Westfalens mit nur wenigen Schritten näherbringen. Das geht mit dem PC, per Beamer oder mit computergestützten Medientafeln - lediglich ein Internetanschluss ist Voraussetzung", erklärt Dr. Rudolf Grothues, Geschäftsführer der Geographischen Kommission. Ergänzt wird das Angebot durch didaktische Hinweise für die Lehrer wie zum Beispiel einer Übersicht zu sinnvollen Kartenkombinationen und Fragestellungen.

Gestartet ist das Projekt nun mit dem für den Schulunterricht wichtigen Thema "Demographischer Wandel", das sich aus insgesamt 18 Merkmalen wie Geburten- oder Sterberate zusammensetzt. Dabei soll es aber nicht bleiben. Langfristig werden weitere gesellschaftliche Themenbereiche in die Anwendung eingebunden sowie die Datengrundlagen laufend aktualisiert.

Karl-Heinz Otto ist neuer Vorsitzender der Geographischen Kommission für Westfalen beim LWL

Die Geogra­phische Kommission für West­falen beim Land­schafts­verband Westfalen-Lippe (LWL) hat einen neuen Vor­sitzenden: Prof. Dr. Karl-Heinz Otto hat das Amt von Prof. Dr. Klaus Temlitz über­nommen, der aus Altersgrün­den nicht wieder gewählt wer­den durfte. Der 55-jährige Otto ist Professor für Geogra­phiedidaktik an der Bochumer Ruhr-Universität und seit 2004 im Vorstand der LWL-Kommission. Er lebt mit seiner Familie in Legden (Kreis Borken) im westlichen Münsterland.

In Rahmen seiner Forschungen beschäftigt er sich u. a. mit der Bildung für nachhaltige Ent­wicklung, der Kompetenzforschung im Bereich Erkenntnisgewinnung/Methoden (insbe­son­dere zum Experimentieren), der Rolle der Geowissenschaften im Geographieunterricht und der Analyse von geographischen Richtlinien und Lehrplänen. Seine regionalen Schwer­punkte sind Nordwestdeutschland, das Ruhrgebiet und Westfalen aber auch Lateinamerika.

Otto hat in Bielefeld und Münster Geographie und Biologie für das Lehramt studiert und im Anschluss daran sein Referendariat absolviert. Sein Diplom in Landschaftsökologie erwarb er im Jahr 1988. Von 1987 bis 1991 arbeitete er zunächst als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Didaktik der Geographie an der Universität Münster. Die Promotion zum Dok­tor der Naturwissenschaften erfolgte 1991. In Münster blieb er bis 2000 zunächst als wissen­schaftlicher Assistent und nach der Habilitation im Jahr 1997 als Hochschuldozent, bevor er dann an die TU Dortmund wechselte und dort den Lehrstuhl für Physische Geographie und Geoökologie vertrat. Seit 2004 ist er Universitätsprofessor am Geographischen Institut in Bochum. Forschungsreisen und Exkursionen führen ihn immer wieder nach Lateinamerika insbesondere in die Andenstaaten Ecuador, Bolivien, Chile und Argentinien. 

Dr. Rudolf Grothues, Dr. Barbara Rüschoff-Thale, Prof. Dr. Karl-Heinz Otto, Dr. Wolfgang Kirsch Der neue Vorsitzende der Geographischen Kommission für Westfalen, Prof. Dr. Karl-Heinz Otto (2.v.r.) wurde vom LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch (r.) herzlich begrüßt, mit dabei (v.l.) Dr. Rudolf Grothues, Geschäftsführer der Kommission, und die LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale. Foto: LWL/Leetz

Hohe Lebensqualität und starker Wirtschaftsstandort LWL präsentiert Buch über Städte und Gemeinden im Kreis Minden-Lübbecke

Minden (lwl). Geballtes Wissen über den Kreis Minden-Lübbecke bietet das neue Buch der Geographischen Kommission für Westfalen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). "Der Kreis Minden-Lübbecke" präsentiert das Kreisgebiet sowie die elf zum Kreis gehörenden Städte und Gemeinden auf 440 Seiten mit 46 farbigen Karten, 37 Tabellen, 132 Abbildungen und 164 Fotos.

Das Buch ist bereits der 13. Band der Reihe "Städte und Gemeinden in Westfalen". "Ich selbst habe in der Vergangenheit oft in den Büchern dieser Reihe nachgeschlagen, um mich über unsere Städte und Gemeinden in Westfalen zu informieren", so LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch, der am Donnerstag (24. 10.) die ersten druckfrischen Exemplare des Werkes im Kreishaus in Minden gemeinsam mit Vertretern der LWL-Kommission an die Bürgermeister und Vertreter der kreisangehörigen Städte und Gemeinden überreichte.

"Wir freuen uns darüber, dass nach dem letzten Kreisband 'Gütersloh‘ nun wieder ein Kreis aus Ostwestfalen in der Reihe 'Städte und Gemeinden in Westfalen‘ gewürdigt wird", so Landrat Dr. Ralf Niermann in seinem Grußwort zu dem Band. Ab sofort ist das Buch im Buchhandel erhältlich.

Sieben Autoren haben ehrenamtlich an diesem Band mitgewirkt. Sie wenden sich mit ihren Beiträgen an eine breite Öffentlichkeit: Einheimische finden hier ebenso Überraschendes wie Fremde, Laien können ebenso gut forschen wie Wissenschaftler, Bürger können sich genauso informieren wie Politiker.

Das Buch beschreibt alle elf Städte und Gemeinden des Kreises und beinhaltet drei weitere Einleitungsbeiträge über das Kreisgebiet insgesamt. Alle Beiträge sind angereichert mit thematischen Karten, statistischen Daten, Grafiken, Luftbildern und Fotos. So verdeutlichen die Autoren die Entwicklung und die aktuelle Situation des Kreises. Auch die Wirtschafts- und Bevölkerungsstruktur, die naturräumliche Ausstattung, die Verwaltungs-, Bildungs- und Freizeiteinrichtungen sowie die Chancen, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der einzelnen Städte und Gemeinden werden ausführlich beschrieben.

Weitere Informationen zur Buchveröffentlichung finden Sie hier


Der Kreis Minden-Lübbecke.
(Städte und Gemeinden in Westfalen 13).
Bischoff, C., Grothues, R., Pelzer, F. u. K. Temlitz (Hg.)

440 Seiten, 132 Abbildungen, 46 Karten, 164 Fotos, 37 Tabellen und 120 Infokästen.
Bezug: ISBN: 978-3-402-14939-3, Verlag Aschendorff Münster, Preis: 36,80 Euro

Übergabe Band "Kreis Minden-Lübbecke" LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch (links) bei der Übergabe des Bandes "Minden-Lübbecke" an den Landrat des Kreises, Dr. Ralf Niermann (3. v. links), im Beisein zahlreicher Bürgermeister aus dem Kreisgebiet sowie aller Autoren und Mitherausgeber (Bildquelle: S. Ohnesorge, Kreisverwaltung Minden-Lübbecke)
Autoren Band "Kreis Minden-Lübbecke" Die Autoren des Bandes "Minden-Lübbecke": (v.l.) Sandra Hamer, Prof. Dr. Werner Klohn, Dr. Georg Römhild, Dr. Carola Bischoff, Dr. Manfred Nolting, Dr. Günter Rook und Dr. Friedhelm Pelzer (Bildquelle: S. Ohnesorge, Kreisverwaltung Minden-Lübbecke)
Horst Pohlmann,Dr. Barbara Rüschoff-Thale, Willy Gerking, Dr. Aurelia Dickers, Dr. Vera Brieske, Dr. Rudolf Grothues Kartograph Horst Pohlmann, Landesrätin Dr. Barbara Rüschoff-Thale, Autor Willy Gerking, Dr. Aurelia Dickers (Vorsitzende der Altertumskommission), Dr. Vera Brieske (Geschäftsführerin der Altertumskommission) und Dr. Rudolf Grothues (Geschäftsführer der Geographischen Kommission) (v.l. ) (Foto: Pyrmonter Nachrichten)

Unterwegs in die Vergangenheit – Alte Wege und neue Straßen in Ostlippe

Schieder-Schwalenberg (lwl) Wer aufmerksam durch die Wälder und Wiesen in Ostlippe streift, entdeckt abseits heutiger Asphaltstraßen an vielen Stellen Hohlkehlen oder andere Spuren im Gelände, die auf ältere Wegeführungen hinweisen. Tatsächlich gab es bis 1813 in Lippe keine Straßen, sondern nur unbefestigte Naturwege, auf denen sich der gesamte nationale und lokale Verkehr bewegte. Wichtige Handelsrouten durchquerten die Region, darunter ein Abzweig des berühmten Hellwegs von Paderborn nach Magdeburg oder die aus Frankfurt kommende Bremer Straße, deren Benennung schon auf ihr Ziel hinweist. Das Reisen auf diesen alten Trassen war ein mühsames Geschäft. Reisewagen und Karren quälten sich die Berge hinauf und herunter und gruben mit der Zeit tiefe Rinnen, so genannte Hohlwege ins Gelände. Auch Regen, Schnee und Wind waren dem Zustand der Trassen nicht gerade zuträglich. Erst nach Ende der napoleonischen Kriegen vor 200 Jahren konnte die lippische Regierung daran gehen, die Wege zu Chausseen auszubauen und das Straßennetz anzulegen, auf dem wir auch heute noch unterwegs sind. In Archiven finden sich zahlreiche Zeugnisse, die von dem Zustand des damaligen Wegesystems zeugen. Berichte über schwere Unfälle oder zerbrochene Räder, unpassierbare Stellen und dadurch notwendige Umwege, Befehle zur Ausbesserung von Wegeabschnitten, Beschwerden über unangebrachte Wegezölle und vieles mehr lassen die Verkehrsgeschichte lebendig werden.

Willy Gerking hat diese Zeitzeugenberichte zum Sprechen gebracht. Er hat für die Region um die Städte Barntrup, Blomberg, Schieder-Schwalenberg und Lügde in Archiven und auf historischen Karten nach Hinweisen auf alte Wegeführungen gesucht und diese im Gelände wieder aufgespürt. Per GPS und mit zahlreichen Fotos hat der Heimatforscher die heute noch sichtbaren Wegerelikte dokumentiert. „Das ist einzigartig und eine herausragende Leistung der Grundlagenforschung“, lobte LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale, die eigens nach Schieder gekommen war, um die Publikation gemeinsam mit dem Autor vorzustellen.

Die Geographische Kommission und die Altertumskommission für Westfalen, zwei landeskundliche Forschungseinrichtungen beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), haben die historisch-geographische Arbeit von Willy Gerking herausgegeben. „Die Wege in Ostlippe haben unsere Kommissionen regelrecht zusammengeführt und ein echtes Gemeinschaftsprodukt entstehen lassen“, freut sich Dr. Aurelia Dickers, Vorsitzende der Altertumskommission. Ausgestattet mit über einhundert Fotos, alten Karten und neuen, von der Geographischen Kommission speziell für den Band angefertigten Plänen ist ein spannendes Buch entstanden, das seine Leser geradezu dazu einlädt, die alten Wege selbst wiederzuentdecken.

Hintergrund

Autor Willy Gerking ist seit 1986 Mitglied der Altertumskommission für Westfalen. Der gebürtige Lügder erforscht kulturgeschichtliche Phänomene seiner Heimatregion. Folgt man den Einträgen der Lippischen Landesbibliothek (Detmold), sind bereits über 120 Beiträge zu vielfältigen Themen aus den Bereichen Archäologie und Geschichte in Ostlippe von ihm verfasst worden. Er erweist sich damit als herausragender Kenner regionalgeschichtlicher Besonderheiten.

 

Die wissenschaftlichen Kommissionen des LWL stellen sich vor

Die GeKo Sitz der Dienststelle

Die Geographische Kommission für Westfalen...

... ist eine Vereinigung anerkannter Fachvertreterinnen und Fachvertreter aus Wissenschaft und Praxis.

Sie betreibt, unterstützt und dokumentiert geographisch-landeskundliche Forschung zu den unterschiedlichsten geographischen Themen, die den Raum Westfalen betreffen:
Landesnatur (Böden, Relief, Klima), Ökologie, regenerative Energien, Siedlungsentwicklung, Bevölkerungsstruktur, Kultur und Bildung, Wirtschaft, Verkehr, Tourismus, Administration und Landesplanung.

Weitere Informationen erhalten Sie unter dem Punkt "Über uns".