Das Kulturelle Erbe erkennen, erklären und bewahren:
Ein laufendes Forschungs- und Kooperationsprojekt
Seit 2007 fördert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt das KuLaKomm-Projekt als Modellvorhaben. Das LWL-Amt für Landschafts- und Baukultur in Westfalen arbeitet eng mit dem Umweltamt des Landschaftsverbandes Rheinland und dem Landesamt für Denkmalpflege Hessen zusammen und leitet das Vorhaben, das bis in das Jahr 2010 angelegt ist. Die Arbeit wird durch einen wissenschaftlichen Fachbeirat begleitet.
Gesucht: Instrumente für den Kulturlandschaftsschutz
Die Kulturlandschaft steht unter großem Veränderungsdruck. Historisch wertvolle Substanz geht bei der großen Entwicklungsdynamik der Ballungszentren und ihrer Einzugsbereiche verloren. Zusätzlich liegen Informationen zum Kulturellen Erbe bei verschiedenen, nicht zentral organisierten Fachinstitutionen. Ziel ist es, die kulturlandschaftlichen Informationen in digitalen Kulturlandschaftsinformationssystemen (KuLaDig beim LVR und in Hessen sowie LWL-Geodatenkultur beim LWL) zusammenzustellen, zu ergänzen und auszuwerten. Die Anwendungsmöglichkeiten eines kulturlandschaftlichen Informationssystems sollen auf der kommunalen Ebene ausgelotet und aufgezeigt werden. Die Verknüpfung der Daten aus drei Piloträumen mit der kommunalen Entwicklung ergibt eine konkrete Übersicht über die Gefährdung der Kulturlandschaft und der Handlungserfordernisse. Das Ziel des KuLaKomm - Projektes ist ein wirkungsvoller Beitrag zur Erhaltung und zum Schutz des Kulturellen Erbes. Dazu soll ein praxisorientiertes, fächerübergreifendes Instrumentarium der Anwendung der Informationssysteme entwickelt werden.
Die Teilprojekte in den verschiedenen Piloträumen werden zum Abschluss ausgewertet und dokumentiert. Die Erkenntnisse sollen verglichen und zusammengefasst werden. Mit einer Abschlusstagung stellen wir das Projekt schließlich zur Diskussion.
Die wichtigsten Hintergrundinformationen zum Projekt "Kulturlandschaftsschutz kommunal" sind in einem Flyer zusammengefasst, der hier heruntergeladen werden kann.
11. Dezember 2007, Osnabrück
Im Dezember 2007 fand in Osnabrück ein Impulsworkshop mit Fachleuten statt. Die Ergebnisse lassen sich im folgenden als pdf herunterladen.
15. Mai 2008, Castrop-Rauxel
Mitte Mai 2008 fand ein Kartiertreffen aller Projektbeteiligten in Castrop-Rauxel statt. Es diente der Abstimmung der Kartierweise und der Bewertungen.
30. Juni 2009, Münster, Wiesbaden, Köln
Die erste Projektsäule ist abgeschlossen. Die Partner haben ihren Bericht zur Bestandsaufnahme vorgelegt. Nun kann mit den Daten am Instrumentarium für den Kulturlandschaftsschutz gearbeitet werden.
29. Oktober 2009, Castrop-Rauxel
Eine Fernsehnachricht steht für das öffentliche Interesse:
Stadtverwaltung und LWL präsentieren das Ergebnis der Bestandsaufnahme.
31. März 2011, Osnabrück
Die Projektergebnisse wurden auf der Abschlusstagung bei der
Deutschen Bundesstiftung Umwelt vorgestellt und diskutiert.
14. Juli 2011, Castrop-Rauxel
Der Rat der Stadt hat den Entwurf des Flächennutzungsplans beschlossen.
Auch das Kulturlandschaftsgutachten steht zum Download bereit.