Metrical (Romanesque) Romanesque Constructions in 14 Masses and 23 Scale, 1985, Stahl

David Rabinowitch - Metrical Romanesque Constructions

1. Juni bis 17. September 2000

David Rabinowitch, geb. 1943 in Toronto, schuf seit 1963 ein vielfältiges skulpturales und zeichnerisches Werk, das vor allem durch komplexe und offene visuelle Proportionen bestimmt ist. 1971 beginnt er bei einer Europareise, romanische Kirchen zu studieren. Seit 1972 lebt er in New York; seit 1984 hat er eine Professur an der Düsseldorfer Kunstakademie. Er nimmt an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen teil (documenta 1977, 1982, 1987, "Skulptur", Münster 1977) und erhält öffentliche Aufträge (Ausstattung der Kathedrale in Digne, Frankreich, 1998).

Die Ausstellung im Lichthof des Landesmuseums zeigt eine große Bodenskulptur, in deren klaren Einteilungen und Bezügen Rabinowitchs Auseinandersetzung mit romanischer Architektur anklingt. Zeichnungen von 1975/76 entstanden vor romanischen Kirchen (u.a. Freckenhorst). Ganz andere Zeichnungen mit streng isolierten Elementen ("Construction of Vision") von 1972-1975 erzeugen vielstimmige visuelle Spannungen und Kombinationen. Die Inhalte von Rabinowitchs Werken liegen nicht vor Augen, sondern entstehen im Nachvollzug ihrer Zusammenhänge.

David Rabinowitch, Zeichnung nach der romanischen Kirche<br> in Freckenhorst, 1979, Kohle und Bienenwachs<br> Foto: WLMKuK Münster<br>

David Rabinowitch - Metrical Romanesque Constructions

1. Juni bis 17. September 2000

David Rabinowitch, geb. 1943 in Toronto, schuf seit 1963 ein vielfältiges skulpturales und zeichnerisches Werk, das vor allem durch komplexe und offene visuelle Proportionen bestimmt ist. 1971 beginnt er bei einer Europareise, romanische Kirchen zu studieren. Seit 1972 lebt er in New York; seit 1984 hat er eine Professur an der Düsseldorfer Kunstakademie. Er nimmt an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen teil (documenta 1977, 1982, 1987, "Skulptur", Münster 1977) und erhält öffentliche Aufträge (Ausstattung der Kathedrale in Digne, Frankreich, 1998).

Die Ausstellung im Lichthof des Landesmuseums zeigt eine große Bodenskulptur, in deren klaren Einteilungen und Bezügen Rabinowitchs Auseinandersetzung mit romanischer Architektur anklingt. Zeichnungen von 1975/76 entstanden vor romanischen Kirchen (u.a. Freckenhorst). Ganz andere Zeichnungen mit streng isolierten Elementen ("Construction of Vision") von 1972-1975 erzeugen vielstimmige visuelle Spannungen und Kombinationen. Die Inhalte von Rabinowitchs Werken liegen nicht vor Augen, sondern entstehen im Nachvollzug ihrer Zusammenhänge.

David Rabinowitch

1943 Geboren am 6. März in Toronto.

1959 Lemt durch den Maler Jock Mac-Donald das Werk von Hans Hofinann, Franz Kline, Jackson Pollock und Bamett Newman kennen.

1960 Die Beschäftigung mit Skulpturen von David Smith trägt dazu bei, daß er von der Malerei zur Bildhauerei überwechselt.

1963 Studiert Naturwissenschaften und Englische Literatur an der University of Western Ontario.

Erste Skulpturen, Painted Steel Assemblages.

Studiert eingehend das erste Buch von Hume, Ein Traktat über die menschliche Natur, was sein Denken über Bildhauerei beeinflußt. Erste Bodenskultpuren Box Trough Assemblages und Fluid Sheet Constructions.

1966 Bachelor of Arts-Diplom in Englischer Literatur an der University of Ontario.

1968 Beginnt Konstruktionen aus starkem Walzblech (z.B. Sided Masses, Romanesque Abutments, Sectioned Mass Constructions).

1969 Schafft 6-Sided Bars, Mass Cylinders, Planar Masses with Vertical Construction. Erste Construction of Vision-Zeichnungen.

1971 Entwickelt das Konzept von Skulpturen in mehr als einem Maßstab, wobei er als senkrechte Konstruktion die Gr'ößenverhältnisse von Bohrlöchem benutzt.

Größere Sided Mass Planes mit geraden und gekrümmten (konischen) inneren und äußeren Begrenzungen (z.B. 8-Sided Plane in 6 Masses and 4 Scales: Sammlung des Museum of Modern Art).

Erste Europareise. Beginnt während eines Aufenthalts in Köln, romanische Kirchen zu studieren.

1972 Siedelt nach New York über.

1973 Erste Metrical (Romanesque) Constructions, bei denen keine Kurven (Kegelschnitte) mehr vorkommen. Construction of Vision-Zeichnungen unter Ausschluß von Konstruktionen aus Linien. Kreidezeichnungen von romanischen Bauwerken bilden die Grundlage für die späteren Ottonian Construction of Vision-Zeichnungen.

1974-75 Lehrt an der Yale University. Erhält New York State CouncilStipendium. Verwendet bei Construction of Vision-Zeichnungen erstmals Diptychen und Triptychen.

1975 Ernannter Guggenheim-Stipendiat.

1976 Drei Tyndale-Skulpturen in New York, an der P.S. 1 und am Clocktower. Mehrere Romanesque-Arbeiten (z.B. für die Ruhr-Universität Bochum).

1977 Romanesque-Skulptur für die Documenta 6 in Kassel, Round Plane in 3 Masses and 2 Scales in Münster.

1978 Romanesque-Skulptur für Haus Lange Museum, Krefeld.

1980 Beginnt mit Ottonian Construction of Vision-Zeichnungen anhand von Skizzen romanischer Kirchen im Rheinland.

1982 Für Documenta 7, Kassel, Tyndale-Skulptur (for my grandfather, Horace Calverley).

1984 Professur für Bildhauerei an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf

1985 Schafft in der Werkstatt Kollerschlag, Österreich, erste Ceremonial Objects.

Baut für Situation Kunst, Bochum, Tyndale Constructions in 4 Scales (Sculpturefzir Bud Powell and Coleman Hawkins) (fertiggestellt 1990).

1986 Erhält Stipendium des National Endowment for the Arts.

1987 Sequenced Conic Section Constructions in 4 Orders für die Documenta 8, Kassel.

1992 Ausstellung in der Kunsthalle Baden-Baden.

1993 Ausstellung in der Galerie Nationale du Jeu de Paume, Paris.

Erste Pläne für Fenster, Tapisserie und kirchliches Mobiliar für die romanische Kathedrale Notre Dame de Bourg in Digne (Haute Provence), vollendet 1998.

1994 Auf der Place Dauphine, Paris, werden Sequenced Conic Constructions in 4 Domains (1 984-87) installiert.

1995 Ausstellung Städtische Kunstsammlungen Chemnitz.