KuLaDig NW
... das Informationssystem über die Kulturlandschaften Nordrhein-Westfalens
Ein Gemeinschaftsprojekt der Landschaftsverbände Rheinland (LVR) und Westfalen-Lippe (LWL)
Projektauftrag
Die Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe entwickeln und betreiben gemeinsam das Verfahren KuLaDigNW - das Informationssystem über die Kulturlandschaften Nordrhein-Westfalens.
Projektziel
Das Ziel besteht darin, auf der Grundlage eines standardisierten Kulturlandschaftskatasters die breite Palette der dezentral gehaltenen, raumrelevanten kulturhistorischen Daten in einem interdisziplinären Informationsnetz sowohl Fachleuten als auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Bisher noch nicht erfasste Kulturlandschaftselemente sollen durch projektgebundene historisch-geographische Kulturlandschaftsanalysen mit Darstellung des Kultur-landschaftswandels (Zeitschnitte auf der Basis historischer Karten) erhoben und dokumentiert werden.
Projektphasen
Das Projekt gliedert sich in die Phasen:
Beabsichtigt ist, bis zum Frühjahr 2006 eine lauffähige Basisanwendung und bis zum Herbst 2007 die vollständige Anwendung zu entwickeln. Die nachfolgende sukzessive „fachliche Systemfüllung“ erfolgt im Rahmen der anschließenden Vollbetriebsphase.
Die lauffähige Basisanwendung wurde bereits realisiert und steht Ihnen unter dem Link in der Navigation zur Verfügung. Mit der fachlichen Systembefüllung ist zur Zeit begonnen.
Projketnutzen
Im Rahmen der Vorstudie wurden folgende potenzielle Hauptnutzer des Kulturlandschafts-Informationssystems ermittelt:
Die Analyse des Nutzens erfolgte unter Einbeziehung der Interessenlage der Mitgliedskörperschaften des LWL, der Kommunen, des Landes NRW und weiterer Nutzer des geplanten Kulturlandschafts-Informationssystems.
Die durchgeführte Analyse hat zu dem Ergebnis geführt, dass aufgrund der externen Rahmenbedingungen (Fachgesetze,Erlasse, Richtlinien oder Konventionen des Bundes, des Landes NRW oder der EU) das Thema historische Kulturlandschaften zukünftig deutlich verstärkt als abwägungsrelevanter Belang in Planungen zu beachten ist. Weiterhin ist die schnelle Verfügbarkeit raumrelevanter kulturhistorischer Daten für die Beantragung von Fördermitteln auf Landes- oder EU-Ebene von erheblicher Bedeutung, vielfach sogar Voraussetzung.
Das Kulturlandschafts-Informationssystem wird hierbei in mehrfacher Hinsicht auf den unterschiedlichen Ebenen ein sehr zweckmäßiges und unabdingbares Instrument sein, um die gestellten Anforderungen erfüllen zu können.
Dies trifft insbesondere auf unsere Mitgliedskörperschaften und die Kommunen zu, die z.B. im Rahmen ihrer Bauleitplanung historische Kulturlandschaften, Kulturlandschaftselemente und Baukultur als abwägungsrelevanten Belang in ihren Entscheidungsprozessen zu beachten haben.
Schloss Werdringen in Hagen, Foto: LWL/Christine Bonatz. Öffnet die Seite in einem neuen Fenster.
Baukultur-Exkursion
03.09.2008, Mittleres Ruhrtal
