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Auf der Suche nach den frühesten Bauern des Münsterlandes
Die LWL-Archäologie für Westfalen und die Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie der Westfälischem Wilhelms-Universität in Münster erforschen im Rahmen eines DFG-Projektes die Einführung von Ackerbau und Viehzucht in das nordwesteuropäische Tiefland vor rund 6500 Jahren. Ihr Ziel ist es, das Verhältnis der ersten Bauern zu den jägerischen Ureinwohnern zu klären. Den Kern der Untersuchung bildet die Ausgrabung auf dem jungsteinzeitlichen Erdwerk von Nottuln (Kreis Coesfeld). Hier wurden mit Spuren der Rössener (4700 bis 4400 v. Chr.) und der Michelsberger Kultur (4400 bis 3800 v.Chr.) die bislang ältesten Belege für eine bäuerliche Lebensweise im Münsterland gefunden.
Kontakt: Dr. Bernhard Stapel, Tel. 0251 2105-259.
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Das Grab des Herrn von Beckum während der Ausgrabung. Foto: LWL.
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"Der Herr von Beckum"
In Beckum (Kreis Warendorf) wurde 1959 ein Friedhof mit 85 Bestattungen entdeckt. Ein Grab aus der Zeit um 600 ragt mit prachtvollen Beigaben und Pferdebestattungen besonders heraus. Der hier Bestattete dürfte zur europäischen Elite seiner Zeit gehört haben und wurde als "Fürst von Beckum" berühmt.
Fast 50 Jahre später, 2004 bis 2006, wurde das Gräberfeld erneut wissenschaftlich ausgewertet. Einbezogen wurden nun auch modernste naturwissenschaftliche Methoden um herauszufinden, wo der „Herr von Beckum“ seine Kindheit verbracht hat, mit wem er möglicherweise verwandt ist und aus welcher Zeit die Brandgräber stammen, die auf dem gleichen Gräberfeld gefunden wurden. Die wissenschaftliche Publikation ist für 2008 vorgesehen.
Kontakt: Dr. Vera Brieske, Tel. 0251 5907-292.
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