
von Gerhard Naendrup und Wilfried Stichmann
Inhalt
Wälder sind schon seit geraumer Zeit beliebte "außerschulische Lernorte". Unterrichtgänge mit dem Förster gab es bereits im 19. Jh. Aber erst in der zweiten Hälfte des 20. Jh.s rückte der Wald nachdrücklich in das Interesse des Naturschutzes und der Naturschutzerziehung. Die Diskussion um das "Waldsterben", das - obwohl es kaum an Brisanz verlor - inzwischen zum "immissionsbedingten Baumsterben" herabgestuft wurde, war einer der maßgeblichen Gründe dafür.
Zuvor war schon einmal "Wald in Not", als nach dem Zweiten Weltkrieg bis Anfang der 1950er Jahre in Folge von Reparationsforderungen der Siegermächte großflächig Wälder kahl geschlagen wurden. Damals war schnelles Handeln unter Mitwirkung der Bevölkerung - vor allem der Schulen und Jugendverbände - erforderlich, um Erosion und Deflation sowie weiteren Umweltschäden durch Neuaufforstung vorzubeugen. Aus den Waldeinsätzen der Jugend entwickelten sich die Jugendwaldheime. Diese vermitteln bis auf den heutigen Tag jungen Menschen - insbesondere aus waldfernen Ballungsräumen - Wissen und Walderlebnisse, vor allem die Möglichkeit zur praktischen Arbeit im Walde bei früher zwei-, jetzt einwöchigen Aufenthalten.
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Stichmann, W. (2001): Die Vielfalt der Waldpädagogik: Lernen mit Kopf, Herz und Hand. Waldpfade mit Erlebnischarakter, Naturkindergärten und Waldschulen. In: LÖBF-Mitteilungen 4/01. Recklinghausen, S. 41-48 |
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Stichmann, W. (2003): Waldpädagogik. In: Schulte, A. (Hg.): Wald in Nordrhein-Westfalen, Band 1. Münster, S. 495-515 |
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Stichmann, W. (2004): Waldpädagogik in Deutschland: Beispiele und Trends. In: Handbuch Naturschutz und Landschaftspflege, 12. Lieferung. Weinheim, S. 2-8 |
Erstveröffentlichung 2007