Die astronomischen Vorträge finden in der Regel am ersten Dienstag eines Monats um 19.30 Uhr statt. Jeder Vortrag ist in sich abgeschlossen und stellt ein bestimmtes astronomisches Thema allgemeinverständlich dar. Die Vorträge sind für interessierte Besucher ab 14 Jahren geeignet.
Eintritt: Erwachsene 4,- € | Kinder 2,- €
Veranstaltungsort: Zeiss-Planetarium im LWL-Museum für Naturkunde
Am 16. August verfinstert sich über Münster der Mond. Das LWL-Museum für Naturkunde des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) bietet daher um 17.00 Uhr eine kurze Vorführung im Zeiss-Planetarium an. Dr. Björn Voss, Astronom im Planetarium in Münster, erläutert live, was bei der Mondfinsternis abläuft. In einer Sternenführung zeigt Voss außerdem, was um den Mond herum alles am Himmel zu entdecken ist. Zu Beginn der eigentlichen Finsternis, ab 21.30 Uhr, stehen dann auf dem Museumsvorplatz Teleskope bereit, mit denen die Mondfinsternis und andere Besonderheiten des Sternenhimmels betrachtet werden können. Schauen Sie mit uns zum Mond!
Die Mondfinsternis wird folgendermaßen stattfinden: Abends, kurz nach 21.30 Uhr, wird der Vollmond langsam Stück für Stück dunkler. Er erscheint dann in einem kupferroten, fahlen Licht. Der Mond verfinstert sich jedoch nicht völlig: Ein kleiner Teil, etwas mehr als ein Zehntel, bleibt hell. Ihren Höhepunkt erreicht die Finsternis um 23.10 Uhr. Erst um 0.45 Uhr in der Nacht endet das Ereignis.
Das LWL-Museum für Naturkunde weist darauf hin, dass die abendliche Finsternisbeobachtung nur bei gutem Wetter stattfindet. Eintritt für den Kurzvortrag: Kinder 2,- €, Erwachsene 4,- €, Familien 9,- €. Weitere Informationen unter Telefon 0251.591-6099.
Dr. Björn Voss, LWL-Museum für Naturkunde
Auch nach Ende des Sommers sind am Abendhimmel noch immer die funkelnden Sterne der Sommer-Milchstraße zu sehen. Doch die nächtliche Hauptrolle übernehmen jetzt Herbst-Sternbilder wie das fliegende Pferd „Pegasus“ und die Königstochter „Andromeda“. Das entfernteste aller sichtbaren Himmelsobjekte, die Andromeda-Milchstraße, ist jetzt am besten zu sehen. Entdecken Sie im Planetarium, was der Herbst uns Sternen-himmlisches zu bieten hat!
Die Erkundung des aktuellen Himmels wird ergänzt durch die Erkundung des Planeten Mars. Er ist am Himmel zwar zur Zeit nicht zu sehen, steht aber dennoch im Mittelpunkt des Interesses: Im Mai ist auf ihm die Raumsonde „Phoenix“ gelandet und schickt zum ersten Mal Bilder aus den Polargebieten des roten Planeten. Was wurde dort entdeckt?
Dirk Lorenzen, Hamburg
Die Atacama-Wüste im Norden Chiles ist gewiss kein gastlicher Ort zum Leben - aber sie ist der beste Ort, um Astronomie zu betreiben. Nirgendwo sonst ist die Luft klarer und trockener als hier: Die Atacama ist das astronomische Paradies auf Erden. Mitten in der Wüste steht Europas Südsternwarte, ein gigantisches Observatorium aus vier Großteleskopen. Mit spezieller Technik schalten die Teleskope die Luftunruhe aus und blicken daher scharfsichtiger ins All als das Hubble-Weltraumteleskop!
Der Wissenschaftsjournalist und Buchautor Dirk Lorenzen hat das Observatorium in der Wüste oft besucht. Erleben Sie mit ihm eine Nacht am besten Teleskop der Welt und einen lockeren Streifzug durch die großen Fragen, die die Astronomen heute beschäftigen: Woraus besteht das Universum? Wann ist es entstanden? Gibt es noch andere bewohnte Welten im Kosmos?
Prof. Dr. Matthias Bartelmann, Universität Heidelberg
Ende 2008 soll der europäische Satellit Planck starten, der den gesamten Himmel im Mikrowellenbereich mit bisher unerreichter Genauigkeit abbilden soll. Das Ziel dieser Mission ist, die kosmische Hintergrundstrahlung zu beobachten, das „Nachleuchten des Urknalls“. Diese Hintergrundstrahlung zeigt winzige Helligkeitsschwankungen, die ihr im noch sehr jungen Universum aufgeprägt wurden. Viele Eigenschaften des Universums lassen sich aus daraus in hoher Präzision ablesen.
Gegenüber dem, was wir aus vorherigen Beobachtungen schon wissen, wird Planck unser Weltbild noch einmal erheblich verbessern. Planck wird uns an eine Schwelle bringen, wo wir grundlegend neue Eigenschaften des Universums anhand des „Mikrowellenhimmels“ erkennen könnten.
Dr. Kai Multhaup, Universität Münster
Merkur, der innerste Planet unseres Sonnensystems, ist Ziel der aufwendigen Mission BepiColombo, die die europäische Weltraumagentur ESA derzeit plant. Bis zum Start im Jahr 2013 ist noch viel zu tun: Elf Instrumente und ein eigener Orbiter der japanischen Partnerorganisation müssen entwickelt und gebaut werden. Eine der Nutzlasten von BepiColombo heißt MERTIS und kommt aus Münster.
Bereits jetzt erforscht die NASA-Sonde MESSENGER den Merkur. Welche Erkenntnisse wurden bislang gewonnen und warum wird von BepiColombo ein noch größerer Quantensprung in unserem Verständnis des „Götterboten“ Merkur erwartet?
Dr. Multhaup arbeitet im Projekt-Management von MERTIS und unterstützt den Leiter des Vorhabens bei Planung und Projektsteuerung.
