Hörspiele unterm Sternenhimmel

Nachdem Deutschlandradio Kultur u.a. in den Berliner Großplanetarien sehr erfolgreich seine selbstproduzierten Hörspiele präsentiert hat, werden seit 2008 auch im münsterischen Großplanetarium im LWL-Museum für Naturkunde eine Auswahl von Hörspielen angeboten.

Die Zusammenarbeit von Deutschlandradio Kultur aus Berlin und dem Planetarium im LWL-Museum für Naturkunde aus Münster geht in eine weitere Runde. Die ausgewählten Produktionen werden öffentlich an zwei Abenden unter der sternenüberfluteten Kuppel des Planetariums zu hören sein. Beginn des gemeinsamen Hörgenusses ist an beiden Abenden um 19.30 Uhr.

In der Pause zwischen den Stücken des ersten Abends und in den zwei Pausen des zweiten Abends, sorgt das hauseigene Café Landois für das leibliche Wohl der Zuhörer.

Der Krimiabend | Freitag, 20. April 2012 | 19.30 Uhr | 30 Min. Pause

Otto Mellies. Foto Copyright: Deutschlandradio - Noel Tovia Matoff
Voraufführung: Blutstein

A) Oliver Bukowski „Bahlkes letzte Liebe“

DLR Berlin/NDR 1996 | Regie: Joachim Staritz | 52 Min.
mit Gerd Haucke, Brigitte Mira, Gisela Schneeberger, Margit Bendokat und Horst Lebinsky

Um seine geliebte Katja aus dem Knast zu holen, beschließt Henning Bahlke aufs Ganze zu gehen. So landet die Richterin Dr. Beate Nelken nicht wie geplant auf ihrer Urlaubsinsel Sylt, sondern gefesselt als Geisel in Hennings Wagen. Der unfreiwillige Ausflug führt sie zu Mutter Bahlke, die in ihr die künftige Schwiegertochter sieht. Als Katja plötzlich auftaucht, überschlagen sich die tragikomischen Ereignisse. Bahlke begreift, dass er die Situation nicht mehr im Griff hat...

Oliver Bukowski, 1961 in Cottbus geboren, studierte Philosophie und Sozialwissenschaften und lebt als freier Autor in Berlin. Gerhart-Hauptmann-Preis 1994. Bukowskis Krimi „Monis Männer“ (DLR Berlin 1995) wurde von vielen Sendern übernommen. Nach diesem Hörspiel entstand auch das inzwischen uraufgeführte Theaterstück „Bis Denver“.


B) Voraufführung - Johan Theorin „Blutstein“

DKultur 2012 | aus dem Schwedischen: Kerstin Schöps | Bearbeitung: Andrea Czesienski | Komposition: Werner Cee | Regie: Götz Naleppa | 56 Min.
mit Judith Engel, Otto Mellies, Ulrich Noethen u.v.a.

Wenn sich Elfen und Trolle im Steinbruch bekriegen, färbt ihr Blut den Stein rot. Vendela kennt die Geschichten, sie hat ihre Kindheit auf Öland verbracht. Nun zieht sie mit ihrem Mann in eine Villa am Steinbruch. Nachbar ist der alte Gerlof, er erzählt ihr von mysteriösen Tagebüchern seiner verstorbenen Frau. Mit Per, frisch geschieden und Erbe eines Hauses, geht sie joggen. Dann wird der Filmproduzent Morner, Pers Vater, umgebracht, seine Studios bei einem Anschlag vernichtet. Per geht den Spuren nach, Gerlof und Vendela helfen ihm. Keiner ahnt, dass auch Per in Gefahr ist.

Johan Theorin, geb. 1963 in Göteborg, hat mit seinen drei Romanen des geplanten Jahreszeiten-Quartetts internationalen Erfolg und wurde in 13 Sprachen übersetzt. DKultur produzierte 2009 „Öland“, vom Hörverlag München auch als Hörbuch veröffentlicht, und „Nebelsturm“ 2011.
 


Der Hörspielabend | Samstag, 21. April 2012 | 19.30 Uhr | 30 Min. Pause

Judith Lorentz, Bettina Kurth, Hermann Bohlen. Foto Copyright: Deutschlandradio - Sandro Most
ALFRED C. - Aus dem Leben eines Getreidehändlers

A) Christoph Prochnow „Der Zahn des Voltaire“

DKultur 2011 | Regie: Rainer Clute | 56 Min.
mit Christian Rogler, Max von Pufendorf, Lisa Hrdina, Hans Teuscher u.v.a.

Paris 1894. Das Voltaire-Museum bereitet eine Ausstellung zum 200. Geburtstag des großen Philosophen vor. Direktor Orieux möchte auch eine der letzten Reliquien präsentieren: einen Zahn. Dessen Besitzer will ihn aber nicht herausgeben. Also beauftragt Orieux seinen Angestellten, die Schwester des Widerspenstigen für eine Vermittlung zu gewinnen. Als Madame de Martigniac am nächsten Morgen das Haus des Bruders betritt, findet sie ihn erwürgt vor dem offenen Tresor. Der Zahn fehlt. Orieux bietet nun der Polizei Mithilfe beim Aufspüren von Reliquie und Mörder an.

Christoph Prochnow, geb. 1942, studierte an der Filmhochschule Babelsberg, arbeitete als Dramaturg im DEFA-Studio und seit 1973 auch fürs Hörspiel, lebt in Berlin. DKultur produzierte seine Krimis „Mord im Kopf“, „Todesphantasie“ (2008) und „Der letzte Schritt“ (2010).


B) Hermann Bohlen „ALFRED C. - Aus dem Leben eines Getreidehändlers“


DKultur/HR 2012 | Regie: Judith Lorentz und Hermann Bohlen | 56 Min.
mit Harald Halgardt, Hermann Bohlen, Bettina Kurth u.v.a.

Der Getreidehändler Alfred C. hat sein Leben lang alles gegeben, um dem Gemeinwohl zu dienen, hat Millionen gespendet, eine Naturpark-Bewegung ins Leben gerufen und jedes Wochenende in der Heide Bonbon-Papierchen gesammelt. Sein Bild findet sich auf allen Veröffentlichungen der Stiftung, die er gegründet hat, sein Name wird überall genannt. Aber wieso hört oder liest man nirgends etwas von ihm? Wieso ist nicht mal ein Trinkspruch übrig geblieben, wieso von seinen Schriften alles getilgt? Hermann Bohlen hat nachgeforscht und dem Toten die Zunge gelöst.

Hermann Bohlen, geb. 1963 in Celle, studierte Sinologie und lebt in Berlin. Schreibt und produziert seit 1994 Hörspiele und ‚Wurfsendungen‘. Publikumspreis ‚Lautsprecher‘ der Akademie der Künste Berlin für „Prozedur 7.7.0“ (SFB 1996). Zuletzt: „Angriff ist die beste Verteidigung“(SWR 2009).
 


VERANSTALTUNGSORT
LWL-Museum für Naturkunde
Westfälisches Landesmuseum mit Planetarium
Sentruper Str. 285 | 48161 Münster
Telefon 0251.591-05 | Fax 0251.591-6098
naturkundemuseum@lwl.org | planetarium@lwl.org

EINTRITTSPREISE HÖRSPIELE

Eintrittspreis 10,00 € pro Abend

KARTENVERKAUF

Eintrittskarten für alle Hörspiele sind erhältlich bei Münster Information, Telefon 02 51.492-27 14 und im LWL-Museum für Naturkunde, Telefon 02 51.591 -05.

PAUSENANGEBOT
Infostand von Deutschlandradio Kultur. Sekt, Wein, Imbiss und andere Schlemmereien von Kortmann’s Café Landois.
 


Hört!

In Münster auf UKW:
97,5

Weitere Informationen: www.dradio.de

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