Aktuelles
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„Strategien und Methoden der Christianisierung einer kriegerischen Gesellschaft“
Öffentlicher Abendvortrag von Professor Gerd Althoff

Bereits zum dritten Mal haben sich in Paderborn die Stadt, das Erzbistum und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe zusammengefunden, um eine überregionale kunst- und kulturhistorische Mittelalterausstellung auf den Weg zu bringen. Nach den Ausstellungen „Kunst und Kultur der Karolingerzeit“ von 1999 und „Canossa – Erschütterung der Welt“ von 2006 wird das neue Projekt mit dem Titel „CREDO – Christianisierung Europas im Mittelalter“ im kommenden Jahr an den Start gehen.

Zur Vorbereitung der Ausstellung wird in der kommenden Woche das mit internationalen Forschern besetzte Symposium: „Missionare, Heilige und die Christianisierung Europas im Mittelalter“ in Paderborn stattfinden. Den öffentlichen Abendvortrag zum Symposium wird der renommierte Münsteraner Historiker Professor Gerd Althoff zum Thema „Strategien und Methoden der Christianisierung einer kriegerischen Gesellschaft“ halten. Zu diesem Vortrag sind Interessierte am Mittwoch, den 28.März 2012, 20 Uhr in die Aula des Museums in die Kaiserpfalz eingeladen. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Infos zu Ausstellung und Symposium unter www.credo-ausstellung.de.
 
Besucher-Rekord auf der Tagung "Archäologie in Westfalen-Lippe"
ehr als 350 Archäologie-Begeisterte kamen zur diesjährigen Fachtagung "Archäologie in Westfalen-Lippe" nach Münster

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Osterferien-Programm 2012
 
Wie man aus Schafswolle einen Faden spinnt, erklärt in den Osterferien der Museumsmaulwurf Kalle. Foto: LWL
Kalle, der Museumsmaulwurf

Eigentlich hat sich Kalle der Maulwurf auf Ferien eingestellt: Nur essen und faulenzen möchte er. Doch daraus wird vorerst nichts. Die Vorratskammer ist leer und dann versperrt auch noch ein Hindernis den Maulwurfsgang, so dass der einzige Regenwurm weit und breit entwischt. Kalle beschließt, seine Freunde, die Archäologen hinzu zu ziehen und damit ist es mit dem gemütlichen Ferientag endgültig vorbei.
Nachdem die Kinder Kalle in einem 15minütigen Film auf seinen Abenteuern mit den Archäologen begleitet haben, entdecken sie in der Ausstellung seine Funde. Diese verraten ihnen viel über frühmittelalterliche Textilherstellung und schließlich spinnen sie selbst einen Faden aus Schafswolle.

Termin: 11.4.2012, 15.00 bis 16.30 Uhr
Altersstufen: 6- bis 9-Jährige
Kosten: 1 € Materialkosten zzgl. 1,50 € Eintritt
Dauer: 1,5 Stunden
 
Erst wenn die kleinen Schmuckstücke aus dem Ofen kommen, erstrahlen die Farben der Emaille in vollem Glanz. Foto: LWL
Emaille – Eine besondere Kunst

Im Mittelalter verzierten Goldschmiede kostbaren Schmuck mit Emaille. Sie bestreuten Metalle mit farbigen Pulvern, die dann bei hohen Temperaturen geschmolzen wurden. Nach dem Abkühlen glänzt die Emailleglasur und schimmert farbenprächtig.
Auf einem Museumsrundgang betrachten wir aufwändig mit Emaille geschmückte mittelalterliche Fibeln, bevor wir nach dem Vorbild dieser Gewandschließen selber ein Schmuckstück emaillieren.

Termin: 12.4.2012, 15.00 bis 16.30 Uhr
Altersstufen: 10- bis 12-Jährige
Kosten: 2 € Materialkosten zzgl. 1,50 € Eintritt
Dauer: 1,5 Stunden
 
Frisch vom Feld in die Vitrine:
Neuentdecktes Siegel eines Paderborner Abtes ab sofort im Museum in der Kaiserpfalz

An einem der letzten Tage des Jahres 2011 macht Claus-Dieter Stelter einen überraschenden Fund: In der Nähe von Bad Driburg findet der lizensierte Sondengänger, der ehrenamtlich mit den Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zusammenarbeitet, ein graviertes, golden glänzendes Stück Metall.
 
Ein verspätetes Weihnachtsgeschenk: Paderborner Stadtarchäologe Dr. Sven Spiong mit dem neueentdeckten Siegelstempel des Paderborner Benediktinerabtes Jodocus. Foto: LWL
Nach der Begutachtung des Stücks durch die LWL-Archäologen und den Historiker Hermann-Josef Schmalor steht fest: Der Sondengänger hat einen Siegelstempel des Abtes Jodocus Rosa gefunden, der von 1582 bis 1598 dem Benediktinerkloster Abdinghof in Paderborn vorstand – und ein höchst bewegtes Leben hatte. Der neue Fund ist noch bis zum 2. Mai im Museum in Kaiserpfalz in Paderborn zu sehen.

''Jodocus Rosa lebte in einer Zeit, in der der Protestantismus überall in Paderborn um sich griff – selbst in höchsten Adelskreisen. Dagegen und gegen die vermeintlich laxen Sitten in seinem Kloster kämpfte er'', wissen der Stadtarchäologe Paderborns, Dr. Sven Spiong, und der Historiker Hermann-Josef Schmalor. ''Doch seine Versuche, die katholische Kirche zu stärken und sein Kloster auf dem rechten Weg zu halten, waren vergeblich.''

Schließlich gab der Abt auf, erlaubte seinen Ordensbrüdern sogar offiziell den Genuss von Butter, Käse und Fleisch und das Tragen wärmerer Kleidung – und musste dennoch hinnehmen, dass vier seiner Mönche zum Protestantismus übertraten. Das war zu viel für Jodocus: er trat im Jahr 1598 frustriert von seinem Amt zurück. Seitdem lebte er zurückgezogen im Kloster und widmete sein weiteres Leben dem Studium der Klosterbibliothek. Geistig umnachtet und depressiv stürzte er sich rund 40 Jahre später aus einem der Fenster und starb drei Tage später am 29. März 1639.
 
Der Siegelstempel datiert in das späte 16. Jahrhundert und zeigt den Abt unter einem Baldachin sitzend in vollem Ornat. Foto: LWL
Das neuentdeckte Siegel, das aus dem späten 16. Jahrhundert stammt, zeigt den Abt in vollem Ornat unter einem Baldachin thronend. Die lateinische Umschrift ''SIGILLU[M] JODO[CI] ABBATIS MO[NASTERII] APO[STOLORUM] PETRI ET PAULI IN PADERBORN'' (deutsch: ''Siegel des Abtes Jodocus des Klosters der Apostel Petrus und Paulus in Paderborn'') macht die eindeutige Identifizierung des Siegels möglich. Erhalten ist nur der 6 mal 4 Zentimeter große Siegelstempel, der Holzgriff ist im Laufe der Jahrhunderte zerfallen.

Museumsleiter Dr. Martin Kroker: ''Es ist mir sehr wichtig, neue und aktuelle Funde im Museum präsentieren zu können, darum gibt es in unserer Sammlung einen eigenen Bereich für neue Archäologie-Entdeckungen aus Paderborn.'' Neben dem Siegelstempel zeigt das Museum auch eine Originalurkunde aus dem Jahr 1584, die der Abt vor rund 427 Jahren mit dem nun gefundenen Stempel siegelte.
 
Das geht gut los!
Der neue Veranstaltungskalender ist da!

Die Veranstaltungen fürs 1. Halbjahr 2012 stehen nun fest. Alle Führungen und Programme haben wir für Sie als PDF zum Download bereitgestellt.

 
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