Baskenland, 138 x 95,5cm

Eduardo Chillida

Grafik aus vier Jahrzehnten

19.11. 2000 - 28. 1. 2001

Nach der Ausstellung seines zeichnerischen Werkes vor zehn Jahren und seiner Teilnahme an Skulptur. Projekte in Münster 1987 und 1997 stellt das Landesmuseum den spanischen Künstler Eduardo Chillida nun mit 150 Druckgraphiken vor. Die frühesten stammen aus dem Jahr 1966.

Die Ausstellung gibt einen Überblick über Chillidas graphische Techniken bis in die neunziger Jahre. Parallel zu seiner Skulptur, in der er in diesen Jahren von Stäben zu Massen überging, zeigen diese frühen Blätter, wie er beginnt, mit Flächen eine formale Übereinstimmung zur Skulptur zu finden, ohne dass eine illustrative perspektivische Räumlichkeit eingesetzt wird.

Chillida hat sich immer zugleich als Bildhauer und Graphiker, als Zeichner und Architekt verstanden.

An der Druckgraphik wird deutlich, wie alles ineinander spielt: Seine Skulpturen sind Zeichen im Raum, seine Graphiken auf das Zweidimensionale verkürzte Skulpturen.

Linien können als Massen, das ausgesparte weiße Papier als Raum wahrgenommen werden. Das Verbindende ist die intellektuelle Leidenschaft, mit der Chillida, gleich ob in den Skulpturen oder im zeichnerischen und graphischen Werk, immer wieder das Problem der Form und das Problem des Raumes angeht.

Das dreibändige Werkverzeichnis der Druckgraphik ist jüngst erschienen. Es begleitet die Ausstellung an Stelle eines Ausstellungskataloges: Eduardo Chillida. Werkverzeichnis der Druckgraphik, 3 Bde, 298,- an der Museumskasse.