Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 965 n.Chr. und bezeichnet das heutige „Heilige Meer“ als „Drevanameri“ (= Dreigrenzenmeer): hier stießen die Grenzen von drei sächsischen Gauen zusammen. Noch heute sind diese Grenzen teilweise vorhanden, so läuft die Grenze zwischen den Gemeinden Hopsten und Recke mitten durch das Große Heilige Meer. Die Herleitung der Bezeichnung „Heiliges“ Feld bzw. „Heiliges“ Meer ist nicht klar. Es hat vermutlich nichts mit dem Wort „heilig“ zu tun, sondern ist entweder von „hel“ (Hölle) oder von „hil“ (hillig = arg, schlimm) abzuleiten, oder möglicherweise auch auf „hola“ (hol = Bruch, Tiefe, Loch) zurückzuführen. Man könnte dann das „Heilige Feld“ als Bruchfeld und das „Heilige Meer“ als Bruch- bzw. Einsturzmeer deuten. Denkbar ist auch eine Deutung, die von einer langjährigen Nutzung der Gewässer ausgeht. So haben die „Heiligen“ Frauen vom Kloster Gravenhorst nach urkundlichen Angaben im Mittelalter die Fischereirechte am Großen Heiligen Meer besessen.
