Zur Ausstellung
Die Ausstellung besteht aus 64 Fotografien und präsentiert klassische Schwarz-Weißporträts prominenter Künstler und Intellektueller aus Deutschland, aufgenommen von dem langjährig an der FH Dortmund lehrenden Fotografen Professor Adolf Clemens.
Adolf Clemens, der bei Otto Steinert an der renommierten Folkwangschule in Essen studierte und als einer der profiliertesten deutschen Porträtfotografen seiner Generation gilt, hat diese Arbeiten in der Zeit von 1965 bis 2005 geschaffen. Dargestellt sind Persönlichkeiten wie Joseph Beuys, Heinrich Böll, Karl Heinz Stockhausen, Marion Gräfin Dönhoff, Joseph Ratzinger oder Marcel Reich-Ranicki.
Es geht in dieser Ausstellung zunächst einmal um anerkannte kulturelle „Leistungsträger“, Ikonen der kulturellen und Geisteswelt Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg; hintergründig werden aber auch stets die tatsächlichen und vermeintlichen „Verfallszeiten“ kultureller Bedeutung verhandelt: Wie gelangt man zu kultureller Größe, wie lange und weshalb verbleibt eine Persönlichkeit im kollektiven Gedächtnis und wie korreliert ein eintretender Bedeutungsverlust mit ihrem tatsächlichen Wert.
Die Ausstellung wird von einem repräsentativen Bildband begleitet, der mit einführenden Beiträgen und 96 Bildtafeln in das Oeuvre und die Arbeitsweise des Fotografen einführt. Behandelte Themen sind u.a. „Vom Fotografiertwerden und der Vergänglichkeit des Ruhmes“ (Volker Jakob), „Porträt und Interpretation. Der Fotograf Adolf Clemens, der Raum und die Menschen“ (Rolf Sachsse), Biografische Notizen (Rainer Danne/Volker Jakob). Der Bildband ist im Buchhandel zum Preis von 19,95 Euro erhältlich.
Weitere Stationen:
Vestisches Museum Recklinghausen 30.03.2008 bis 25.05.2008
Kulturverein Möhnesee / Altes Fachwerkaus Stockebrand
31.05.2008 bis 29.06.2008
Medizin- und Apothekenhistorisches Museum Rhede
28.09.2008 bis 9.11.2008