muenze slg grube Gaspare Morone-Mola, ca. 1670, Medaille auf Papst Innocenz X. und die Errichtung des Obelisken und Brunnens auf der Piazza Navona durch Bernini 1649, WLM Inv.-Nr. 8423 Mz (Slg. Grube)

Sammlung Marcus Grube

sammlung grube Gaspare Morone-Mola, ca. 1670, Medaille auf Papst Innocenz X. und die Errichtung des Obelisken und Brunnens auf der Piazza Navona durch Bernini 1649, WLM Inv.-Nr. 8423 Mz (Slg. Grube)


 

grube Marcus Grube (Foto: privat)

 Marcus Grube, Küster der Alten Kirche in Ahlen, war Zeit seines Lebens ein Liebhaber von Altertümern jeglicher Art. Dabei interessierte ihn nicht so sehr der materielle Wert der Objekte, sondern vielmehr die Geschichten dahinter. Die von ihm angelegte Münzsammlung gelangte 1960 auf seinen Wunsch hin als „Vermächtnis Marcus und Sefa Grube“ in das Münzkabinett des Westfälischen Landesmuseums.
Sie bereicherte die dort vorhandenen Bestände um 5 Gold-, 1.350 Silber- und 1.200 Kupfermünzen sowie um 200 Münzen und Medaillen aus Eisen.

Das Herzstück der Sammlungen Marcus Grubes waren die Münzen. Auf seinem Schreibtisch in seinem Arbeitszimmer lagen stets die jeweils zuletzt erworbenen Stücke. Erst nachdem er sie eine Zeit lang studiert hatte, ordnete er sie in seine Münzschränke ein. Diese hatte er eigenhändig gebaut und in seinem Schlafzimmer untergebracht – im persönlichsten Raum seines Hauses.

Grundsätzlich war Marcus Grube jede schöne Münze willkommen, vor allem diejenigen von besonderer historischer Bedeutung. In seinen Interessenschwerpunkten hat er die Münzsammlung aber planmäßig angelegt und ausgebaut: Bei antiken Münzen sind es vor allem römische Münzen aus der Kaiserzeit, die in größerer Zahl zur Sammlung gehören: Alle wichtigen Kaiser und die meisten Kaiserinnen sind in Silber und Bronze vertreten und dienen bis heute als aufschlussreiche historische Zeugnisse. Griechische Münzen in Silber und Bronze hatte er wegen deren hohem Preis nur in begrenzter Auswahl sammeln können.
Den größten Teil der Sammlung stellen die Münzen aus dem Mittelalter und der Neuzeit dar. Besonders am Herzen lag ihm das heimatliche Westfalen, das in einer reichen Serie vertreten ist. Andere bevorzugte Sammelgebiete waren Münzen des Herzogtums Braunschweig und des Kurfürstentums Brandenburg-Preußen sowie aus Venedig, wo der Hl. Marcus – Namenspatron der Stadt ebenso wie des Sammlers – auf den Münzen erschien. Aber Marcus Grube hatte auch die Geschichte Europas und der anderen Kontinente im Blick und brachte hier eine Beispielsammlung zusammen.

Ein besonderes Highlight in der Sammlung Marcus Grubes ist eine kleine Auswahl
von Münzen aus dem großen westfälischen Schatzfund von Sendenhorst, der 1932 entdeckt wurde und zu dem Münzen aus der Zeit vor 1430 n.Chr. zählen.

münze ungarn Ungarn, Matthias I. Corvinus 1458-1490, Mzst. Hermannstadt (Sibiu), Goldgulden, Inv.-Nr. 908 Mz
münze ungarn Ungarn, Matthias I. Corvinus 1458-1490, Mzst. Hermannstadt (Sibiu), Goldgulden, Inv.-Nr. 908 Mz