Beginn des Inhalts/Link zum Seitenanfang|
Link zur Seitennavigation|
Schloss Cappenberg - seine Anfänge
Auf dem "Cappenberg" lag die namengebende Burg der Grafen von Cappenberg, die zu den mächtigsten westfälischen Adelsfamilien zählten und u.a. mit der späteren Kaiserfamilie der Staufer verwandt waren.
Graf Gottfried von Cappenberg schenkte 1122 die Burg und seinen ganzen Besitz dem Wanderprediger Norbert von Xanten, der im Vorjahr zu Prémontré (Frankreich) das erste Stift des späteren Prämonstratenserordens gegründet hatte. Die vom Grafen Gottfried gemeinsam mit seinem Bruder Otto außerdem gegründeten Stifte Varlar (bei Coesfeld) und Ilbenstadt (bei Friedberg in der Wetterau, nördlich Frankfurt) beschleunigten die Ausbreitung der Prämonstratenser in Deutschland.
Hochgrab des Grafen Gottfried von Cappenberg, um 1300 (Stiftskirche St. Johannes Ev. Selm-Cappenberg; Aufnahme A. Ludorff 1891, LWL-Amt für Denkmalpflege in Westfalen)
Cappenberg als Prämonstratenserstift
In den Gemeinschaften, denen Norbert bis 1126 selbst vorstand, sollte eine radikale Verchristlichung der Menschen vorgelebt werden. Cappenberg und seine westfälischen Tochterpropsteien Varlar, Clarholz (gegr. 1133/1135) und Scheda (gegr. 1139/43) entwickelten sich zu Adelsstiften und blieben es bis zu ihrer Aufhebung 1803. Die romanische, 1147 geweihte Kirche mit dem kurz vor 1400 errichteten gotischen Chor steht vor dem Schloss, das anstelle der älteren, um einen Kreuzgang gelegenen Bauten von 1699 bis etwa 1720 als dreiflügeliger barocker Neubau entstand.
N. Meyer nach Johann Nepomuk Haller, Büste des Freiherrn vom Stein 1821/1825 (Privatbesitz; Foto: LWL-LMKuK/WLM)
Alterssitz des Freiherrn vom Stein
Nach der Säkularisation (19.1.1803) durch den König von Preußen in eine Domäne umgewandelt, erwarb der Freiherr Karl vom und zum Stein den Besitz im Herbst 1816 im Tausch gegen das Gut Birnbaum in der Provinz Posen. Cappenberg wurde Steins Alterssitz; hier ist er am 29. Juni 1831 verstorben. Das Schloss befindet sich bis heute im Besitz seiner Nachfahren.
Nutzung als Ausstellungshaus
Von 1945 bis 1980 beherbergte der Mittelbau mit dem Westflügel das Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund, seit 1985 nutzt der Kreis Unna den Mittelbau als Ausstellungshaus für wechselnde Kunstausstellungen. Am 10. Mai 2000 wurde vom LWL im Westflügel die Dauerausstellung "Der Freiherr vomStein und Cappenberg" eröffnet.
Zum Seitenanfang
|