Rahmenplanung Lübbecke Innenstadt
Die Stadt Lübbecke diskutiert bereits seit mehreren Jahren mit der Kaufmannschaft über die Aufwertung und Aktivierung der Innenstadt.
Hauptgeschäftsstraße und Rückgrat der Innenstadt von Lübbecke ist die Lange Straße. Marktplatz und Burgmannshof liegen "abseits" und sind über die Scharrnstraße und den Steinweg mit der Fußgängerzone verbunden. Vorschlag der Kaufmannschaft war es, die Mauer des Burgmannshofes "aufzubrechen". Diese Öffnung sollte die optische Wahrnehmung des gesamten Bereiches von der Hauptgeschäftsstraße aus verbessern.
Aus Gründen der Erhaltung des Gesamtensembles Burgmannshof war das LWL- Amt für Denkmalpflege in Westfalen gegen diesen Eingriff in die Bausubstanz des Denkmals. Vorgeschlagen wurde dagegen die Neugestaltung der Freiflächen auf dem Marktplatz und im Innenhof des Burgmannshofes. Neuordnung und Neugestaltung sollten die Attraktivität und die Aufmerksamkeit am Marktplatz steigern.
Mit dem LWL- Amt für Denkmalpflege und dem LWL– Amt für Landschafts- und Baukultur in Westfalen fand im September 2002 eine erste Ortsbegehung statt. Der Ortstermin zeigte deutlich, dass durch eine neue Oberflächengestaltung und die Öffnung in der Mauer des Burgmannshofes die angestrebte Einbeziehung der Flächen in das merkantile Gesamtgefüge der Stadt nicht allein zu erzielen ist. Außerdem offenbarte die Gesamtansicht der Innenstadt eine Vielzahl von städtebaulichen Problemen, die in Verbindung mit der Aktivierung des Marktplatzes nur durch ein Gesamtkonzept zu lösen sind.
Im Jahr 2003 erteilte die Stadt Lübbecke dem LWL-Amt für Landschafts- und Baukultur in Westfalen den Auftrag zur Erarbeitung einer städtebaulichen Rahmenplanung für den Innenstadtbereich, um Ansätze für die Neuordnung und Neugestaltung im Sinne einer zukunftsorientierten und nachhaltigen Stadtentwicklung zu erhalten. Mittlerweile liegt der Rahmenplan zusammen mit einem umfangreichen Erläuterungsbericht vor.
