Landesgeschichte J. Quinchard, Sitzbildnis des Fürstbischofs Christoph Bernhard, um 1660/65

Landesgeschichte

Die Abteilung Landesgeschichte sammelt Bildquellen jeglicher Art zur Geschichte und zur Kultur Westfalens. Die Anfänge der Sammlungen reichen bis ins Jahr 1825 zurück, als der Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Münster, gegründet wurde. Der Aufbau einer eigenen landesgeschichtlichen Abteilung am Museum erfolgte, nachdem 1934 die archäologischen Objekte an das neugegründete Landesmuseum für Vor- und Frühgeschichte, das heutige LWL-Museum für Archäologie in Herne, abgegeben worden waren. Seit 1965 finden regelmäßig eigene Ausstellungen zu historischen Themengebieten statt.

Die Schwerpunkte der Sammlung liegen im Bereich westfälischer Ansichten, Bauzeichnungen, Landkarten, Porträt- und Ereignisgraphik einschließlich Karikaturen sowie Realien wie Waffen, gläsernen Wappenscheiben, Ofenplatten und volkskundlichen Objekten. Als Sammlungsschwerpunkte um historische Ereignisse nennenswert sind die Herrschaft der sogenannten „Wiedertäufer“ zu Münster, der „Westfälische Frieden“, der 1648-1650 den Dreißigjährigen Krieg beendete sowie die napoleonische Zeit und die Revolution von 1848/49.

Zahlreiche Bildquellen spiegeln die westfälische Adelskultur des 17. und 18. Jahrhunderts wieder. Eine der bedeutendsten Personen für Westfalen im 19. Jahrhundert war der Freiherr Karl vom und zum Stein, einer der bedeutendsten Staatsmänner der Umbruchzeit um 1800-1815. Seine Ideen zur kommunalen und regionalen Selbstverwaltung sind für den Landschaftsverband Westfalen-Lippe bis heute tragend. In seinem Schloss Cappenberg in Selm bei Lünen ist dauerhaft die Ausstellung Der Freiherr vom Stein und Cappenberg als Außenstelle des Museums präsent.

Weitere Informationen:

-    Westfalens Aufbruch in die Moderne
-    Forschungsstelle Westfälischer Friede
-    Kunstwerke des Monats


Kontakt: Dr. Gerd Dethlefs: gerd.dethlefs(at)lwl.org