Schloss der Arbeit
Prunkvolle Backsteinfassaden und opulente Giebel rund um den grünen Ehrenhof erinnern auf den ersten Blick eher an eine Adelsresidenz als an eine Schachtanlage, auf der Kohle gefördert wurde. Genau das war Teil der Bauidee, mit der die Zechenbarone vor 100 Jahren Macht demonstrieren wollten.
Heute ist das „Schloss der Arbeit“ zweifellos eines der schönsten und außergewöhnlichsten Zeugnisse der industriellen Vergangenheit in Deutschland.
Als Ikone der Industriekultur gilt die Maschinenhalle mit dem eindrucksvollen Jugendstilportal. Nach der Sanierung wird das Gebäude 2012 wieder eröffnet. Der Rundgang durch die Tagesanlagen führt in eine Welt harter Arbeitsbedingungen und macht ein Stück Sozialgeschichte des Ruhrbergbaus anschaulich. Sonderausstellungen zeigen das Revier und seine Vergangenheit aus unterschiedlichen Blickwinkeln. In der Ausstellung „Emscher Revier. Industrielandschaft im Prozess“ (17.4.–3.7.2011) führt Joachim Schumacher mit seinen großformatigen Fotografien die Kontraste des Ruhrgebiets vor Augen: Auf der einen Seite heruntergekommene Plätze und verbaute Straßenzüge, auf der anderen Seite stille Schönheiten der Industrienatur im Emschertal.
Im Zeitalter der Digitalfotografie gibt es eine wahre Bilderflut. Das war vor 100 Jahren anders. Die einzige Abbildung vom Arbeitsplatz oder der Siedlung gab es oft nur auf Postkarten. Eine Auswahl von Bergbaumotiven auf Ansichtskarten zeigt die Ausstellung „Von Alma bis Zollverein“ (15.5.–25.10.2011). 130 Jahre Bergbaugeschichte lässt die Ausstellung „Zechen in Castrop-Rauxel“ Revue passieren (8.5.– 7.8.2011).
Selbst in die Vergangenheit des Reviers eintauchen und einmal Bergmann sein: Bei thematischen Führungen auf Zeche Zollern können Kinder sich auf den „Weg des Bergmanns“ begeben oder die Arbeit von Grubenwehrmännern kennen lernen. Im „Kinderkeller“ erkunden Jungen und Mädchen gemeinsam mit der Comicfigur Berglehrling Franz die dunkle und warme Welt unter Tage.
Anfahrt
mit Bus und Bahn
Ab Dortmund Hauptbahnhof mit der U 47 bis „Dortmund-Huckarde Busbahnhof“, weiter mit der Buslinie 462, Haltestelle „Industriemuseum Zollern“.
RB 43 („Emschertal-Bahn“), Dortmund-Dorsten, bis Bahnhof „Dortmund-Bövinghausen“; von dort 10 Minuten Fußweg.
mit dem PKW
A 40: Abfahrt „Lütgendortmund“.
A 45: Abfahrt „Dortmund-Marten“, das Museum ist ausgeschildert.
Ausreichend Parkmöglichkeiten sind vorhanden.
mit dem Fahrrad
Das Museum ist im Radverkehrsnetz NRW im Internet eingetragen („Emscher-Park-Radweg“).
Weitere Infos unter www.radverkehrsnetz.nrw.de
nächste Fahrradstation:
Fahrradstation Hauptbahnhof Dortmund
Königswall 1, 44315 Dortmund
Tel. 0231 181 17 56
Radstation Hauptbahnhof
Berliner Platz 9, 44577 Castrop-Rauxel
Tel. 02305 54 63 28
Stellplätze (zum Teil überdacht) und Schließfächer sind vorhanden.
Kartenmaterial und Werkzeuge für kleinere Reparaturen werden im Museumsshop bzw. im Foyer vorgehalten.
Anschrift
LWL-Industriemuseum
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Zeche Zollern
Grubenweg 5
44388 Dortmund-Bövinghausen
Telefon 0231 6961-111
zeche-zollern@lwl.org
www.lwl-industriemuseum.de
Öffnungszeiten
di bis so, feiertags 10 bis 18 Uhr | Einlass bis 17.30 Uhr
geschlossen .......... 24.12. bis1.1.
Eintrittspreise
4,00 € Erwachsene
2,50 € Ermäßigt
2,00 € Kinder, Jugendliche (bis einschl.17 Jahre), Schüler
frei Kinder unter 6 Jahren
9,00 € Familien-Tageskarte
3,50 € Erwachsene in Gruppen ab 16 Personen (je Person)
1,10 € Schüler (im Rahmen eines museumspädagogischen Programms)
Besondere Angebote
Gastronomie