Wijnand Janssens (*1924), Rad III, 1952

Wijnand Janssens

Bilder von 1950 bis 1959

Eine neue Gegenständlichkeit

25. März bis 16. Juli 2000

In der Ausstellungsreihe westfälischer Künstler zeigt das Landesmuseum Arbeiten auf Papier von Wijnand Janssens. Die Auswahl konzentriert sich auf die Werke der fünfziger Jahre, in denen Janssens im Nachkriegsdeutschland eine individuelle, fast einzelgängerische Position vertrat.

Janssens gehörte in diesen Jahren zum engsten Kreis um den Bauhausabsolventen Heinz Clasing, der in Münster eine Rahmenhandlung und einen Ausstellungsraum betrieb. Ganz unbeeindruckt vom Streit zwischen abstrakten und realistischen Künstlern brachte Janssens die Formreduktion des Bauhauses wieder mit der erzählerischen Dimension des Gegenstandes zusammen.

Die Beobachtung der sichtbaren Welt spiegelte bei Janssens wie bei den jungen amerikanischen Künstlern der im Entstehen begriffenen Pop Art eine neue Beschäftigung mit der Lebenswirklichkeit und mit den Dingen.

Darin ist sein Ansatz heute aktuell. Denn wieder sperren sich Künstler gegen eine polarisierende Kategorisierung zwischen minimalistischen und subjektiven Strategien. Sie suchen eine Verknüpfung, bei der nicht das Diktat eines einzelnen Stils, sondern die Umsetzung der eigenen Biografie eine wichtige Rolle spielt. Gerade in diesem Zusammenhang kann die Auseinandersetzung mit Janssens' individualistischer Kunst Anregungen geben.

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation mit Texten von Ortrud Westheider und Wulf Becker-Gauch, Umfang 88 Seiten, 73 farbige und 11 S/W-Abbildungen, zum Preis von 28,- DM.

Wijnand Janssens (*1924)<br> Fensterkreuz III, 1959<br> Öl auf Papier, 34,0 x 48,5 cm<br> Privatsammlung<br> Foto: WLMKuK<br>

Wijnand Janssens

Bilder von 1950 bis 1959

Eine neue Gegenständlichkeit

25. März bis 16. Juli 2000

In der Ausstellungsreihe westfälischer Künstler zeigt das Landesmuseum Arbeiten auf Papier von Wijnand Janssens. Die Auswahl konzentriert sich auf die Werke der fünfziger Jahre, in denen Janssens im Nachkriegsdeutschland eine individuelle, fast einzelgängerische Position vertrat.

Janssens gehörte in diesen Jahren zum engsten Kreis um den Bauhausabsolventen Heinz Clasing, der in Münster eine Rahmenhandlung und einen Ausstellungsraum betrieb. Ganz unbeeindruckt vom Streit zwischen abstrakten und realistischen Künstlern brachte Janssens die Formreduktion des Bauhauses wieder mit der erzählerischen Dimension des Gegenstandes zusammen.

Die Beobachtung der sichtbaren Welt spiegelte bei Janssens wie bei den jungen amerikanischen Künstlern der im Entstehen begriffenen Pop Art eine neue Beschäftigung mit der Lebenswirklichkeit und mit den Dingen.

Darin ist sein Ansatz heute aktuell. Denn wieder sperren sich Künstler gegen eine polarisierende Kategorisierung zwischen minimalistischen und subjektiven Strategien. Sie suchen eine Verknüpfung, bei der nicht das Diktat eines einzelnen Stils, sondern die Umsetzung der eigenen Biografie eine wichtige Rolle spielt. Gerade in diesem Zusammenhang kann die Auseinandersetzung mit Janssens' individualistischer Kunst Anregungen geben.

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation mit Texten von Ortrud Westheider und Wulf Becker-Gauch, Umfang 88 Seiten, 73 farbige und 11 S/W-Abbildungen, zum Preis von 28,- DM.