An den Amtsantritt des Propstes Alexander Hermann von Ketteler (1660-1695) vor 325 Jahren - er leitete die Barockisierung der Kirche ein - erinnert die Sonderveranstaltung "Barockes Cappenberg" am 16./17. Juli: das Gemälde befindet sich als Leihgabe aus Privatbesitz in der Ausstellung.
Programm:
Samstag, 16. Juli 2011
14.00 / 15.15 / 16.30 Führungen (Entgelt p.P. 6 €)
Sonntag, 17. Juli 2011
10 Uhr Hochamt in der Stiftskirche
11.15, 12.15, 13.15, 14.15, 15.15, 16.15 Führungen
(Entgelt p.P. 6 €)
15.00 Lesung im Freiherr vom Stein-Saal (für Teilnehmer der Führungen)
So., 17.00 Orgelkonzert (Eintritt frei, Spende erbeten)
Die bei den Führungen erschlossenen barocken Teile der Anlage werden in der reich bebilderten
in einem längeren Aufsatz zur Geschichte Cappenbergs im 18. Jahrhundert erläutert. Das Buch wird für Teilnehmer der Führungen ermäßigt für 8 Euro (statt 12,90) abgegeben.
So., 23. Oktober 2010, 11.15 Uhr im Freiherr-vom-Stein-Saal
Seit 2004 wird diese Sonderaktion an einem Wochenende in den Sommerferien, meist Mitte August, durchgeführt. Führungen erschließen die sonst unzugänglichen barocken Räume mit ihren Stuckdecken und auch den Alltag der Prämonstratenser, ihre Bildung und ihr Jagdvergnügen: vom Weinkonsum bis zur Seelsorge. Die Lesung vermittelt geistliche und literarische Texte aus der früheren Stiftsbibliothek – die barocke Anlage wird damit auf neue Weise verständlich.
Seit 2004 haben 1.727 Personen an den Führungen teilgenommen, allein in diesem Jahr 280 Personen. Die Veranstaltung wird am 16./17. Juli 2011 wieder angeboten.
zum 253. Geburtstag des Freiherrn vom Stein
So., 24. Oktober 2010, 11.15 Uhr im Freiherr-vom-Stein-Saal
Carl Freiherr vom Stein, Anfang 1809 - sechs Wochen nach seiner Entlassung als leitender preußischer Minister - in das Exil nach Prag geflüchtet, befasste sich in den folgenden Jahren vor allem mit historischen Studien zur französischen, englischen und deutschen Geschichte. Einerseits dienten seine historischen Schriften der Unterrichtung seiner Töchter, andererseits waren sie ein Element der Selbstvergewisserung, indem er nach politischen Grundprinzipien der Nationen fragte. Am Ende stand ein wissenschaftspolitisches Großprojekt - die "Monumenta Germaniae Historica", die Edition der mitteleuropäischen Geschichtsquellen des Mittelalters.
Die großformatigen, von Stein in Auftrag gegebenen Historienbilder "Die Ungarnschlacht" und "Der Tod Barbarossas", beide im Stein-Saal ausgestellt, können so neu gedeutet werden.
Konzert - Bildprojektion - Rezitation
Martin Junge, Josef Wefers, Dr. Gerd Dethlefs
So., 14. Juni 2009, 16.00 Uhr im Stein-Saal
(LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte / Westfälisches Landesmuseum, Münster)
Der Vortrag erinnerte an Steins bis heute nachhaltigste politische Reform: die Städteordnung für das Königreich Preußen. Vor ziemlich genau 200 Jahren erlassen - am 19. November 1808 - ist sie Grundlage der bis heute praktizierten kommunalen Selbstverwaltung.
Sonntag, 23. November 2008, 11.15 Uhr
Schloss Cappenberg, Freiherr vom Stein-Saal
Auf den Tag genau 177 Jahre nach dem Tode des Staatsmannes wurden die Bildnisse Steins vorgestellt, die seine Persönlichkeit verewigen sollten - und viel über ihn und seine Zeit aussagen.
29. Juni 2008, 11.15 Uhr
Theater Schloss Cappenberg
Schloss Cappenberg
1. September - 14. Oktober 2007
Zum 250. Geburtstag des Freiherrn vom Stein fand in Schloss Cappenberg eine Sonderausstellung statt:
Besonders bemerkenswert sind zwei bisher ganz unbekannte Bilder von Georg Melchior Kraus (1737-1806), dem Zeichenlehrer von Steins Schwester Johanna Louise. Kraus folgte ihr nach ihrer Hochzeit 1773 nach Thüringen und siedelte sich 1776 – mit Goethe – in Weimar an. Die Bilder zeigen Steins Schwester als glückliche Mutter – ganz im Sinne des damals modernen, von Rousseau formulierten Frauenideals.
Die Ausstellung beschlossen Bildnisse der Ehefrau des Freiherrn vom Stein, Wilhelmine von Wallmoden-Gimborn, und seines Schwiegervaters Johann Ludwig von Wallmoden, ein außerehelicher Sohn König Georgs II. von England und Kurfürsten von Hannover und General der hannoverschen Armee.
Mit dem Blick auf Steins Familie und die Bilder, die sein Familienbewusstsein prägten, versuchte die Ausstellung, eine der Wurzeln für seine politische Vision des mündigen, für den Staat und für das Gemeinwohl engagierten Staatsbürgers aufzuzeigen.
Was von der Ausstellung bleibt, ist der Katalog, der alle Exponate und weitere Bilder zur Geschichte der Familie vom Stein farbig abbildet und kommentiert.