Fossilien als Bodendenkmäler
Seit 1980 können in Nordrhein-Westfalen nach dem Denkmalschutzgesetz Fossilien als Bodendenkmäler geschützt werden. Das LWL-Museum für Naturkunde konnte seit dieser Zeit viele Fossilien retten, die bei Eingriffen in den Untergrund gefährdet waren. Die Versteinerungen geben eine Übersicht über die Entwicklung der Landschaft Westfalens und des Lebens in der Region.
Sammlungsbedeutung
Von herausragender Bedeutung in der Sammlung sind die größten Ammoniten der Welt aus Westfalen, die schon seit 1887 bzw. 1895 im Eigentum des LWL-Museums für Naturkunde sind.
Von internationaler Bedeutung sind auch die Funde aus dem Karbon bei Hagen-Vorhalle. Hier konnte das Museum in Grabungen von 1990 bis 1997 unter anderem 300 fossile Insekten bergen. Bisher konnten 18 verschiedene Arten nachgewiesen werden. Eine Reihe von Veröffentlichungen liegt hierzu vor.
Von großer Bedeutung sind auch die Dinosaurier-Funde aus dem Wiehengebirge, die 1998 entdeckt und ausgegraben wurden. Die Funde sind einem Raubsaurier zuzuordnen, der einem 13 m langen Allosaurus hinsichtlich der Größe noch übertroffen haben muss.
