Ein Ausschnitt des Titelbildes.

Liebe Leserinnen und Leser!


2013 blicken wir stolz auf eine lange Tradition,
die zurückreicht bis auf den Vorgänger, den Provinzialverband Westfalen (1886 –1953). Schon damals gehörte die Förderung von Kunst und Wissenschaft sowie des Bibliothekswesens und die Unterhaltung von Denkmälern zu seinen Aufgaben. Mit der am 1. Oktober 1953 in Kraft getretenen Landschaftsverbandsordnung wurde an diese Tradition angeknüpft. Heute sind wir ein moderner Dienstleister, der sich für soziale Aufgaben, Jugendhilfe, Gesundheit, Kommunalwirtschaft sowie Kultur engagiert. Zahlreiche Museen laden zum Besuch ein, die Ämter beraten und unterstützen die Bürgerinnen und Bürger, aber auch die Mitgliedskörperschaften bei vielfältigen Fragen und die Kommissionen forschen. Wenn sich auch das Gesicht des Verbandes in den letzten 60 Jahren gewandelt hat – eines ist stets gleich geblieben: der Einsatz für die Region und ihre Menschen.


Spielen im Kloster
Eigentlich hat man Klöster als Orte der Besinnung und Stille vor Augen. Umso mehr überrascht eine Ausstellung mit dem Titel „Heiter bis göttlich. Die Kultur des Spiels im Kloster“, die die Stiftung Kloster Dalheim. LWL-Landesmuseum für Klosterkultur vom 1. Juni bis 3. November 2013 präsentiert. Gerade die Gegensätze sind der Reiz. Würfeln alsEntspannung nach getaner Arbeit oder verdammenswertes Teufelswerk? Tanz, Musik oder Theater in der Kulisse der Besinnung und der Ruhe? Spaß, Sport und Spiel für Ordensfrauen und Ordensmänner, mit denen man eher Gedanken an Kontemplation und Gebet verbindet? Keine Sorge, die Widersprüche klären sich schnell bei der Ausstellung, die einen faszinierenden und unerwarteten Einblick in die Welt der Klöster bietet. Als geistige Zentren haben sie den Menschen durch die Jahrhunderte Orientierung gegeben. In der Zeit von Spielhallen und Spielsucht ist vielleicht gerade hier der richtige Ort, darüber nachzudenken, welchen Einfluss das Spiel und das Spielen auf unser Leben haben. Dabei bleibt der Spaß nicht auf der Strecke – viele Mitmachangebote laden ein zum Spielen und die Erinnerungen an die Kindheit werden lebendig.


Dreimal schwarzer Kater …
Perfekt passt dazu das neue Themenjahr des LWL-Freilichtmuseums Detmold. „Verflixt! Geister, Hexen und Dämonen“ ist eine Ausstellung, die der Frage nachgeht, wie wir durch die Jahrhunderte bis in die heutige Zeit mit Aberglauben, althergebrachten Ritualen, Glücksbringern oder „schlechten Vorzeichen“ umgehen. Die meisten Menschen haben ein sehr spezielles Verhältnis zum Phänomen des Aberglaubens entwickelt. Ob man der schwarzen Katze ausweicht, die den Weg kreuzt, seinen Talisman nicht aus der Hand gibt oder einfach „toi, toi, toi“ wünscht – jede dieser Verhaltensweisen hat einen historischen Hintergrund. Woher solche Traditionen stammen, welche oft religiösen Hintergründe sie haben und wie abergläubisch wir heute noch sind, erfahren Sie im Freilichtmuseum. Dort können Sie dann vielleicht auch das Unbehagen ablegen, das gemeinhin Freitag den 13. umgibt und ängstigen sich künftig nicht mehr, wenn Sie mit dem sprichwörtlichen „linken Fuß“ aufgestanden sind. In unseren Museen kommen Sie immer mit dem richtigen Fuß auf!

 

Glauben im Wandel der Zeiten
Vom Spielen in klösterlicher Umgebung über den Hexen- und Aberglauben, zu „CREDO“. Die LWLMuseen spannen im nächsten Jahr einen weiten Bogen. Die Ausstellung „CREDO“ des LWL-Museums in der Kaiserpfalz beleuchtet wichtige Etappen der Verbreitung des Christentums. Slawen und Sachsen, Iren und Angelsachsen – sie alle waren nicht immer Christen. Götterglaube, Naturreligionen und viele heidnische Bräuche prägten ihr Leben, bevor die Missionare kamen und sie bekehren wollten. Dass dies nicht immer friedlich ablief, zeigt die Geschichte zahlreicher Kämpfe und Märtyrer, die ihr Leben ließen. Die oft wechselvolle Geschichte der Missionierung in Europa, aber auch die berechtigte Kritik an ihren Methoden wird ebenso problematisiert wie die Rolle der verschiedenen Akteure, wie Könige, Orden und Priester. Wandeln Sie auf den Spuren berühmter Missionare, wie St. Patrick aus Irland, der noch heute seinen eigenen Gedenktag hat und freuen Sie sich auf hochkarätige Exponate aus ganz Europa.


In diesem Jahr begleiten Sie Paul und Julia als Gebärdendolmetscher durch die Museumstour. Sie sind ein lebendiges Beispiel dafür, dass Inklusion für uns einen hohen Stellenwert hat. Das Jubiläumsjahr ist Ansporn für uns, in den nächsten 60 Jahren noch besser zu werden. Die neu errichtete Annette von Droste zu Hülshoff- Stiftung mit Sitz auf Burg Hülshoff wird in den nächsten Jahren zu einem Anziehungspunkt für Literaturinteressierte aus der ganzen Region werden. Im LWL-Industriemuseum werden Sie in „Unterwelten“ entführt und gewinnen Einblicke in Religion, Mythen und die Welt „im Verborgenen“. Weitere spannende Themen, wie die Ausstellung „Sex und Evolution“ des LWL-Museums für Naturkunde sind in der Planung. Freuen Sie sich darauf!