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LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch und LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Thale

 

Liebe Leserinnen und Leser,


was haben Lars der kleine Eisbär, Bionik (die Wissenschaft der Entschlüsselung von Vorgängen der Natur und ihre gezielte Umsetzung in innovative Techniken), die Macht des Wortes, eine goldene Pracht und ein Urzeithamster gemeinsam? Richtig – sie alle haben, neben vielen weiteren Attraktionen, in der Saison 2011/2012 ihren Platz in den LWL-Museen.

 

Als größter Träger von Museen in Westfalen-Lippe bietet der LWL facettenreiche Einblicke in die Geschichte unserer Region kombiniert mit neuester Technik und spirituellen Erkenntnissen, wie zum Beispiel im einzigen Museum für Klosterkultur in Dalheim.

Diese Vielfalt ist nur möglich, weil wir uns gezielt für ein breites Kulturangebot engagieren, das von allen Bürgerinnen und Bürgern in Westfalen-Lippe und selbstverständlich auch Besuchern aus ganz Deutschland oder Europa genutzt werden kann.

Ob Sie sich in die Welt der Römer zurückversetzen lassen wollen, Sterne erkunden, im Forscherlabor arbeiten, sich in den LWL-Freilichtmuseen an Handwerkstechniken der Vergangenheit erfreuen oder sich von der Industriekultur und ihren monumentalen Relikten wie dem Schiffshebewerk oder der Henrichshütte faszinieren lassen, die 17 LWL-Museen bieten jedem etwas.

Oder lassen Sie sich einfangen vom Glanz der „Goldenen Pracht“, die das LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte und das Bistum Münster von Februar bis Mai 2012 mit herausragenden Stücken mittelalterlicher Goldschmiedekunst des 10. bis 16. Jahrhunderts, die in Westfalen in ungewöhnlich großer Zahl erhalten sind, zeigen.

 

Bionik – Patente der Natur

In Jahrmillionen der Evolution hat die Natur eine große Menge an fantastischen Strukturen hervor gebracht. Von der Natur lernen ist also kein neues Konzept. Schon immer haben Menschen durch die Beobachtung der Natur neue Erkenntnisse gewonnen und daraus Innovatives entwickelt. Aber erst seit einigen Jahren werden Vorbilder aus der Natur gezielt erforscht, um für die Menschen neue Techniken zu nutzen. So ist der „Lotuseffekt“, der Wasser von Scheiben und anderen glatten Flächen abtropfen lässt, direkt den gleichnamigen Pflanzen abgeschaut und die Haut der Haifische verhilft Schwimmanzügen zu besserer Gleitfähigkeit im Wasser.

Wie der Mensch das riesige Potenzial der Natur nutzen kann, um die Technik effizienter und umweltschonender zu gestalten, ist Gegenstand der Bionik, der Kombination aus Biologie und Technik. Das LWL-Museum für Naturkunde präsentiert von Juli 2011 bis Juni 2012 Erstaunliches, Wissenswertes und Überraschendes aus der Welt der Naturpatente. Werfen Sie einen Blick in die Zukunft!

LWL-Kulturfabrik

Neue Impulse für eine ganze Region werden von der LWL-Kulturfabrik in Bocholt ausgehen, die im Spätsommer 2011 eröffnet wird. Der Name wird zum Programm. Nach den sich über alle vier Etagen erstreckenden Bauarbeiten erwarten die Besucherinnen und Besucher nicht nur eine neue Optik der alten Spinnerei Herding, sondern auch künftig vielfältige kulturelle Ereignisse, deren Strahlkraft und Faszination weit über die Stadtgrenzen hinaus reichen werden.
Daneben entsteht als weitere Attraktion auf dem Dach ein Kubus aus Stahl und Glas – das künftige Museumsrestaurant, von dessen Terrasse aus man einen Blick über ganz Bocholt haben wird. 

Macht des Wortes

Unter dem Titel „Macht des Wortes. Benediktinisches Mönchtum im Spiegel Europas“ zeigt das LWL-Landesmuseum für Klosterkultur in Dalheim von Juli bis Dezember 2011 in einer Sonderausstellung, wie der Benediktinerorden das Bild Europas bis heute beeinflusst.

Bedeutende Handschriften, sakrale Kunst des Mittelalters und des Barock, Gold- und Silberarbeiten von Weltrang und Werke großer Meister wie Anthonis van Dyck oder Peter Paul Rubens, zeugen von der nahezu enzyklopädischen Sammelleidenschaft der barocken Klöster. Ob Theologie und Geistesgeschichte, Wissenschaft, Technik, Architektur, Malerei oder Skulptur: Für „Macht des Wortes“ erforschten 45 Wissenschaftler aus dem gesamten deutschsprachigen Raum die europäische Geschichte, Kunst und Kultur des Benediktinerordens. Das Ergebnis ist eine Ausstellung, die einlädt, sich mit der Rolle der Benediktiner in Europa zu befassen.

Für 2012/2013 dürfen wir Sie schon jetzt einladen, sich auf die spektakulären Wale im LWL-Museum für Naturkunde mit Planetarium zu freuen.

Signatur von Herrn Dr. Kirsch Signatur von Frau Dr. Rüschhoff-Thale
Dr. Wolfgang Kirsch

Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
Dr. Barbara Rüschoff-Thale

Kulturdezernentin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe

 


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