In den 1950er Jahren führte die Volkskundliche Kommission in Westfalen-Lippe eine besondere Form der Gewährsleutebefragung ein, die auf schwedischem Vorbild beruhte. Sie basierte darauf, dass bestimmte Gewährspersonen eine Frageliste zu einem bestimmten Thema erhielten, die sie zur Abfassung eines zusammenhängenden Berichtes aus eigenem Erleben anregen sollte. In den 1980er Jahren wurde diese Methode aufgegeben. Die eingesandten, etwa 6.600 Berichte über das Alltagsleben auf dem Land zwischen 1890 und 1950 können im Archiv der Volkskundlichen Kommission eingesehen werden. Die Gewährsleute befassten sich mit insgesamt 46 Themen.
Ansprechpartnerin: Christiane Cantauw M.A.