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Aktuelles
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| Eine der beiden vergoldeten Gewandspangen aus Ense nach der Restaurierung. Foto: LWL/A. Weisgerber. |
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Dieses Messer kam zusammen mit dem Bergkristallanhänger (vorne im Bild) bei der Ausgrabung 2006 in Ense zutage. Foto: LWL/A. Weisgerber.
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| Paderborn, Königsstraße. Glasfragmente von Spitzbechern aus dem 6. Jahrhundert n. Chr. Foto: LWL/S. Brentführer. |
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| Paderborn, Königsstraße. Dreilagenkämme, Pressblechfibel und der Ring eines Kettenhemdes aus einem Grubenhaus des 6. Jahrhunderts. Foto: LWL/S. Brentführer. |
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| Paderborn, Königsstraße. Münzfibel Heinrichs III. (1039-1056). Foto: LWL/S. Brentführer. |
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Wertvolle Funde aus dem Frühmittelalter
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Das Museum in der Kaiserpfalz zeigt bis zum Jahresende die Beigaben aus zwei Frauengräbern aus einem Gräberfeld in Ense-Bremen (Kreis Soest). Zu diesen zählen zwei vergoldete Gewandspangen, drei Gewandspangen mit Granateinlagen, drei Messer, zwei Glasperlenketten, zwei Scheren, zwei Keramikgefäße sowie ein vollständig erhaltenes Trinkglas.
In der kleinen Stadt Ense, in der die Möhne in die Ruhr mündet, legten die Archäologen der LWL-Archäologie für Westfalen zwischen 2004 und 2006 einen mehr als 10.000 Quadratmeter großen Bestattungsplatz frei. Auf diesem hatten die Menschen fast 2000 Jahre lang ihre Verstorbenen bestattet: von der späten Bronzezeit vor etwa 3000 Jahren bis zur Christianisierung Westfalens unter Karl dem Großen um 800.
Das Archäologenteam um den Grabungsleiter Stephan Deiters entdeckte 35 aufwendig gestaltete und reich ausgestattete Gräber, die den Wohlstand der Menschen in der fruchtbaren Hellwegregion vom 6. bis 8. Jahrhundert bezeugen.
Wegen des Termindrucks auf der Ausgrabung hatten die Archäologen einige vielversprechende, fragile Funde eingegipst und als Ganzes geborgen. Anschließend haben die Restauratoren der LWL-Archäologie für Westfalen diese sogenannten Blockbergungen im Labor fachgerecht freigelegt und konserviert. Bereits die Röntgenaufnahmen zeigten ihnen, dass es vor allem die Blöcke aus einem Frauengrab im Wortsinn „in sich“ hatten: Sie enthielten die vergoldeten Gewandspangen und ein Messer mit Bergkristallanhänger.
Eine reich bebilderte Broschüre zum Gräberfeld in Ense-Bremen ist im Museum in der Kaiserpfalz für 2,50 Euro erhältlich.
Presse-Information
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3.6.2008 - 31.8.2008 Neufundvitrine: Die Elite an der Königsstraße
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Ausgewählte Funde und aktuelle Forschungsergebnisse der Ausgrabungen an der Königstraße 72
Zum dritten Mal präsentiert das Museum in der Kaiserpfalz aktuelle Ergebnisse der Paderborner Stadtarchäologie.
Diesmal stehen die Funde zwischen Königstraße und Warmer Pader im Mittelpunkt des Interesses, denn in den Jahren 2003 und 2006 untersuchte die Stadtarchäologie das Grundstück Königstraße 72.
Als große Überraschung fanden die Ausgräber erstmals in Paderborn ein Haus von einem Hof aus dem frühen 6. Jahrhundert. Die zahlreichen und sehr qualitätsvollen Funde sind eindeutig: Hier lebte eine wohlhabende Familie, die gläserne Trinkbecher und Keramikgefäße aus dem Rheinland bezog. Bronzener Schmuck sowie schön geschnitzte Kämme aus Knochen und Horn ergänzen dieses Bild. Der Ring eines Kettenpanzers und eine eiserne Lanzenspitze weisen außerdem auf ranghohe Krieger hin.
Weitere Exponate decken einen Zeitraum von über 4000 Jahren ab. Viele der Exponate stammen aus dem Mittelalter. Gezeigt werden teilweise vergoldete Schmuckstücke des 11. Jahrhunderts und Zeugnisse der Handwerker, die hier vor 1000 Jahren Tücher an einem Webstuhl herstellten.
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