Willkommen beim LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Münster, <br />Außenstelle Schloss Cappenberg, Selm


Vortrags-Konzert 29. Juni 2014

Menschen - Macht - Musik

Renaissance-Kultur im westfälischen Adel

Zwischen der Reformationszeit dem Dreißigjährigen Krieg erlebte Westfalen eine Blütezeit, die sich in Renaissancebauten und -schlössern, einer Blüte der Bildenden Künste und auch in der Musik äußerte. Viele Burgen und Schlösser sind bis heute Zeugen dieser Zeit – Zeugen auch der Konkurrenz adeliger Familien. Das adelige Prämonstratenserstift Cappenberg war ein Teil dieser Adelskultur.

Bildnisse und Biographien prominenter Adeliger werden mit Lebensschilderungen verbunden – und mit Einblicken in die Musikkultur adeliger Familien, welche sich besonders gut in dem musikalischen Anhang des Stammbuches des Münsteraners Bernhard Schenckinck (verfasst 1561-1582) widerspiegelt.

Dr. Gerd Dethlefs: Vortrag

Barbara Willimek: Gesang

Martin Junge: Laute

Sonntag, 29. Juni 2014, 16:00 Uhr

Schloss Cappenberg, Freiherr-vom-Stein-Saal

Der Konzertbeitrag ist im Museumseintritt (4 €) enthalten.




Rückschau auf Sonderaktionen 2012 bis 2008


Rückblick: Jahresprogramm 2012


Barockes Cappenberg

Selters, Wein und Stuckaturen - die Sonderveranstaltung "Barockes Cappenberg" erinnerte am 18./19. August 2012 an das barocke Leben auf Cappenberg. Auch sonst unzugängliche Räume wie der frühere Festsaal und der Salon des Propstes wurden gezeigt und erläutert.



Samstag, 18. August 2012

14.30 / 15.30 / 16.30 Führungen (Entgelt p.P. 6 €)

Sonntag, 18. August 2012

10 Uhr Hochamt in der Stiftskirche

11.15, 12.15, 13.15, 14.15, 15.15, 16.15 Führungen (Entgelt p.P. 6 €)

15.00 Lesung im Freiherr vom Stein-Saal (für Teilnehmer der Führungen)

17.00 Orgelkonzert (Eintritt frei, Spende erbeten)



Konzert am 9. September 2012

A Story I Will Tell You

Lieder und Kammermusik aus Renaissance und Barock von G. Ph. Telemann, G. Torelli, E. de la Guerre, J. Dowland, B. Strozzi, J. Greber u.a.


Barockensemble Banquetto Musicale

Gesang, Flöte, Laute und Barockcello


Sonntag, 9. September 2012, 16:00 Uhr

Schloss Cappenberg, Freiherr-vom-Stein-Saal





Barockes Cappenberg

Das heutige Cappenberg trägt ein barockes Gesicht: die Schlossanlage, Orgel und Altäre in der Kirche und auch der Tierpark.

Seit 2004 wird diese Sonderaktion an einem Wochenende in den Sommerferien, meist Mitte August, durchgeführt. Führungen erschließen die sonst unzugänglichen barocken Räume mit ihren Stuckdecken und auch den Alltag der Prämonstratenser, ihre Bildung und ihr Jagdvergnügen: vom Weinkonsum bis zur Seelsorge. Die Lesung vermittelt geistliche und literarische Texte aus der früheren Stiftsbibliothek – die barocke Anlage wird damit auf neue Weise verständlich.

Seit 2004 haben 1.800 Personen an den Führungen teilgenommen.


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Stein als Historiker

Vortrag von Dr. Gerd Dethlefs

zum 253. Geburtstag des Freiherrn vom Stein

So., 24. Oktober 2010, 11.15 Uhr im Freiherr-vom-Stein-Saal

Carl Freiherr vom Stein, Anfang 1809 - sechs Wochen nach seiner Entlassung als leitender preußischer Minister - in das Exil nach Prag geflüchtet, befasste sich in den folgenden Jahren vor allem mit historischen Studien zur französischen, englischen und deutschen Geschichte. Einerseits dienten seine historischen Schriften der Unterrichtung seiner Töchter, andererseits waren sie ein Element der Selbstvergewisserung, indem er nach politischen Grundprinzipien der Nationen fragte. Am Ende stand ein wissenschaftspolitisches Großprojekt - die "Monumenta Germaniae Historica", die Edition der mitteleuropäischen Geschichtsquellen des Mittelalters.

Die großformatigen, von Stein in Auftrag gegebenen Historienbilder "Die Ungarnschlacht" und "Der Tod Barbarossas", beide im Stein-Saal ausgestellt, können so neu gedeutet werden.


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Westfälische Lautenmusik

aus dem Stammbuch des Bernhard Schenckinck 1561-1579

Konzert - Bildprojektion - Rezitation

Martin Junge, Josef Wefers, Dr. Gerd Dethlefs

So., 14. Juni 2009, 16.00 Uhr im Stein-Saal



Vortrag: Stein und die Städteordnung vom 19.11.1808

Dr. Gerd Dethlefs

(LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte / Westfälisches Landesmuseum, Münster)

Der Vortrag erinnerte an Steins bis heute nachhaltigste politische Reform: die Städteordnung für das Königreich Preußen. Vor ziemlich genau 200 Jahren erlassen - am 19. November 1808 - ist sie Grundlage der bis heute praktizierten kommunalen Selbstverwaltung.

Sonntag, 23. November 2008, 11.15 Uhr

Schloss Cappenberg, Freiherr vom Stein-Saal


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Vortrag: Stein im Porträt

Dr. Gerd Dethlefs (LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte / Westfälisches Landesmuseum, Münster)

Auf den Tag genau 177 Jahre nach dem Tode des Staatsmannes wurden die Bildnisse Steins vorgestellt, die seine Persönlichkeit verewigen sollten - und viel über ihn und seine Zeit aussagen.

29. Juni 2008, 11.15 Uhr

Theater Schloss Cappenberg




Rückschau: Sonderausstellung 2007

Schloss Cappenberg

1. September - 14. Oktober 2007

Zum 250. Geburtstag des Freiherrn vom Stein fand in Schloss Cappenberg eine Sonderausstellung statt:



Die Familie des Freiherrn vom Stein

Im Jahr 2007 gedachte man in Westfalen und darüber hinaus des Geburtstages des Freiherrn vom Stein vor 250 Jahren. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ergänzte aus diesem Anlass die Ausstellung des LWL-Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte in Schloss Cappenberg um eine Sonderabteilung: „Die Familie des Freiherrn vom Stein“. Dort wurden zahlreiche noch nie ausgestellte Bilder und Objekte aus der Familie vom Stein gezeigt, die auch in einem Katalog dokumentiert und erläutert sind.

Reichsfreiherren aus Nassau / Lahn

Stein stammte aus einer mittelrheinischen Adelsfamilie, die seit dem 12. Jahrhundert auf einer „Stein“ genannten Bergkuppe unterhalb der Grafenburg Nassau ansässig war und enge Verbindungen zur Abtei Arnstein unterhielt, was ein mittelalterliches Familienbild veranschaulicht. In ihren Dörfern Frücht und Schweighausen übten die Herren vom und zum Stein die Landeshoheit aus und gehörten dafür der rheinischen Reichsritterschaft an. 1669 erwarb die Familie den Rang von Reichsfreiherren.

Eltern und Geschwister

Eltern und Geschwistern Steins wurden in Porträts vorgestellt. Illustrierte Bücher zeigten, wie lutherisches Gottvertrauen und Frömmigkeit Steins Elternhaus bestimmten. Hatte sein Vater im pietistischen Halle – damals eine der modernsten Universitäten Deutschlands – studiert, so hielt die geistig sehr interessierte Mutter Kontakt zu vielen Geistesgrößen ihrer Zeit; Goethe, Lavater, Basedow und die erste deutsche hauptberufliche Romanschriftstellerin Sophie von Laroche besuchten sie in Nassau.

Besonders bemerkenswert sind zwei bisher ganz unbekannte Bilder von Georg Melchior Kraus (1737-1806), dem Zeichenlehrer von Steins Schwester Johanna Louise. Kraus folgte ihr nach ihrer Hochzeit 1773 nach Thüringen und siedelte sich 1776 – mit Goethe – in Weimar an. Die Bilder zeigen Steins Schwester als glückliche Mutter – ganz im Sinne des damals modernen, von Rousseau formulierten Frauenideals.

Die Ausstellung beschlossen Bildnisse der Ehefrau des Freiherrn vom Stein, Wilhelmine von Wallmoden-Gimborn, und seines Schwiegervaters Johann Ludwig von Wallmoden, ein außerehelicher Sohn König Georgs II. von England und Kurfürsten von Hannover und General der hannoverschen Armee.

Mit dem Blick auf Steins Familie und die Bilder, die sein Familienbewusstsein prägten, versuchte die Ausstellung, eine der Wurzeln für seine politische Vision des mündigen, für den Staat und für das Gemeinwohl engagierten Staatsbürgers aufzuzeigen.


Was von der Ausstellung bleibt, ist der Katalog, der alle Exponate und weitere Bilder zur Geschichte der Familie vom Stein farbig abbildet und kommentiert.

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Der Freiherr vom Stein & Cappenberg