Seit seiner Begründung im Jahr 1900 hat sich "der Dehio", das von Georg Dehio (1850-1932) herausgegebene Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, zum Inbegriff der Denkmal- und Kunstführer entwickelt.
Als "ein Nachschlagebuch für die Arbeit am Schreibtisch und zugleich ein bequemes Reisehandbuch" dient das Dehio-Handbuch bis heute - ganz im Sinne seines Begründers - als "urteilender, klärender Führer durch die Denkmälermasse". Dem Wissenschaftler ist es ein wichtiges Hilfsmittel zur ersten Orientierung, dem Reisenden eine Fundgrube für Informationen zu Bauwerken und deren Ausstattung. In prägnanten Beschreibungen wird auch der bedeutsame Denkmalbestand kleinerer Ortschaften erfasst. Für viele Gegenden ist der Dehio das einzige Nachschlagewerk, in dem überhaupt historische Daten und Fakten zum dörflichen Denkmalbestand zu finden sind.
Die letzte Bearbeitung des Dehio-Westfalen stammt aus dem Jahr 1969. Eine gründliche Neubearbeitung ist also dringend erforderlich. Neue Forschungsergebnisse, Grabungsbefunde oder Restaurierungen machen die Aktualisierung der Texte vieler 1969 bereits berücksichtigter Bauten notwendig. Vollständig neu zu erfassen sind Bürger- und Bauernhäuser, Bauten aus der zweiten Hälfte des 19. sowie des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart sowie Gartendenkmale und herausragende Industriebauten.
Die Anfang 2005 begonnene Neubearbeitung ist ein gemeinsames Projekt des LWL – Amtes für Denkmalpflege in Westfalen und des Instituts für vergleichende Städtegeschichte; es wird von der Dehio-Vereinigung und der Dehio-Geschäftsstelle bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz begleitet.
Kontakt:
Dr. Gerhard Vinken (Koordination)
Tel.: 0251 591-5576
eMail: gerhard.vinken@lwl.org
Dr. Kristina Krüger
Tel.: 0251 591-4567
eMail: kristina.krueger@lwl.org
Dr. Hans-Christian Feldmann
Tel.: 0228 95735-79
eMail: hans-christian.feldmann@denkmalschutz.de
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