Modell Neubau

Neugierig?

Fragen und Antworten zum Neubau des LWL-Museums

Wann wird der Neubau des LWL-Museums für Kunst und Kultur eröffnet?
Im Sommer 2013 werden die Baumaßnahmen am Gebäude abgeschlossen sein. Das Museum öffnet zur Langen Nacht am 31. August 2013 seine Pforten, um den Besuchern die Architektur mit den noch leeren Ausstellungsräumen zu präsentieren. Im Herbst 2014 werden wir die Wiedereröffnung des LWL-Museums für Kunst und Kultur feiern.
Ursprünglich war die Eröffnung für Frühjahr 2014 geplant – es gibt also nur eine minimale Bauverzögerung. Der harte Winter 2009/10 zwang die Bauarbeiter ihre Arbeit für einige Wochen niederzulegen. Außerdem wurden bei dem Abriss des alten Gebäudes große Mengen an Schadstoffen entdeckt, deren fach- und umweltgerechte Entsorgung viel Zeit kostete.
Vor allem aber haben unerwartete Probleme mit dem Wandputz in der neuen Eingangshalle des Museums Zeit gekostet. Hier hatten sich Ende Januar 2013 zunächst kleine Haarrisse aufgetan, die sich binnen weniger Tage vergrößert haben.
Nähere Untersuchungen haben ergeben, dass sich der Putz aufgrund innerer Spannungen großflächig von der tragenden Betonkonstruktion gelöst hatte.
Darum musste auf beiden Längsseiten der Halle sowie auf der Stirnseite zum Domplatz der Putz entfernt und neu aufgetragen werden - mit entsprechenden Trocknungszeiten.
Nach Ende der Bauzeit braucht das Museum rund sechs Monate, um das Klima in den Räumen für die empfindlichen Kunstwerke einzuregeln. Erst anschließend wird damit begonnen,  die Räume des neuen Museums mit den Kunstwerken zu bestücken.

Ist das Museum während des Umbaus geschlossen?
Im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Museen mit vergleichbaren Bauprojekten hat das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster bis Ende Juni 2012 seinen Besuchern auch während der Baumaßnahmen ein anspruchsvolles Ausstellungsprogramm geboten. Vor der Neueröffnung ist das Museum jetzt bis Anfang 2014 geschlossen.

Wie viel kostet der Neubau und wer trägt die Kosten?
Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) finanziert für rund 48 Millionen Euro einen Neubau für das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster. 9 Millionen Euro der Kosten trägt das Land Nordrhein-Westfalen.

Wie groß wird der Neubau?
Nach der geplanten Wiedereröffnung des LWL-Museums 2014 stehen den rund 100.000 Objekten der Sammlung mit einer Gesamtausstellungsfläche von 7.500 m² rund 1.800 m² mehr Fläche zu Verfügung als zu Zeiten des alten Baus aus den 70er Jahren. Die neuen Räumlichkeiten werden nicht nur den Beständen der eigenen Sammlung, sondern zugleich neue und zukunftsweisende Präsentationsmöglichkeiten für Sonderausstellungen bieten. Ein Vorhof zum Domplatz, ein zentraler Foyerraum, zwei Lichthöfe, ein Vorplatz zum Aegidiimarkt und ein weiterer Zugang von der Pferdegasse ermöglichen dem Erdgeschoss eine Offenheit, die es mit seinen öffentlichen Bereichen wie Vortragssaal, Foyer, Restaurant und Bibliothek zum Zentrum des Museums werden lässt und von allen Seiten zugänglich macht.

Warum bekommt das LWL-Museum einen Neubau? Was war mit dem alten Gebäude nicht in Ordnung?
Der Museumsanbau aus den 70er Jahren war mit den Jahren stark sanierungsbedürftig geworden. Da die Kosten einer Sanierung sehr hoch gewesen wären, hat sich der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zu einem Neubau entschlossen, der den Bedürfnissen einer überregional bedeutenden Sammlung mit derart vielfältigen Exponaten gerecht wird. Durch den Neubau steht mehr Platz für die Sammlungspräsentation zur Verfügung. Erstmals entsteht ein inhaltlich geschlossener Rundgang durch die Sammlung vom Mittelalter bis zur zeitgenössischen Kunst.

Was geschieht mit den Kunstwerken von Otto Piene und Josef Albers, die an der Fassade des alten Gebäudes angebracht waren?
Die Werke von Otto Piene und Josef Albers werden auch an der Fassade des Neubaus ihren Platz finden. Die Lichtskulptur „Silberne Frequenz“ (1970/71) von Otto Piene wird mit ihren 635 Kugeln in geänderter Form und mit neuester Technik ausgestattet an ihrem alten Standort an der Südwest-Ecke (Rothenburg) installiert. Auch Albers „Strukturale Konstellation – Zwei Supraporten“ von 1972 wird nach der Eröffnung am Neubau zur Pferdegasse hin zu sehen sein.