Ansicht vom Neubau des LWL-Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte. Foto: Staab

Neubau des LWL-Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte

Das LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte erhält eine Erweiterung und Runderneuerung, die es ermöglicht, die umfangreichen Sammlungsbestände den heutigen Anforderungen entsprechend angemessen und zukunftsorientiert zu präsentieren.

Nachdem der denkmalgeschützte Altbau am Domplatz (errichtet 1908) schon in den 1990er Jahren saniert wurde, erfolgt in den kommenden vier Jahren für rund 48 Mio. Euro der Abriss des Anbaus aus den 1970er Jahren, die Umstrukturierung der Sammlungen und die Errichtung eines großzügigen Neubaus, der sich sensibel in die innerstädtische Struktur einfügt. Die Fördersumme durch das Land beträgt 9 Mio. Euro.

Die Neuausrichtung des LWL-Landesmuseums nach den Entwürfen des Architekturbüros Staab aus Berlin orientiert sich an den Bedürfnissen eines Mehrspartenhauses, dessen überregional bedeutende Sammlungen einen Bogen von der frühmittelalterlichen Kunst bis zur unmittelbaren Gegenwart schlagen. Ziel des an den Altbau funktional angeschlossenen Neubaus ist die Herstellung einer neuen »innere(n) Logik, bei der die Erschließung der unterschiedlichen Sammlungsbereiche sinnfällig erfahren wird«(Staab). Der Entwurf legt zusätzliches Gewicht darauf, dass sich der Neubau in die vorhandene kleinteilige Bebauung einfügt. Durch einen neuen Vorhof am Domplatz, durch innere Lichthöfe und ein großzügiges Foyer wird das Erdgeschoss des Museums in die innerstädtische Wegführung einbezogen. Auch optisch orientiert sich der Neubau mit seiner Sandsteinfassade am baulichen Umfeld.

Nach Fertigstellung erwarten die Besucherinnen und Besucher um ca. 1.800m2 auf insgesamt rund 7.500 m2 erweiterte Ausstellungsflächen, die Platz für temporäre Ausstellungen bieten und eine zeitgemäße und zukunftsweisende Präsentation der mehr als 100.000 Exponate umfassenden Sammlung erlauben.


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