Pavillon Copyright by modulorbeat / Christian Richters

Ein goldener Pavillon steht seit Ende Februar auf dem Domplatz in Münster und weist auf die Ausstellung „Goldene Pracht. Mittelalterliche Schatzkunst in Westfalen“ hin. Mit einer Goldschmiedewerkstatt für Kinder und Erwachsene macht er neugierig, die Kunst und Kultur des Mittelalters kennenzulernen.

Durch den Neubau des Museums und die zahlreichen Leihgaben der Ausstellung „Goldene Pracht“ herrscht im Altbau am Domplatz Platzmangel. Deshalb musste für die Kunstvermittlung ein neuer Raum gesucht werden. Der sternförmige Bau bietet Platz für rund 30 Workshop-Teilnehmer und einen Informationspunkt. Auf dem zentral gelegenen Domplatz wurde der Pavillon zwischen dem Bischöflichen Palais und dem Westportal des Doms errichtet und ist schon von weitem sichtbar. Gleichzeitig verbindet er die beiden Ausstellungsorte LWL-Landesmuseum und Domkammer symbolisch miteinander.
Studierende der msa (münster school of architecture) haben den Pavillon unter der Leitung der Architekten Marc Günnewig und Jan Kampshoff entworfen. Insgesamt haben sich mehr als 30 Studierende monatelang mit dem Projekt „Goldene Pracht“ beschäftigt. Der Entwurf, der jetzt auf dem Domplatz realisiert wurde, wurde von einer Jury ausgewählt. Ziel war es, ein Gebäude mit Signet-Charakter zu schaffen, das gleichzeitig alle Anforderungen an das museumspädagogische Programm erfüllt. Der 120 Quadratmeter große Pavillon erhält eine Hülle aus goldenem Kupferblech und nimmt damit das Thema der Ausstellung visuell auf. Das Material für die goldene Fassade stellt die Firma KME aus Osnabrück zur Verfügung.

Das Kunstvermittlungsangebot zur Ausstellung „Goldene Pracht“ richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene: An die Faszination für Gold, Silber und Edelsteine knüpfen die Workshops an, in denen die Teilnehmer unter Anleitung von Goldschmieden arbeiten können, erste Kenntnisse in der Buch- und Glasmalerei erwerben oder Schmuckanhänger aus Emaille herstellen. Der Pavillon öffnet sich zu allen vier Seiten mit bodentiefen Fenstern und erlaubt damit auch Einblick von außen in die Goldschmiede-Werkstatt.

Der Pavillon liegt gleich neben dem Wochenmarkt, die Marktstände müssen aber nicht weichen. Es fallen jedoch einige Parkplätze weg, die die Marktbeschicker im hinteren Teil des Domplatzes üblicherweise nutzen. Das LWL-Landesmuseum hat aus diesem Grund 20 Parkplätze auf dem Hindenburgplatz angemietet. Auf diese können die betroffenen Händler ausweichen.

Der Pavillon ist zu folgenden Zeiten geöffnet: 
Dienstag 10-16 Uhr
Mittwoch 9-16 Uhr
Donnerstag 10-21 Uhr
Freitag 10-18 Uhr
Samstag 9-17 Uhr
Sonntag 12-17 Uhr
Montag geschlossen

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Dr. Udo Grote Goldener Pavillon Dr. Udo Grote, Direktor der Domkammer, vor dem goldenen Pavillon (Foto: LWL)

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