Sonderausstellungen
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Bemalung einer Glasflasche
Die Schülerinnen und Schüler bemalten Glasflaschen und ... Foto: LWL/K. Hartmann
 
Emaillierte Schmuckstücke
... fertigten eine ganze Reihe von emailleverzierten Schmuckstücken her. Foto: LWL/K. Hartmann



 
Ohrring vom Kiewer Typ. Foto: LWL/Soful
 
Silberohrring, an dessen Ring beziehungsweise „Kuppel“ jeweils sieben Kettchen befestigt sind. An den Enden der Kettchen hängen Silberperlen und Pressbleche. Es handelt sich hierbei um einen seltenen Fund, der zwischen 950 und 1050 in Mode war. Foto: LWL/Roman Soful.
 
Schuhsohlen und ein fast kompletter Krug erhielten sich im Straßenschlamm und zeigen den Niedergang des Hellwegs im 14. und frühen 15. Jahrhundert. Foto: LWL/S. Spiong.
 
Ein rätselhafter Zierdraht von der Ausgrabung an der Gaukirche. Foto: LWL/Wegener.
 
Moderne Interpretationen mittelalterlicher Buchkunst fertigten die Schülerinnen des Gymnasium St. Michael an. Foto: LWL/C. Pluschke.






 

















 
Der 300 Jahre alte Besen wird im Wasserbecken platziert. Foto: LWL/S. Mosch.









 
Zwei Anhänger in Form von Kruzifixen
Der größte Schatz ist unsere Geschichte: Solche Kruzifixe, an Halsketten getragen, waren im Mittelalter Ausdruck der Frömmigkeit. Foto: LWL/Brentführer.











 
 
Otto Baum: Stehendes Mädchen; Marg Moll: Tänzerin © Museum für Vor- und Frühgeschichte, Staatliche Museen zu Berlin. Foto: Achim Kleuker
Sonderausstellung "Der Berliner Skulpturenfund. `Entartete Kunst´ im Bombenschutt"
Vom 4. April bis 15. Juni 2014


Archäologie und moderne Skulpturen?
Ein Sensationsfund: Im Vorfeld des U-Bahnbaus am Roten Rathaus in Berlin wurden 2010 bei archäologischen Grabungen Skulpturen der klassischen Moderne geborgen. Bei den 16 zu Tage getretenen Fundstücken handelt es sich um verschollen geglaubte Kunstwerke, die von den Nationalsozialisten als sogenannte „Entartete Kunst“ klassifiziert worden waren. In der Zeit von 1937 bis 1941 hatten die Nationalsozialisten ca. 20.000 Kunstobjekte mit dem Makel ‚entartet‘ aus deutschen Museen entfernt oder zerstört, viele gelten bis heute als vermisst.

Die vom Schicksal gezeichneten Objekte wurden erstmalig innerhalb der Sonderausstellung ‚Der Berliner Skulpturenfund. „Entartete Kunst“ im Bombenschutt‘ im Neuen Museum Berlin gezeigt. Nach weiteren Stationen in anderen deutschen Städten konnte das Ausstellungsprojekt nun auch für das Museum in der Kaiserpfalz des LWL gewonnen werden.

Die Sonderausstellung zeigt, wie spannend und aktuell Archäologie sein kann. Bei den Grabungen in Berlin wurden keine antiken oder mittelalterlichen Schätze gefunden, sondern Skulpturen aus dem 20. Jahrhundert. Sie erinnern an eine Zeit der Zerstörung und der Vertreibung von Künstlern während des Nationalsozialismus. Gleichzeitig stehen sie jedoch für eine Phase des Wiederaufbaus und spektakulärer Entdeckungen – vergleichbar mit der Entdeckung der alten Kaiserpfalz in Paderborn, die ebenfalls aus dem Bombenschutt geborgen wurde.

In der Zeit vom 04.04. bis 15.06.2014 zeigt das Museum Skulpturen der Künstler Otto Baum, Karl Ehlers, Otto Freundlich, Richard Haizmann, Will Lammert, Karl Knappe, Marg Moll, Karel Niestrath, Emy Roeder, Edwin Scharff, Naum Slutzky, Milly Steger, Gustav Heinrich Wolff und Fritz Wrampe.
Seien Sie gespannt auf die ungewöhnlich modernen Gäste in der Kaiserpfalz!
Den Flyer mit weiteren Infos gibt es hier.
 
Rückblick
 
Sonderausstellung
Die große Sonderausstellung „CREDO – Christianisierung Europas im Mittelalter“ war vom 26. Juli bis 3. November 2013 im Museum in der Kaiserpfalz zu sehen.
 
Der Kelch des Kaisers Romanos aus dem 10. Jahrhundert ist aus besonders kostbaren Materialien hergestellt (Tesoro della Basilica di San Marco, Venedig). Ab 26.7.2013 im Museum in der Kaiserpfalz zu sehen!
Wie wurde Europa christlich? Was wissen wir über die Glaubensvorstellungen der Menschen, bevor sie mit dem Christentum in Kontakt kamen? Die Ausbreitung des Christentums in Europa war Thema der großen kunst- und kulturhistorischen Mittelalter-Ausstellung.

Der Anlass: Im Jahr 313 wurde mit der Mailänder Vereinbarung der römischen Kaiser Konstantin und Licinius das Christentum erstmals als Religion toleriert – ein Wendepunkt, der für den weiteren Verlauf und die Ausbreitung des Christentums von entscheidender Bedeutung war. 2013 jährte sich diese Übereinkunft zum 1700. Mal.

Die Ausstellung zeigte hochkarätige Exponate aus ganz Europa, darunter Werke aus Museen, Bibliotheken und Sammlungen in Warschau, London, Oslo, Paris, Berlin, Dublin und Rom. Seltene Papyrusfragmente mit Briefen des Apostels Paulus, Schatzkunst aus der Merowingerzeit, irische Vortragekreuze, slawische Idole oder auch kunstvoll geschnitzte skandinavische Stabkirchenportale vermittelten den Besuchern ein eindrucksvolles Panorama der Geschichte der Christianisierung.

Die Ausstellung stand unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Joachim Gauck und erfreute sich der besonderen Wertschätzung durch den Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Kultur (Pontificium Consilium de Cultura) Gianfranco Kardinal Ravasi.

Wenn Sie mehr über die Sonderausstellung "CREDO" erfahren möchten, besuchen Sie die Webseite des Großprojekts!.
 
Bunte Schätze
Vom 6. Juli bis 7. August lief die Sonderausstellung „Bunte Schätze – Emaille und Glasmalerei“. 15 Schülerinnen der 5. bis 9. Klasse des Gymnasiums und der Realschule St. Michael präsentierten bis ihre Emaille- und Glasmalereiarbeiten, die im Rahmen eines einjährigen Schulprojektes entstanden sind.
 
Emaillierte Schmuckstücke
Einige Projektteilnehmer fertigten emailleverzierte Schmuckstücke an. Foto: LWL/K. Hartmann
Unter der kunstpädagogischen Leitung von Dr. Kristina Hartmann und Thorsten Hoppe Hartmann studierten die Schülerinnen die unterschiedlichsten mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Glasobjekte. Dabei belegen die vielfältigen archäologischen Glasfunde in Paderborn den besonderen Status dieses Materials. Ebenso zeigen die Überreste einer Glaswerkstatt aus dem späten 8. Jahrhundert die Handwerkskunst hier vor Ort.

Neben dem historischen Hintergrund lernte die Gruppe auch die Techniken genauer kennen, mit denen die Handwerker vergangener Jahrhunderte den besonderen Werkstoff Glas bearbeiteten. Als Ergänzung dazu gab die Besichtigung des Paderborner Doms und ein Besuch bei der Glasmalerei Peters Einblicke in die heutige Glasgestaltung. „Die Leitidee ist es, den Schülerinnen auf anschauliche Weise das Hintergrundwissen zur Geschichte und Anwendung der historischen Techniken zu vermitteln“, erklärt Dr. Kristina Hartmann. „Allerdings geht es nicht darum, dass sie die Originalfunde nachbilden, sondern ihre selbst gewählten Motive kreativ umsetzen“, ergänzt Thorsten Hoppe-Hartmann.

Die Ergebnisse wurden in der Ausstellungen direkt neben den historischen Vorbildern ausgestellt, die den kreativen Anstoß für die Schülerarbeiten gegeben haben. Das Projekt wurde finanziert vom NRW Landesprogramm „Kultur und Schule“.




 
 
Schätze des Mittelalters - Schmuck aus dem Staatlichen Archäologischen Museum Warschau (12.2. - 15.5.2011)
Die Sonderausstellung "Schätze des Mittelalters" zeigte drei Monate lang fast 500 Schmuckstücke wie Ohrringe, Perlenketten und Armbänder aus der kulturellen Blütezeit Polens, der Ukraine und Weißrusslands. Mit den Kostbarkeiten aus Silber, Bronze und Gold, Glas, Halbedelsteinen und Bernstein zeigte sich die slawische Kultur des Mittelalters in ihrer ganzen Pracht und Fülle. Insgesamt sahen über 7.500 Zuschaue die Sonderausstellung, die nachträglich bis zum 15.5.2011 verlängert wurde.
Zu der Ausstellung ist ein Katalog in Kooperation mit dem Warschauer Museum und dem Landesmuseum in Brandenburg erschienen.




 
Auf dem Weg zur Stadt
Neue Ausgrabungen am Hellweg in der Heiersstraße (12.11.2010 - 30.1.2011)
Die Funde aus der Heiersstraße berichten von verschütteten Kellern unter dem alten Pflaster und über Menschen, die beim Bau der Straße ihre Häuser aufgeben mussten. Zwei Monate lang hatten die Ausgräber hier erstmals einen Teilabschnitt des Hellweges in der historischen Altstadt untersucht. Nun zeigt die „Neufundvitrine“ im Museum 30 Funde: Hufeisenfragmente, Münzen und weitere Objekte bezeugen das Treiben des Durchgangsverkehrs seit dem späten 12. Jahrhundert.
Auch ein fast kompletter Krug und Schuhsohlen, die sich in dem mehr als knöcheltiefen Schlamm auf der Straße erhalten konnten, zeigen den Niedergang der Straße im 14. Jahrhundert. Zu dieser Zeit war der Hellweg an dieser Stelle teilweise überbaut und zu einer Gasse verengt. An die jüngste Geschichte dieses Straßenabschnittes erinnern Fassadenteile eines im Zweiten Weltkrieg zerstörten Bürgerhauses.
Der Besucher kann sich anhand von archäologischen Plänen die bewegte Geschichte des erstmals untersuchten Hellwegs in der historischen Altstadt selber erschließen. Ein Faltblatt mit Grabungsfotos und den wichtigsten Ergebnissen ergänzt die Präsentation in der „Neufundvitrine“.






 
Von Kirchenbauern und frommen Frauen -
Neue Ausgrabungen an der Gaukirche (21.5. - 31.10.2010)
Etwa 30 ausgewählte Funde aus der aktuellen Ausgrabung veranschaulichen eindrucksvoll die unterschiedliche Nutzung des Geländes an der Gaukirche im Mittelalter.
Bei der Untersuchung des Geländes legen die Archäologen seit 2008 die mittelalterlichen Schichten frei. Dabei kamen unter der barocken Klosteranlage die Mauern des ersten Nonnenklosters in Paderborn zum Vorschein. Ab dem 13. Jahrhundert lebten hier Zisterzienserinnen in schlichten Fachwerkbauten mit Lehmfußboden. Die Objekte in der Ausstellung spiegeln den Lebensalltag im Kloster wieder. Mit dem Bronzegriffel etwa beschrieben die Nonnen Wachstafeln und ein Kamm diente zur Textilherstellung.
Außerdem entdeckte das Team der Stadtarchäologie die Fundamente zweier Öfen, dazu Werkabfälle wie Kupfererz, Fragmente von Wandputz und Gussreste aus Blei und Bronze - die Reste der Bauhütte für die um 1170/80 errichtete Gaukirche.




 
 
Es leuchten die Seiten! (1.7. - 1.8.2010)
8 Schülerinnen des Gymnasiums St. Michael präsentieren ihre Arbeiten zur mittelalterlichen Buchkunst, die im Rahmen eines einjährigen Schulprojekts entstanden sind.

Unter der künstlerischen Leitung von Dr. Kristina Hartmann und Thorsten Hoppe Hartmann hatte die Gruppe in Museen, Archiven und Bibliotheken zunächst originale Kunstwerke studiert. Dabei reichte das Spektrum vom Evangeliar des 9. Jahrhunderts aus dem Kloster Corvey bis zu Urkunden aus der 350-jährigen Geschichte des Klosters St. Michael in Paderborn. Danach stellten die Acht- und Neuntklässlerinnen Farben und Tinten nach mittelalterlichen Rezepten her und lernten historische Mal- und Schreibtechniken auf Pergament und Papier. Am Ende des Projektjahres freuen sich die Schülerinnen, ihre kreativen und zeitgenössischen Arbeiten als Einzelblätter und in selbst gebunden Büchern im Museum in der Kaiserpfalz vorzustellen.



 
 
Für Königtum und Himmelreich - 1000 Jahre Bischof Meinwerk von Paderborn (23.10.2009 - 21.2.2010)
Das Erzbistum Paderborn und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) würdigten mit der Ausstellung Leben und Werk Bischof Meinwerks. Auf 2000 Quadratmetern zeigt die Ausstellung im Erzbischöflichen Diözesanmuseum und im Museum in der Kaiserpfalz Handschriften, Urkunden und liturgische Geräte, aber auch Schmuckstücke, Waffen und andere archäologische Funde des 11. Jahrhunderts aus ganz Europa.
Die Jubiläumsausstellung zum Amtsantritt von Bischof Meinwerk vor 1000 Jahren ließ eine Epoche lebendig werden, in der das Zusammenspiel geistlicher und weltlicher Herrschaft ihren Höhepunkt erreichte und die Bischöfe zusammen mit den Königen das Reich regierten.
Schirmherren der Ausstellung waren der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker, 54. Amtsnachfolger des seligen Meinwerks, und Lutz Lienenkemper, NRW-Minister für Bauen und Verkehr.

Weitere Informationen unter: www.meinwerk-ausstellung.de.



 
Der älteste Besen Westfalens
Aktuelle Funde aus dem Gaukirchkloster
(12.6. - 31.7.2009)
Die Entdeckung des Reisigbesens im Sommer 2009 sorgte bei der Paderborner Stadtarchäologie für Aufsehen. Denn das öffentliche Interesse an diesem alten Alltagsgegenstand war unerwartet groß. Daher entschloss sich die LWL-Archäologie für Westfalen, den Besen im Museum in der Kaiserpfalz auszustellen.
Da seine Konservierung jedoch mehrere Monate dauert, war die Präsentation in einer normalen Vitrine noch nicht möglich. Daher lag der empfindliche Reisigbesen in einem Glasbehälter mit entsalztem Wasser und wurde gleichzeitig schon gereinigt. Mit der eigentlichen Konservierung begannen die Restauratoren unmittelbar nach der Ausstellung in Paderborn.

Neben dem Besen wurden Tonfigürchen, Bruchstücke der bemalten Glasfenster, eine Handspindel und weitere Alltagsgegenstände von der aktuellen Ausgrabung im ehemaligen Benediktinerinnenkloster präsentiert.



 
Der größte Schatz ist unsere Geschichte
Funde aus der Sammlung Lütkemeyer
(18.2. - 21.6.2009)
Die Ausstellung präsentierte 50 ausgewählte Funde aus den untergegangenen Siedlungen Wietheim und Dedinghausen bei Bad Lippspringe. Die Objekte zusammengetragen hat Jens Lütkemeyer als ehrenamtlicher Mitarbeiter der LWL-Archäologie für Westfalen. Mehrere Jahre lang hat er das Gebiet der im 14. Jahrhundert untergegangenen Siedlungen systematisch abgesucht.

Reitersporne und Gewandschließen, verzierte Beschläge und Kruzifixe - die Funde aus den beiden ländlichen Siedlungen spiegeln direkt die großen politischen Ereignisse der alten Kaiser- und Bischofsstadt Paderborn wider. Im Zuge der vier Heeresversammlungen zwischen 776 und 804 verloren ranghohe Krieger aus dem Heer Karls des Großen Teile ihrer Ausrüstung oder tauschten sie mit den Bewohnern der umliegenden Dörfer. So gelangten auch ein Schwertgurtbeschlag und das Bruchstück eines vergoldeten Reitersporns nach Wietheim und Dedinghausen.
Begehrt waren auch Metallobjekte mit einem Kreuz. Die Bauern fertigten daraus Gewandschließen und zeigten so ihren neu angenommenen christlichen Glauben. Und als Bischof Badurad im Jahr 836 die Reliquien des Heiligen Liborius nach Paderborn bringen ließ, kamen Fibeln mit Heiligendarstellung in Mode. Aus späterer Zeit bezeugen Emailfibeln mit Kreuz und Kruzifixe von Halsketten die Frömmigkeit der Dorfbewohner.



 
Der reisende König (1.10.2008 - 4.1.2009)

Das ostfränkische und das spätere deutsche Reich verfügten über keine feste Hauptstadt. Zur Herrschaftsausübung reisten die Könige und Kaiser durch das gesamte Land. Mit ihnen waren die Mitglieder der Familie und der Hofkapelle sowie Bischöfe, Adelige und Soldaten unterwegs. Als Stationen wurden im ganzen Reich Pfalzen eingerichtet. Sie waren Schauplatz wichtiger Hoftage, Synoden und hoher kirchlicher Feste.
Die Teilnahme an dem Umritt setzte eine hohe physische Stabilität voraus, denn weite Strecken wurden auf dem Rücken eines Pferdes zurückgelegt. So reiste Konrad II. im Jahr 1036 ca. 4750 km durch das Reich und bis nach Italien.

Die Ausstellung zeigt die Pfalzen als wichtigste Station des reisenden Königs und beleuchtet ihre Architektur, Funktion und die mit ihnen verbundenen Personen. Den Ausgangspunkt bildet das Paderborner Pfalzgelände, das mit einer karolingischen und einer ottonisch-salischen Pfalz zwei wichtige Epochen abdeckt. Die Ausstellung vergleicht die Paderborner Pfalzen mit denjenigen in Ingelheim, Werla und Tilleda und präsentiert somit eine bisher nicht dagewesene Zusammenstellung.

Zu den Exponaten aus Ingelheim zählen prächtige Kapitelle, qualitätsvolle Bodenplatten aus Marmor, Schiefer und Kalkstein sowie zahlreiche weitere architektonische Elemente. Sie sollen den repräsentativen Charakter der Anlage zur Zeit Karls des Großen hervorheben, der sich bestens als Hintergrund zur Herrschaftsausübung eignete.
Die Funde und die bauliche Gestaltung der Pfalzen Werla und Tilleda belegen, dass Königspfalzen nicht nur Orte der Herrschaft sondern auch der Versorgung waren. Denn es war ein Großereignis, wenn der König mit seinem Hof tagte. Zahlreiche Begleiter mussten verpflegt werden, Pferde brauchten neue Hufeisen und Reparaturen an der Ausrüstung mussten vorgenommen werden. Gab es bei der Verpflegung Engpässe, konnte es zu tumultartigen Übergriffen kommen. Unter den Exponaten aus Werla und Tilleda befinden sich Hufeisen und Sporen, Handwerksgerät und Produktionsabfälle sowie Spielsteine und ein Jagdbolzen.

Ein großformatiges Modell des Pfalzortes Paderborn im 11. Jahrhundert, ein Modell der Pfalz Tilleda in ottonischer Zeit, sowie eine aufwendige Computeranimation der königlichen Halle der Pfalz Ingelheim geben ein anschauliches Bild der königlichen Reisestationen.

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