Museumsführung „opp platt“
Den Wandel der westfälischen Landschaft verfolgen – auf Plattdeutsch wohlgemerkt, das können alle interessierten Gruppen im LWL-Museum für Naturkunde in Münster. Am Donnerstag, den 5. Juni heißt es im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe (LWL) „En ollen Lünink fängt man nich mit Kaff“. Anmeldungen für Gruppen zu der rund einstündige Führung sind ab sofort möglich.
Der von Robert Hüchtker geführte Rundgang durch die Ausstellung „Westfalen im Wandel – Von der Mammutsteppe zur Agrarlandschaft“ erfreut sich großer Beliebtheit. Amüsante, teils skurrile und spannende Gesichten rund um „Lünink“ und „Schitup“ – zu deutsch, Spatz und Wiedehopf“ – begleiten die Teilnehmer auf ihrem Weg durch die Natur Westfalens.
Die Teilnehmer können anhand von Zeitdokumenten beobachten, wie der Einfluss des Menschen über die Jahrhunderte das Landschaftsbild geprägt hat. Unsere heimischen Wiesen und Wälder haben tiefgreifende Veränderungen erfahren, die zum Teil auf kuriosen Regelungen zurückgeführt werden können. Wer weiß, was es in dieser Hinsicht mit dem „Harhammersmieten“, einem Hammerweitwurf auf sich hat? Diese, aber auch andere erheiternde Anekdoten aus Hüchtkers Wissen um allerlei westfälische Bräuche kommen nicht zu kurz und werden beim ein oder anderen Besucher Erinnerungen an vergangene Kindertage wecken. Neben Einsichten in die „gute alte Zeit“, bleibt den Teilnehmern schließlich auch ein Einblick in die heutige Agrarkultur nicht vorenthalten.
Die plattdeutsche Führung „En ollen Lünink fäng man nich mit Kaff“ können Gruppen jeden ersten Donnerstagnachmittag im Monat buchen. Die Kosten pro Gruppe belaufen sich auf 25,00 Euro zuzüglich Museumseintritt. Anmeldungen nimmt das LWL-Museum für Naturkunde in der Sentruper Str. 285 dienstags bis freitags von 9.00 bis 18.00 Uhr unter Telefon 0251.591-6050 entgegen.