Meist hat man viel zu viel davon, aber wenn es plötzlich keine mehr gibt, merkt man, was fehlt. Die Rede ist von der Arbeit, die sprichwörtlich das halbe Leben darstellt.
Viele Menschen sichern mit ihr nicht nur ihren Broterwerb, sondern definieren ihre Zufriedenheit über ihre Tätigkeit: Ist meine Arbeit sinnvoll? Bin ich gut in dem, was ich tagtäglich im Job mache? Und wem nützt meine Arbeit, außer meinem Konto?
Die Schau „Gute Arbeit“ (6.3.– 25.9.2011) im Ziegeleimuseum Lage verknüpft unsere Einstellungen zu Arbeit mit denen früherer Generationen. Vielleicht sehen Sie selbst Ihre Arbeit in ganz neuem Licht, wenn Sie sich die Ansprüche und Erwartungen damals und heute ansehen.
Im LWL-Ziegeleimuseum Lage spürt man noch die Energie der Zeit, als bis zu 10.000 Ziegel-Rohlinge am Tag aus der Ziegelpresse kamen. Die Massenproduktion von Backsteinen war die Voraussetzung für das rasante Wachstum der Städte und Fabriken. Fachwissen und Arbeitskräfte aus Lippe spielten dabei eine besondere Rolle: Aus der Region zogen alljährlich tausende Männer während der Sommermonate aus, um auf auswärtigen Ziegeleien zu arbeiten.
Frauen waren nur selten an diesen Orten anzutreffen. Wie aber sieht der Arbeitsalltag von Frauen heute aus? Dieses Thema lässt der argentinischen Künstlerin Cecilia Herrero-Laffin keine Ruhe. Viele Frauen arbeiten für geringe Löhne und unter schwierigsten Bedingungen – in vielen Ländern der Welt. Im Ziegeleimuseum in Lage sind Gemälde sowie Gips- und Tonfiguren der Künstlerin zu sehen, die Frauen in Südamerika und Deutschland an ihren Arbeitsplätzen besucht hat.
Die Ausstellung „Trabajadoras III“ holt die Lebenswelt von Verkäuferinnen, Unternehmerinnen und Putzfrauen nach Westfalen (20. 3. – 13.6.2011 in Lage, 29.5. – 25.9.2011 in Witten auf Zeche Nachtigall). Stroh zu Gold – auch so eine wundersame Verwandlung kann Arbeit sein. Im Märchen vom Rumpelstilzchen gelingt es der Königstochter scheinbar mühelos, Stroh in goldene Fäden zu verwandeln. Magische Materialien spielen in einigen Märchen eine wichtige Rolle – Dornröschen etwa sticht sich an einer Spindel und ein Kater wurde erst durch seine Stiefel unverwechselbar.
Welche Mythen umgeben die magischen Stoffe und wer sind die wahren Heldinnen und Helden in den Märchen? Lassen Sie sich von ganz neuen Seiten der altbekannten Märchen überraschen – vom 23.10.2011– 28.2.2012 in der Ausstellung „Stroh zu Gold“. In den Herbstferien sind Kinder zwischen 7 und 13 Jahren aufgerufen, ein eigenes Märchen zu schreiben und auf die Bühne zu bringen.
Anschrift
LWL-Industriemuseum
Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Ziegeleimuseum in Lage
Sprikernheide 77
32791 Lage
Telefon 05232 9490-0
ziegelei-lage@lwl.org
www.lwl-industriemuseum.de
Öffnungszeiten
di bis so, feiertags .... 10 bis 18 Uhr
geschlossen .............. 24. | 25. | 26.12. und 1.1.
Eintrittspreise
3,00 € Erwachsene
2,00 € Ermäßigt
1,50 € Kinder, Jugendliche (bis einschl.17 Jahre), Schüler
frei Kinder unter 6 Jahren
7,50 € Familien-Tageskarte
2,50 € Erwachsene in Gruppen ab 16 Personen (je Person)
1,10 € Schüler (im Rahmen eines museumspädagogischen Programms)
Besondere Angebote
Gastronomie
Das Museumscafé „Tichlerstoben“ serviert im Innenbereich und auf der Terrasse mit angrenzendem Museumsspielplatz Kaffee und Kuchen sowie Getränke und kleine regionale Gerichte. Private Feiern mit bis zu 200 Personen sind möglich.
Öffnungszeiten: di bis so von 11 bis 18 Uhr
Kontakt: Telefon 05232 65555
www.zieglerstuben.de